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Juhu, ich habe es geschafft. Mein Muschelsucher ist gesteekt, gewaschen und trocknet gerade langsam vor sich hin.

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Die Anleitung war Shellseeker von Heidi Kirrmaier, die Wolle Nuvola von Lana Grossa. Der Pullover wird als Raglan von oben in Runden gestrickt.

Mit dem Ausschnitt aus der Anleitung war ich nicht glücklich. Zu viel Stoff am Hals, zu dunkelblau, zu langweilig.

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Deshalb habe ich den oberen Teil abgetrennt und von unten her ein neues Halsbündchen in hellblau angestrickt.

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Zum Schluss noch gesteekt, mit Ösen versehen und aus der hellblauen Wolle eine Kordel gedreht.

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Mit dem Ergebnis bin ich richtig zufrieden. 🙂

Der Halsausschnitt meines Shellseekers ist immer noch verbesserungswürdig. Nach dem Hinweis auf die Nähmaschine hat sich die eine oder andere bestimmt schon denken können, was ich mit dem Ausschnitt vorhabe. Im meiner ständig wachsenden Strickbuchsammlung findet sich unter anderem das Buch „Custom Knits“ von Wendy Bernard. Bei der Suche nach meinem Anschlusspullover (zur Umgehung des SAS vielleicht einer ohne Ärmel …) bin ich dort auf den Pullover Updated Old Classic gestoßen. So ein Ausschnitt soll es werden. Nein, nicht so tief wie auf dem oberen Foto, eher wie auf dem unteren, keine Sorge. Dieser Ausschnitt erschien mir wie die Lösung all meiner Probleme, denn so konnte ich:

1. Den Ausschnitt noch im nachhinein ändern, da er gesteekt wird.

2. Ein vertikales Element hinzufügen, um nicht so eine große ununterbrochene Fläche unter dem Hals zu haben.

3. Mit einer Kordel in hellblau noch einen Farbtupfer hinzufügen.

4. Die Nietzange bei Tschibo kaufen, für die mir vorher noch eine Begründung gefehlt hatte und die ich wenige Tage zuvor unter dem vorwurfsvollem Blick meines Lieblingsmanns ins Regal zurückgelegt hatte.

Ein Problem war dadurch allerdings noch nicht gelöst. Steeken hatte ich noch nie ausprobiert und beim Gedanken, einfach in so viel Arbeit mit einer Schere zu schneiden, wurde mir seeehr mulmig. Daher habe ich das Ganze erstmal an einem Probestück ausprobiert.

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Die Nähte habe ich zur besseren Sichtbarkeit in hellgrau gemacht.

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Aufgeschnitten erinnert es schon vage an das, was es mal werden soll.

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Auf der Rückseite erstmal festgesteckt.

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Dann vernäht.

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Jetzt mit Ösen.

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Und zuletzt zum Testen ein kurzes Kordelstück gedreht und eingefädelt. Sieht doch wie ein Ausschnitt aus, oder? Ich habe es schon an den Pulli angehalten. Gefällt mir.

Dann also sofort auf zum Steeken des Shellseekers? Halt halt, nicht so voreilig. Meine Erfahrungen der Probeaktion:

1. Faden in Kontrastgarn ist unpraktisch, weil man ihn am unteren Rand noch sieht.

2. Die Ösen lassen sich seeehr schwer anbringen. Entweder ich hab den Dreh einfach noch nicht raus, oder ich brauche Hilfe von jemandem mit mehr Kraft.

3. Heute bin ich zu ungeduldig, um richtig sauber zu arbeiten.

Das heißt somit, dass der Shellseeker noch ein bisschen auf die Weiterverarbeitung warten muss, bis ich wieder geduldiger bin und außerdem der Lieblingsmann wieder da ist, um die Nietenzange zu bedienen. Der wird sich freuen, wenn er Freitag Abend nach Hause kommt und erstmal mit einem Pullover und einer Nietenzange überfallen wird 🙂

Das SAS (Second Arm Syndrom) habe ich erfolgreich überwunden. Doch heißt es nun im Hause woolness Ärmel gut – alles gut? Weit gefehlt. Ärmel gut – doch Ausschnitt noch lange nicht gut. Genau diesen Ausschnitt hatte ich beim Kauf der Anleitung so charmant gefunden, nur leider sieht er bei mir nur unfertig aus.

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Daher habe ich kurzerhand einen Teil des Ausschnitts abgetrennt und in die andere Richtung ein hellblaues Halsbündchen angestrickt. Das gefällt mir schon viel besser.

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Damit soll aber noch nicht Schluss sein. Wer genau hinsieht, erkennt in der Mitte des Bündchens einen Teil in glatt rechts, mit dem ich noch etwas vorhabe.

Da so viel dunkelblau auf einmal nicht so recht zum endlich sonnigen Wetter passt und außerdem die Nähmaschine schlecht im Auto genutzt werden kann, habe ich kurzerhand für unseren heutigen Ausflug mein buntestes Knäuel Sockenwolle aus dem Stash geholt.???????????????????????????????

Mein aktuelles Großprojekt ist der Pullover Shellseeker von Heidi Kirrmaier. Die Designerin schreibt dazu, dass sie vom Gedanken an Spaziergänge am Strand in Kalifornien zu diesem Pulli inspiriert wurde. Gegen kalifornische Strände hätte ich jetzt auch nichts einzuwenden. Hier hat es heute nach ein paar schönen Tagen wieder angefangen zu schneien. Wenn das so weitergeht, werden wir am Sonntag die Ostereier im Schnee suchen können …

Den Shellseeker – oder auch Muschelsucher – habe ich aus zwei Überlegungen rausgesucht. Erstens hatte mir die Lana Grossa Nuvola, aus der ich die Mütze Meret gestrickt hatte, wahnsinnig gut gefallen. Die Wolle ist super flauschig und verstrickt sich sehr angenehm. Da sie leider von Lana Grossa nicht mehr produziert wird, hatte ich kurzerhand online eine größere Bestellung – praktischerweise zu reduziertem Preis – aufgegeben. Allerdings ist die Wolle nach dem Waschen bei Meret etwas labbrig geworden. Nicht so sehr, dass es mich stört, aber doch so sehr, dass ich mir dachte, dass ein Kuschelpullover, der auch etwas schlabbrig werden kann, dafür die beste Idee ist. Zweitens ist der Muschelsucher von oben in Runden gestrickt und wird damit meinem Vorsatz gerecht, bei jedem Projekt etwas Neues zu lernen. Ausnahmen sind natürlich möglich, wenn ich ein Teil dringend haben will oder ich ein Geschenk brauche oder oder oder 🙂

Leider gab es nicht mehr genug von dem hellblau, dass ich bei Meret verwendet hatte, so dass ich keine Streifen machen konnte. Doch ein Knäuel in hellblau habe ich noch übrig, um damit hellblaue Akzente an die Bündchen zu machen. Die Anleitung für den Muschelsucher ist sehr ausführlich und klar geschrieben. Weil ich sofort loslegen wollte, habe ich auf eine Maschenprobe verzichtet. Wenn man es genau betrachtet, ist der Anfang eines von oben in Runden gestrickten Pullovers doch eine Maschenprobe, oder? Ich hatte Glück – die „Maschenprobe“ passt. Natürlich habe ich – trotz guter Vorsätze – nicht alle Maße in der Anleitung mit meinen Maßen verglichen. Zu heiß war ich darauf, endlich anfangen zu können. Vom Brustumfang her brauche ich Größe M, aber im Laufe des Werkprozesses musste ich feststellen, dass ich zwischen den Größen hin- und herschwanke (leider meist in Richtung L und nicht in Richtung S, aber man kann nicht alles haben).

Zuerst habe ich die Raglanzunahmen bis zur Maschenzahl für Größe M gemacht, kurz angehalten, dann die Ärmelmaschen stillgelegt und mit dem Körper angefangen. Ich hatte schon ein ungutes Gefühl dabei. Sah etwas klein aus. Nach wenigen Zentimetern habe ich es dann doch anprobiert – zum Glück. Der Pulli spannte unter den Armen. Also nochmal ein Stück aufgeribbelt, GEMESSEN, mit der Anleitung verglichen (ich weiß, ich weiß, wenn ich das am Anfang gemacht hätte, hätte ich Arbeit gespart) und die Raglanzunahmen bis zur Maschenzahl für Größe L gemacht. Dann habe ich ein schlechtes Meß-Gewissen bekommen und nicht nur noch einmal meinen Brustumfang gemessen, sondern auch einen Pulli aus dem Schrank gesucht, der ungefähr so sitzt, wie ich mir das für den oberen Teil des Shellseekers vorstelle und den auch vermessen. Siehe da, ein winziges bisschen kleiner, als die Maschenzahl für Größe M. Also habe ich kurzerhand in den ersten Runden seitlich abgenommen, bis ich bei der gewünschten Maschenzahl war. Das passt und sieht unter den Ärmeln auch nicht komisch aus. Man könnte fast meinen, dass diese Dreiecksform so sein soll.

Ein bisschen langweilig ist so ein großes dunkelblaues Strickstück in glatt rechts schon, aber es fühlt sich einfach toll an! Beim Muschelsucher wird ab Busenhöhe am Vorderteil seitlich abgenommen und in der Mitte zugenommen, die Maschenzahl bleibt aber gleich. Zuerst habe ich mich gefragt, was das wohl soll, aber dadurch ändert sich die Form. Der Pulli liegt am Rücken schöner an und beult sich vorne etwas aus, was durch den Übergang zur Tasche sehr stimmig aussieht. Auch diesen Teil musste ich zweimal machen. Vor dem Beginn der Zunahmen musste ich noch einige Runden mehr stricken, weil sonst die Linien der Zunahmen bei mir über dem Busen angefangen hätten. Das hätte bestimmt doof ausgesehen. Dadurch ist natürlich die Tasche weiter nach unten gerutscht – sah auch wieder doof aus. Also habe ich kurzerhand – klar erstmal wieder aufgeribbelt – und dann weniger Reihen zwischen den Zu- und Abnahmen gelassen als vorgesehen und nur bis zur Maschenzahl für die Tasche für Größe M gestrickt. Der Rest bis zum Bündchen ging dann glatt. Ich habe zwar ein bißchen gebraucht, bis ich die Anleitung für die Tasche verstanden habe, aber wenn man genau macht, was da steht, funktioniert es auch.

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Das Bündchen hat mir nach der Anleitung nicht gefallen. Es setzt direkt unter dem Innenteil der Tasche an und wölbt sich dadurch – zumindest bei mir – etwas nach vorne. Auch der längere Zipfel hinten, der auf den Fotos im Netz so toll aussieht, sieht bei mir irgendwie doof aus. Also wieder aufgeribbelt, ein paar cm glatt rechts und dann ein paar cm normales Bündchen mit einem hellblauen Streifen in der Mitte gestrickt. Ich bin richtig stolz auf mich, dass ich daran gedacht habe, wie man bei einem Bündchen aus rechten und linken Maschen saubere Farbübergänge hinbekommt. Man strickt einfach die jeweils erste Reihe der neuen Farbe in glatt rechts und danach im Bündchenmuster weiter. Das fällt kaum auf. Zwar wird das Bündchen etwas weniger elastisch aber das finde ich nicht so schlimm wie unsaubere Farbübergänge.

Gestern abend habe ich mit dem ersten Ärmel angefangen. Die Maschenzahl ist natürlich etwas viel für meinen Arm, also habe ich unter dem Arm – ähnlich wie beim Körper – wieder abgenommen. Ich bin jetzt bei einer Maschenzahl, die zwischen der für L und M liegt. Mal sehen, ob ich damit hinkomme. Während ich die Ärmel weiterstricke, habe ich noch genug Zeit, mir Gedanken zu machen, was ich am Halsausschnitt ändere. Derzeit ist er mir noch zu langweilig. Meine aktuelle Idee ist, einen Teil abzunehmen und dann in die andere Richtung ein Bündchen in hellblau anzustricken. Mal sehen, was ich dann tatsächlich mache. Bis zum Abschluss der Ärmel wird es bestimmt noch ein bißchen dauern.

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