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Ich konnte es einfach nicht lassen. Nach zwei paar Babyschühchen habe ich jetzt noch eine Strickjacke in Neugeborenengröße gemacht. Die Anleitung Newborn Vertebrae von Kelly Brooker fand ich einfach zu witzig. Das ist eine Jacke, die nur die Arme und den Rücken bedeckt. Jetzt habe ich zwar kein Baby, um es auszuprobieren, aber ich denke, dass das in der wärmeren Jahreszeit ganz praktisch sein kann. Die Anleitung gibt es übrigens auch in größeren Größen und für Erwachsene, dann ist sie aber nicht mehr kostenlos. Da es aber ein einfacher Raglan von oben ist, bei dem die Vorderseite bis auf ein paar Maschen fehlt und an die dann noch rundum eine Blende angestrickt wird, denke ich, dass man sich die Anleitung recht einfach aus einer Raglananleitung selber basteln könnte.

Newborn Vertebrae 1

Newborn Vertebrae 2

Gestrickt habe ich mit Sockenwolle und Nadelstärke 3,0 mm (2,5 mm für Bündchen und Blende). Die Wolle ist Lana Grossa Meilenweit, einmal Meilenweit Jaquard und einmal ganz normale in Bordeaux. Da ich die Wolle mal bei einer Auktion erstanden habe weiß ich gar nicht, ob man die Jaquard noch bekommt.

Newborn Vertebrae 3

Die Packung Taschentücher dient dem Größenvergleich. Wobei „Kleinenvergleich“ hier das bessere Wort wäre.

Ach ja, natürlich hatte ich die Bündchen erst in Jaquard gestrickt und bin erst bei der Blende auf die Idee gekommen, dass Querstreifen vielleicht zu unruhig aussehen würden. Mit der jetzigen Farbwahl gefällt es mir gut. Jetzt muss die Jacke nur noch gewaschen werden (mehrfach, erst dann wird diese Wolle weich genug für meinen Geschmack) und dann kommt sie zu dem einen paar Babyschühchen, das hier immer noch liegt. Wenn das so weitergeht, bin ich für die nächsten Babys im Familien- und Freundeskreis gut gerüstet.

Vor kurzem hatte ich beschlossen, dass ich erstmal genug Wolle in Haus habe und deshalb in der nächsten Zeit keine neue mehr kaufen darf. Keine Wolle, die außerhalb der vorhandenen Boxen gelagert werden müsste. Was verstrickt ist, darf natürlich aufgefüllt werden. Das klingt doch ganz vernünftig, oder?

Heute habe ich mich auf der Seite von Drops Design umgesehen und dabei entdeckt, dass in ein paar Tagen die Merinowolle reduziert wird. Auf der Seite eines der beiden empfohlenen online-Shops habe daraufhin gesehen, dass die Merino Mania dort schon angefangen hat.

Das führt mich in Versuchung. 25% Rabatt – da klingt kaufen doch rational. Nicht kaufen wäre fast irrational …

Nein, ich bleibe standhaft. Ganz bestimmt.

Doch da sind so schöne Farben dabei. Vielleicht doch ein paar Knäuel? Die Versandkosten sollten sich auch lohnen …

Ich kämpfe noch mit mir.

Und Ihr?

Heute habe ich in alten Fotos gestöbert und dabei einige Beweise dafür gefunden, dass meine Mutter schon früh versucht hat, mich mit ihrer Leidenschaft für selbstgestrickte Sachen anzustecken.

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Sieht so aus, als ob es funktioniert hat.

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Jetzt sind es schon ein paar Wochen, seit ich meinen Firelight-Pullunder endlich fertiggestellt habe. Deshalb gibt es heute Fotos vom fertigen Objekt sowie ein kurzes Résumé.

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Muster: Firelight von Ágnes Kutas-Keresztes aus der Knitty Winter 2011

Wolle: Zitron Lifestyle, 100% Merino, Lauflänge 155m/50g, bei Ravelry gelistet als „Sport weight“ in rot

Nadelstärke: 3,5mm (Bündchen und Blenden 3 mm)

Der Pullunder gefällt mir richtig gut und er sitzt toll. Schade nur, dass ich so lange (2 Monate) gebraucht habe, um ihn zu stricken, denn seitdem er fertig ist, ist das Wetter so toll, dass ich keinen Pullunder brauche. Ich wittere da einen Zusammenhang. Wer weiß, wenn ich schneller gewesen wäre, hätte der Sommer vielleicht schon früher Einzug gehalten. 😉

Firelight wird von unten in Runden in glatt links gestrickt. An den Armausschnitten wird dann geteilt und in Hin- und Rückreihen gearbeitet. Die einzige Nacht ist an den Schultern. Ich habe sie im Maschenstich Matratzenstich (das kommt davon, wenn man sich beim Schreiben unterhält) gemacht, damit sie stabiler ist. Am Ausschnitt und den Armausschnittkanten werden neue Maschen aufgenommen und eine Blende angestrickt. Für die Aufnahme der Maschen habe ich zunächst eine Reihe Kettmaschen auf den Pullunder gehäkelt und dann jeweils unter dem Maschenschenkel eingestochen, der näher am Rand liegt. Verändert habe ich nur die Position der Taille, die habe ich auf meine Körpermaße angepasst.

Durch das verhältnismäßig dünne Garn, die vielen linken Maschen und eine Phase, in der ich abends oft zu müde war, um viel zu stricken, hat Firelight recht lange gedauert. Glatt links hatte ich mir absichtlich ausgesucht, weil ich linke Maschen üben wollte. Ich stricke sonst sehr viel in Runden glatt rechts, daher fehlte mir Übung.

Nun, Übung hatte ich jetzt mehr als genug, danke schön. Wenn ich den Pullunder noch einmal machen würde, würde ich ihn nicht in Runden sondern in Teilen stricken. Die Zöpfe bewegen sich in jeder zweiten Runde, daher wäre es kein Problem, in Hin- und Rückreihen zu arbeiten und schneller wäre es auch noch. Einzig in dem Teil mit den Flammen ganz unten passiert auch mal was in jeder Runde, allerdings nur ungefähr zwei Mal. Das sollte also zu schaffen sein.

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Die Flammen finde ich richtig klasse. Außerdem bauschen sich die Zöpfe einmal zur einen und einmal zur anderen Seite aus, so dass sie lebendiger wirken. Ich freue mich schon sehr auf eine Gelegenheit Firelight auszuführen.

Schon wieder ist neue Wolle bei mir eingezogen. Zuerst hat mir mein Lieblingsmann zum Geburtstag etwas ganz Feines geschenkt. Die Wolle ist kuschelweich, hat einen Seidenanteil und einen traumhaften Farbverlauf. Die hat er selber ausgesucht. Seht selbst.

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Sie ist in dünner Sockenwollenstärke und die Menge reicht für ein schönes Tuch. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, welches ich damit mache.

Tja, an sich habe ich mehr als genug Garn in meinem Stash. Ich hab das mal durchgezählt. Es wäre genug für acht Pullover oder Westen. Alles was nicht für einen Pullover reicht ist dabei noch gar nicht mitgezählt. Da kommt noch mal so einiges zusammen. Ganz zu schweigen von den zwei Boxen mit Sockenwolle. Nein nein, ich meine keine kleinen Boxen sondern diese großen Plastik-Stapelboxen.

Doch dann habe ich gesehen, dass bei Drops im Mai auf viele Artikel 35% Rabatt gegeben wird. Da bin ich schwach geworden. Die Wolle wird doch schließlich nicht schlecht und früher oder später werde ich sie bestimmt verstricken …

Gestern ist dann das Paket angekommen. Genug Wolle für zwei weitere Pullover. Und da der überwiegende Teil der Wolle in meinem Stash in eher gedeckten Farben gehalten ist, war das schon eher ein Vernunftkauf.

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So, jetzt mache ich mich daran, erstmal das zu verstricken, was ich schon auf den Nadeln habe. Schließlich habe ich noch den ganzen Feiertag dafür Zeit. Ich wünsche Euch einen angenehmen Feiertag.

Meist versuche ich, nicht zu viele Projekte gleichzeitig auf den Nadeln zu haben. Trotzdem sammeln sie sich immer wieder an. Zu groß ist die Versuchung, etwas Neues anzuschlagen. Etwa weil ich eine tolle Anleitung gefunden habe, die ich unbedingt ausprobieren möchte oder weil ein spontaner Wollkauf nach Verarbeitung drängt.

Wie sieht es in meiner Projektliste derzeit aus? Noch in den letzten Zügen der Fertigstellung eines Pullovers in dunkel-dunkel-dunkelblau in Verbindung mit dem trüben Wetter habe ich Socken in fröhlichen Farben angeschlagen.

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Als nächstes großes Projekt habe ich mir eine Weste rausgesucht. Die Beschaffung des passenden Garns erwies sich als langwieriger als angenommen. Währenddessen war ein buntes Knäuel Sockenwolle in meine Einkaufstüte gehüpft, das natürlich auch nach Verarbeitung drängte. Ein Schultertuch wurde angeschlagen.

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Dann kam die bestellte Wolle für die Weste endlich an und damit begannen meine Sorgen. Was tun? Zuerst die Socken fertigstellen? Zuerst das Schultertuch fertigstellen? Oder doch gleich mit der Weste anfangen. Bei einem so schönen rot kann man nur schwerlich widerstehen.

Socken – die sind das Mitnahmeprojekt. Wenn ich die fertigstelle, dann muss ich zwangsläufig neue Socken anschlagen. Dann habe ich zwar fertige Socken aber immer noch mehrere Projekte gleichzeitig. Das ist also keine Lösung.

Dann also das Tuch fertigstellen. An sich klingt das logisch. Wenn man schön brav der Reihe nach ein Projekt nach dem anderen arbeitet, dann hat man schneller ein Ergebnis. Und schafft wahrscheinlich, weil man diszipliniert arbeitet, insgesamt in einem Jahr mehr Sachen, als wenn man immer zwischen den einzelnen hin- und herspringt und sich immer wieder neu in die Anleitung hineindenken muss. Von Projekten, die zur Seite gelegt wurden und seit Monaten auf ihre Fertigstellung harren, jetzt mal ganz zu schweigen (irgendwo habe ich doch noch die angefangenen Handschuhe … egal, die kommen im Herbst wieder dran).

Also strickte ich brav an meinem Schultertuch weiter. Die rote Wolle sah mich vorwurfsvoll an doch ich blieb standhaft. Mehrere Tage. Doch gestern dann hielt ich es nicht mehr aus. Eine kleine Maschenprobe ist doch gar kein richtiger Anfang. Das ist nur die Vorarbeit. Genauso wie das Vergleichen der Maße mit meinen Körpermaßen und Berechnen der Änderungen. Also fix die Maschenprobe angeschlagen. Während sie nach dem Waschen vor sich hin trocknete am Socken weitergestrickt.

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Heute bin ich mir sicher, dass es ein Denkfehler ist, dass man mit einem Projekt zur Zeit mehr schafft. Schließlich geht es darum, die verfügbare Zeit optimal auszunutzen. Mit mehreren Projekten gleichzeitig kann man sich immer das raussuchen, auf das man gerade am meisten Lust hat. Damit strickt man also ingesamt mehr Stunden in der Woche. Ein kleines Projekt, dass man überall hin mitnehmen kann, erhöht die zur Verfügung stehende Zeit noch einmal. So braucht man zwar für ein Teil mehr Tage als wenn man am Stück stricken würde, aber aufs Jahr gerechnet denke ich, dass man mit mehreren Projekten gleichzeitig weiter kommt.

Theoretisch müsste man jetzt einen Selbstversuch zu diesem Thema starten. Der wird aber schwierig umzusetzen, da die Vergleichbarkeit der einzelnen Wochen fehlt. Folglich muss ich einfach mit der Annahme weitermachen. Auch nicht schlimm. Hauptsache Stricken macht Spaß – ob mit einem oder mehreren Projekten.

Erinnert Ihr Euch noch an das kleine Knäuel Sockenwolle, dass neulich alles gegeben hat, um mit mir nach Hause kommen zu dürfen? Das habe ich inzwischen angeschlagen. Ich habe ein Muster gesucht, in dem die Farben gut zur Geltung kommen und das keine Socke ist. Zuerst wollte ich den Drop Stitch Scarf machen. Nach meinen letzten Erfahrungen mit Halstüchern aus normaler Sockenwolle, wie beispielsweise einem Hitchhiker den ich nicht trage, weil er mir am Hals zu kratzig ist (ich bin am Hals sehr empfindlich in dieser Hinsicht) habe ich ein ähnliches Muster gesucht, das nicht direkt am Hals getragen wird.

Manchmal sind die einfachen Lösungen die besten. Fündig geworden bin ich in einem Buch aus meiner recht umfangreichen Strickbuch-Sammlung. Sock Yarn One Skein Wonders von Judith Durant. Das Buch kann ich wärmstens empfehlen. Es enthält 101 Anleitungen für alles Erdenkliche, was man aus einem Knäuel Sockenwolle machen kann. Dabei sind sowohl Anleitungen für vierfädige als auch dickere Sockenwolle enthalten. Die meisten Anleitungen brauchen ein 100g Knäuel, es gibt aber auch ein paar für 50g oder 150g. Wenn ich „alles Erdenkliche“ sage, dann meine ich das auch so. Enthalten sind natürlich Socken, Mützen, Handschuhe, Stulpen, Tücher, Schals und Babysachen. Da hört es aber noch lange nicht auf. Man findet auch Taschen, Täschchen, Halsketten, einen French Press Cozy, Wärmflaschenüberzug, Lampenschirm und und und. Das ist ein Buch, bei dem ich bei jedem Durchblättern etwas Neues entdecke.

Diesmal habe ich mir den Calypso Shrug ausgesucht. Eine etwas breitere Version des Drop Stitch Scarf, die über die Schultern gelegt und vorne mit einem Knopf geschlossen wird. Da ich keine Perlen habe, lasse ich die einfach weg. Das Muster ist sehr eingängig, das geht auch beim Fernsehen gut. Die „Löcher“ werden mit Umschlägen gearbeitet, die man in der Folgereihe fallen lässt. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich zu der Reihe kommen, in der sich die Maschen entfalten.

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Fällt Euch was auf? Bis jetzt wiederholt sich der Farbrapport noch nicht. Ich frage mich, wie lang er wohl sein wird. Oder hat dieses Knäuel vielleicht keinen, so dass sich die Farben in willkürlicher Folge wiederholen? Ich könnte natürlich das Geheimnis jetzt schon lüften, in dem ich den Faden so lange aus dem Knäuel ziehe, bis ich den Anfang gefunden habe. Doch das wäre ein bisschen wie schummeln, oder? Da lasse ich mich lieber überraschen.

Feierabend, zaghafter Sonnenschein, Zuhause ein blauer Pullover und der Beginn einer bunten Socke – da kann es nur ein Ziel geben. Neue Wolle muss her! Für eine Weste. Wieso eine Weste? Ganz einfach. Westen haben kein Ärmel. Eine Weste ist schon ausgesucht. Firelight von Ágnes Kutas-Keresztes. Passende Wolle ist im Stash vorhanden, doch sie hat einen Fehler. Sie ist dunkelrot. Und ich brauche Farbe. Hellrot. Da hilft nur eins – ab zum nächsten Wollladen.

Doch dann die Enttäuschung. Passende Wolle ist da. In dem Rotton, den ich schon zuhause habe. Lange stehe ich vor dem Wollregal und schaue mir die Auswahl an.

„Nimm doch mich“ sagt die gelbe Wolle „Firelight kann doch auch gelb sein.“

„Nein,“ sage ich „gelb steht mir nicht.“

„Nimm doch mich“ sagt die dunkelrote Wolle „ich habe zwar die gleiche Farbe wie die, die Du zuhause hast, aber ich bin viel viel weicher.“

„Das ist egal“ sage ich „unter die Weste will ich eh eine Bluse ziehen.“

„Nimm doch mich“ sagt die hellblaue Wolle „ich lösche das Firelight.“

„Nein“ sage ich „das Feuer soll nicht gelöscht werden.“

„Dann nimm doch mich“ sagt es leise von der Seite. „Du willst doch Farbe. Das kann ich bieten.“

Langsam schaue im mich um. Wer hat gesprochen? „Du?“ sage ich „Du bist doch Sockenwolle.“

„Das macht doch nichts“ sagt die Sockenwolle „dafür bin ich wunderschön.“

„Ich habe aber schon jede Menge Wolle zuhause“ sage ich „und allein zwei Kisten voll mit Sockenwolle.“

„Aber keine, die so bunt ist wie ich“ sagt die Sockenwolle. „Und außerdem  – Sockenwolle zählt zum Stash nicht dazu.“

„Du hast mich überzeugt“ sage ich. „Du darfst mitkommen.“

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Jetzt liegt sie vor mir und schaut mich an. Was sie wohl werden will?

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