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Der Cypress Cardigan ist der erste Pullover, den ich in Einzelteilen stricke. Das stricken ging auch super und gefühlt schneller als in Runden. Doch vor dem Einsetzen der Armkugeln hatte ich richtig Bammel. Den schönen Cardigan durch schlampige Nähte verhunzen, das wollte ich nicht. Tagelang – nein, wochenlang habe ich das vor mir hergeschoben. Letzte Woche habe ich mir dann endlich einen Ruck gegeben und habe tatsächlich inzwischen beide Armkugeln drin und alle Nähte geschlossen. Pro Armkugel habe ich einen Abend gebraucht. Ich denke aber, dass das beim nächsten Mal etwas schneller gehen sollte.

Jetzt ist der Cardigan gewaschen und schon fast trocken. Morgen oder übermorgen kann ich hoffentlich die Knöpfe annähen. Das hatte ich vorher noch nicht gemacht, da ich mich so schwer entscheiden konnte, welche es werden sollen. Ich habe mich jetzt für die blauen Knöpfe entschieden.

Cypress Cardigan 1

Für das Einnähen der Armkugeln habe ich mich an diese Anleitung von Amy Herzog gehalten. Sie benutzt Maschenmarkierer, um Armausschnitt und Armkugel provisorisch zu fixieren, bevor sie die Naht schließt. Das hat bei mir gut geklappt. Ich finde, dass das Ergebnis recht sauber aussieht. Ich bin schon ganz gespannt, ob der Cardigan nachher auch gut passt. Vor dem Waschen (auf das Waschen und Spannen der Einzelteile hatte ich verzichtet, da ich fürchtete, dass mir das Bambusgarn ohne Nähte völlig aus der Form geraten würde) war er etwas zu eng. Da die Maschenprobe nach dem Waschen auch gewachsen ist, mache ich mir erstmal keine Sorgen.

Einer meiner Lieblingsdesigner ist Glenna C.  Wer Zopfmuster mag, kommt an ihren Modellen nicht vorbei. Vor allem die Pullover und Strickjacken sind wunderschön. Bisher habe ich mich an ihre gemusterten Modelle noch nicht herangetraut. Diesen Winter soll das anders werden.

Wie praktisch, dass ich heute früh gesehen habe, dass sie bis einschließlich morgen einen Birthday Sale (25% Rabatt) auf alle selbst veröffentlichten Modelle hat. Da sind doch glatt drei Anleitungen in meinen Einkaufskorb gewandert. Der Jackson Creek Cardigan, der Locke St. Cardigan und die Viper Pilot Socks.

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Mal sehen, ob ich die bis zum Frühling alle schaffe …

P.S.: Da ich derzeit nicht an meinen Computer komme, blogge ich vom iPad. Da geht das Einfügen von Links so bescheiden, dass ich Euch nur die Überblick-Seite verlinkt habe.

Kaum war der grüne Kinderpullover fertig, musste natürlich das nächste Projekt her. Klar, ich habe noch Socken und eine Mütze auf den Nadeln, aber die zählen doch kaum, oder? Zur Zeit bin ich ganz begeistert von der Idee, mir total viele gut passende Pullover zu stricken.

Den passenden Pulli hatte ich mir schon länger ausgesucht – Parcel von Carol Feller. Passende Wolle in pink oder türkis hatte ich auch noch da. Worauf also warten. Doch ich war unschlüssig. Zu gerne hätte ich eine Pullover mit richtig vielen Zöpfen gemacht. Von glatt rechts hatte ich erst mal die Nase voll. Aber ich habe nicht das richtige gefunden. Entweder kein passendes Modell und die, die mir richtig gut gefallen hatten, waren für Wolle mit einer anderen Lauflänge gedacht. Neue Wolle kaufen wollte ich nicht, habe ich doch Wolle in Pullovermenge für sechs Pullover hier. Umrechnen bei vielen Zöpfen – das habe ich mir dann doch nicht zugetraut. Als ich schon fast dabei war, einen Pulli, der mir gar nicht so gut gefallen hat, anzufangen nur weil er viele Zöpfe hat, bin ich wieder zu mir gekommen.

Parcel sollte es sein. Ganz brav habe ich zwei Maschenproben in 3,5 und 3 mm Nadelstärke gemacht und vor und nach dem Waschen gemessen. Gestern abend habe ich dann den Pullover auf meine Maße umgerechnet und mich schon darauf gefreut, heute nach der Arbeit die ersten Maschen anzuschlagen. Zuhause angekommen bin ich noch einmal zur Besinnung gekommen. Ein Pullover. In Runden von unten gestrickt. Die Ärmel von oben angestrickt. Aus reiner Merinowolle. Im Hochsommer. Ich glaube, ich war nicht ganz bei Trost. Das verschiebe ich lieber auf den Herbst.

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Ich habe hier noch blaues Garn aus Bambus und Polyzeugs. Daraus will ich jetzt – klar – einen Pullover machen. Aber einen, der in Einzelteilen gestrickt wird. Ich hoffe, dass das besser geht, wenn ich nicht einen ganzen Wollpulli auf dem Schoß habe. Einen Vorteil hat das aber. Die Strickjacke, die ich mir ausgesucht habe, ist aus dem Buch „knit to flatter“ von Amy Herzog. Da kann ich doch den Craftsy Kurs von Amy Herzog weitermachen. Und dann stricke ich die Strickjacke aus ihrem Buch mit den Hilfen aus dem Kurs. Die Maschenprobe kann ich ja machen, während ich die Kursvideos ansehe. Zur Not kann ich dann immer noch parallel am Socken weiterstricken, der geht auch ohne Hinsehen.

Das klingt nach einem Plan.

P.S.: Ich habe gerade gesehen, dass heute der Kurs von Amy Herzog und noch viele andere Strickkurse auf Craftsy reduziert sind. Da findet Ihr bestimmt etwas, was Euch interessiert. Wer skeptisch ist, kann ja zunächst einen der kurzen kostenlosen Kurse machen. Gut Englisch sollte man allerdings können dafür (Ich bekomme auch keine Provision von denen …)

Ich gehe jetzt  kurz stöbern, ob ich noch einen Kurs finde, den ich gerne machen möchte.

Jetzt sind es schon ein paar Wochen, seit ich meinen Firelight-Pullunder endlich fertiggestellt habe. Deshalb gibt es heute Fotos vom fertigen Objekt sowie ein kurzes Résumé.

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Muster: Firelight von Ágnes Kutas-Keresztes aus der Knitty Winter 2011

Wolle: Zitron Lifestyle, 100% Merino, Lauflänge 155m/50g, bei Ravelry gelistet als „Sport weight“ in rot

Nadelstärke: 3,5mm (Bündchen und Blenden 3 mm)

Der Pullunder gefällt mir richtig gut und er sitzt toll. Schade nur, dass ich so lange (2 Monate) gebraucht habe, um ihn zu stricken, denn seitdem er fertig ist, ist das Wetter so toll, dass ich keinen Pullunder brauche. Ich wittere da einen Zusammenhang. Wer weiß, wenn ich schneller gewesen wäre, hätte der Sommer vielleicht schon früher Einzug gehalten. 😉

Firelight wird von unten in Runden in glatt links gestrickt. An den Armausschnitten wird dann geteilt und in Hin- und Rückreihen gearbeitet. Die einzige Nacht ist an den Schultern. Ich habe sie im Maschenstich Matratzenstich (das kommt davon, wenn man sich beim Schreiben unterhält) gemacht, damit sie stabiler ist. Am Ausschnitt und den Armausschnittkanten werden neue Maschen aufgenommen und eine Blende angestrickt. Für die Aufnahme der Maschen habe ich zunächst eine Reihe Kettmaschen auf den Pullunder gehäkelt und dann jeweils unter dem Maschenschenkel eingestochen, der näher am Rand liegt. Verändert habe ich nur die Position der Taille, die habe ich auf meine Körpermaße angepasst.

Durch das verhältnismäßig dünne Garn, die vielen linken Maschen und eine Phase, in der ich abends oft zu müde war, um viel zu stricken, hat Firelight recht lange gedauert. Glatt links hatte ich mir absichtlich ausgesucht, weil ich linke Maschen üben wollte. Ich stricke sonst sehr viel in Runden glatt rechts, daher fehlte mir Übung.

Nun, Übung hatte ich jetzt mehr als genug, danke schön. Wenn ich den Pullunder noch einmal machen würde, würde ich ihn nicht in Runden sondern in Teilen stricken. Die Zöpfe bewegen sich in jeder zweiten Runde, daher wäre es kein Problem, in Hin- und Rückreihen zu arbeiten und schneller wäre es auch noch. Einzig in dem Teil mit den Flammen ganz unten passiert auch mal was in jeder Runde, allerdings nur ungefähr zwei Mal. Das sollte also zu schaffen sein.

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Die Flammen finde ich richtig klasse. Außerdem bauschen sich die Zöpfe einmal zur einen und einmal zur anderen Seite aus, so dass sie lebendiger wirken. Ich freue mich schon sehr auf eine Gelegenheit Firelight auszuführen.

Es hat geklappt. Durch die Strickbeutel-Nähaktion am Samstag habe ich schon am Sonntag meine Stricklaune wiedergefunden. Zum Beweis hier eine Momentaufnahme von meinem Sonntag Nachmittag.

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Auch wenn es auf dem Foto nicht so aussieht, habe ich tatsächlich gestrickt und nicht nur Kaffee getrunken. Der Pullunder ist „Firelight“ aus Knitty. Er gefällt mir immer noch richtig gut, aber der Strickprozess ist für mich quälend langsam. Der Pullunder wird von unten in Runden gestrickt und die Zöpfe sind auf einem glatt linken Hintergrund. Da ich bisher viele Projekte in Runden glatt rechts gestrickt hatte, dachte ich, dass das eine gute Übung sei, um bei linken Maschen schneller zu werden.

Ja, es ist eine gute Übung. Doch bin ich mir nicht mehr ganz sicher, warum ich mir dafür ein Projekt ausgesucht habe, das auch noch mit Nadelstärke 3,5 und recht dünner Wolle gestrickt wird. Seit ich an dem Armausschnitten angekommen bin und in Hin- und Rückreihen arbeite, geht es auf jeden Fall schneller. Der Ergebnis ist die Mühe jedoch auf jeden Fall wert. Es fehlen zwar noch die Blenden an Ausschnitt und Armausschnitten, doch bereits jetzt bin ich mit dem Ergebnis richtig zufrieden. Schaut mal.

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Die Flammen am unteren Rand hier noch einmal in Nahaufnahme.

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Die nächsten Tage werde ich leider nicht zum Stricken kommen, doch für Sonntag habe ich mir die Blenden vorgenommen. Drückt mir die Daumen, dass ich das sauber hinbekomme.

Schon wieder ist neue Wolle bei mir eingezogen. Zuerst hat mir mein Lieblingsmann zum Geburtstag etwas ganz Feines geschenkt. Die Wolle ist kuschelweich, hat einen Seidenanteil und einen traumhaften Farbverlauf. Die hat er selber ausgesucht. Seht selbst.

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Sie ist in dünner Sockenwollenstärke und die Menge reicht für ein schönes Tuch. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, welches ich damit mache.

Tja, an sich habe ich mehr als genug Garn in meinem Stash. Ich hab das mal durchgezählt. Es wäre genug für acht Pullover oder Westen. Alles was nicht für einen Pullover reicht ist dabei noch gar nicht mitgezählt. Da kommt noch mal so einiges zusammen. Ganz zu schweigen von den zwei Boxen mit Sockenwolle. Nein nein, ich meine keine kleinen Boxen sondern diese großen Plastik-Stapelboxen.

Doch dann habe ich gesehen, dass bei Drops im Mai auf viele Artikel 35% Rabatt gegeben wird. Da bin ich schwach geworden. Die Wolle wird doch schließlich nicht schlecht und früher oder später werde ich sie bestimmt verstricken …

Gestern ist dann das Paket angekommen. Genug Wolle für zwei weitere Pullover. Und da der überwiegende Teil der Wolle in meinem Stash in eher gedeckten Farben gehalten ist, war das schon eher ein Vernunftkauf.

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So, jetzt mache ich mich daran, erstmal das zu verstricken, was ich schon auf den Nadeln habe. Schließlich habe ich noch den ganzen Feiertag dafür Zeit. Ich wünsche Euch einen angenehmen Feiertag.

Juhu, ich habe es geschafft. Mein Muschelsucher ist gesteekt, gewaschen und trocknet gerade langsam vor sich hin.

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Die Anleitung war Shellseeker von Heidi Kirrmaier, die Wolle Nuvola von Lana Grossa. Der Pullover wird als Raglan von oben in Runden gestrickt.

Mit dem Ausschnitt aus der Anleitung war ich nicht glücklich. Zu viel Stoff am Hals, zu dunkelblau, zu langweilig.

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Deshalb habe ich den oberen Teil abgetrennt und von unten her ein neues Halsbündchen in hellblau angestrickt.

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Zum Schluss noch gesteekt, mit Ösen versehen und aus der hellblauen Wolle eine Kordel gedreht.

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Mit dem Ergebnis bin ich richtig zufrieden. 🙂

Der Halsausschnitt meines Shellseekers ist immer noch verbesserungswürdig. Nach dem Hinweis auf die Nähmaschine hat sich die eine oder andere bestimmt schon denken können, was ich mit dem Ausschnitt vorhabe. Im meiner ständig wachsenden Strickbuchsammlung findet sich unter anderem das Buch „Custom Knits“ von Wendy Bernard. Bei der Suche nach meinem Anschlusspullover (zur Umgehung des SAS vielleicht einer ohne Ärmel …) bin ich dort auf den Pullover Updated Old Classic gestoßen. So ein Ausschnitt soll es werden. Nein, nicht so tief wie auf dem oberen Foto, eher wie auf dem unteren, keine Sorge. Dieser Ausschnitt erschien mir wie die Lösung all meiner Probleme, denn so konnte ich:

1. Den Ausschnitt noch im nachhinein ändern, da er gesteekt wird.

2. Ein vertikales Element hinzufügen, um nicht so eine große ununterbrochene Fläche unter dem Hals zu haben.

3. Mit einer Kordel in hellblau noch einen Farbtupfer hinzufügen.

4. Die Nietzange bei Tschibo kaufen, für die mir vorher noch eine Begründung gefehlt hatte und die ich wenige Tage zuvor unter dem vorwurfsvollem Blick meines Lieblingsmanns ins Regal zurückgelegt hatte.

Ein Problem war dadurch allerdings noch nicht gelöst. Steeken hatte ich noch nie ausprobiert und beim Gedanken, einfach in so viel Arbeit mit einer Schere zu schneiden, wurde mir seeehr mulmig. Daher habe ich das Ganze erstmal an einem Probestück ausprobiert.

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Die Nähte habe ich zur besseren Sichtbarkeit in hellgrau gemacht.

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Aufgeschnitten erinnert es schon vage an das, was es mal werden soll.

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Auf der Rückseite erstmal festgesteckt.

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Dann vernäht.

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Jetzt mit Ösen.

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Und zuletzt zum Testen ein kurzes Kordelstück gedreht und eingefädelt. Sieht doch wie ein Ausschnitt aus, oder? Ich habe es schon an den Pulli angehalten. Gefällt mir.

Dann also sofort auf zum Steeken des Shellseekers? Halt halt, nicht so voreilig. Meine Erfahrungen der Probeaktion:

1. Faden in Kontrastgarn ist unpraktisch, weil man ihn am unteren Rand noch sieht.

2. Die Ösen lassen sich seeehr schwer anbringen. Entweder ich hab den Dreh einfach noch nicht raus, oder ich brauche Hilfe von jemandem mit mehr Kraft.

3. Heute bin ich zu ungeduldig, um richtig sauber zu arbeiten.

Das heißt somit, dass der Shellseeker noch ein bisschen auf die Weiterverarbeitung warten muss, bis ich wieder geduldiger bin und außerdem der Lieblingsmann wieder da ist, um die Nietenzange zu bedienen. Der wird sich freuen, wenn er Freitag Abend nach Hause kommt und erstmal mit einem Pullover und einer Nietenzange überfallen wird 🙂

SSS oder auch Second Sock Syndrom kenne ich. Durch den ersten Socken saust man noch so durch, ist begeistert über die Farbkombination und freut sich über das Ergebnis. Juhu, ein Socken fertig! Doch dann kommt die Ernüchterung. Ein zweiter Socken muss noch dazu. Für Einzelsocken gibt es einfach zu wenig Anwendungsmöglichkeiten. Idealerweise sollte der zweite Socken auch noch genauso aussehen wie der erste. Das kann schon mal zur Ernüchterung, manchmal sogar zur Verzweiflung führen.

Gestern musste ich leider feststellen, dass es außer SSS noch ein anderes Übel gibt, dass auch die begeistertste Strickerin befallen kann: SAS – Second Arm Syndrom.

Was war passiert? Den ersten Ärmel des Muschelsuchers hatte ich noch mit Elan gestrickt. Endlich kein endloser Körper in glatt rechts mehr. Ärmel sind doch viel kleiner und bestimmt ganz fix fertig. Angefangen mit einem Nadelspiel, nach ein paar Reihen festgestellt, dass das Maschenbild viel fester wird als auf der Rundstricknadel, kein größeres Nadelspiel dabeigehabt,  kurz nach einer Anleitung für Magic loop auf Youtube geschaut und dann noch einmal mit viel Schwung losgelegt. Ein Abend vor dem Fernseher, Autofahrt zur Familie, ein gemütlicher Abend dort und schwupp, erster Ärmel fertig.

Doch dann hat es mich überfallen. Aus dem Hinterhalt. Das Second Arm Syndrom. Auf der Rückfahrt hatte ich – ganz untypisch –  zunächst überhaupt keine Lust zum Stricken. Nach dem ersten Tankstopp habe ich mich aufgerafft. Anfangen ließ mich nur der Gedanke daran, dass auch der längster Ärmel einmal zu Ende geht. Außerdem sähe ein Pulli mit einem langen und einem kurzen Ärmel leider nicht wie ein Designerstück sondern einfach nur unfertig aus.

Abends vor dem Fernseher,  während Roland Emmerich in 2012 die Welt untergehen ließ, hatte ich ähnliche Gedanken beim Stricken des Ärmels of Doom. Auf einem anderen Kanal lief „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Ich fühlte mich eher wie die „Gefangene des Ärmels“. Auch „Harry Potter und der Ärmel des Schreckens“ wäre bestimmt kein Straßenfeger. Vielleicht „Ein Käfig voller Ärmel“. Leider kommt ein Ärmel selten allein. Doch immer noch besser als „Drei Ärmel für Charlie“. Oder der neue Horrorfilm für Strickfreunde „Vier Ärmel für ein Halleluja“. Ein bisschen muss ich noch durchhalten, damit ich aus vollem Herzen sagen kann

Ärmel gut, alles gut.

Mein aktuelles Großprojekt ist der Pullover Shellseeker von Heidi Kirrmaier. Die Designerin schreibt dazu, dass sie vom Gedanken an Spaziergänge am Strand in Kalifornien zu diesem Pulli inspiriert wurde. Gegen kalifornische Strände hätte ich jetzt auch nichts einzuwenden. Hier hat es heute nach ein paar schönen Tagen wieder angefangen zu schneien. Wenn das so weitergeht, werden wir am Sonntag die Ostereier im Schnee suchen können …

Den Shellseeker – oder auch Muschelsucher – habe ich aus zwei Überlegungen rausgesucht. Erstens hatte mir die Lana Grossa Nuvola, aus der ich die Mütze Meret gestrickt hatte, wahnsinnig gut gefallen. Die Wolle ist super flauschig und verstrickt sich sehr angenehm. Da sie leider von Lana Grossa nicht mehr produziert wird, hatte ich kurzerhand online eine größere Bestellung – praktischerweise zu reduziertem Preis – aufgegeben. Allerdings ist die Wolle nach dem Waschen bei Meret etwas labbrig geworden. Nicht so sehr, dass es mich stört, aber doch so sehr, dass ich mir dachte, dass ein Kuschelpullover, der auch etwas schlabbrig werden kann, dafür die beste Idee ist. Zweitens ist der Muschelsucher von oben in Runden gestrickt und wird damit meinem Vorsatz gerecht, bei jedem Projekt etwas Neues zu lernen. Ausnahmen sind natürlich möglich, wenn ich ein Teil dringend haben will oder ich ein Geschenk brauche oder oder oder 🙂

Leider gab es nicht mehr genug von dem hellblau, dass ich bei Meret verwendet hatte, so dass ich keine Streifen machen konnte. Doch ein Knäuel in hellblau habe ich noch übrig, um damit hellblaue Akzente an die Bündchen zu machen. Die Anleitung für den Muschelsucher ist sehr ausführlich und klar geschrieben. Weil ich sofort loslegen wollte, habe ich auf eine Maschenprobe verzichtet. Wenn man es genau betrachtet, ist der Anfang eines von oben in Runden gestrickten Pullovers doch eine Maschenprobe, oder? Ich hatte Glück – die „Maschenprobe“ passt. Natürlich habe ich – trotz guter Vorsätze – nicht alle Maße in der Anleitung mit meinen Maßen verglichen. Zu heiß war ich darauf, endlich anfangen zu können. Vom Brustumfang her brauche ich Größe M, aber im Laufe des Werkprozesses musste ich feststellen, dass ich zwischen den Größen hin- und herschwanke (leider meist in Richtung L und nicht in Richtung S, aber man kann nicht alles haben).

Zuerst habe ich die Raglanzunahmen bis zur Maschenzahl für Größe M gemacht, kurz angehalten, dann die Ärmelmaschen stillgelegt und mit dem Körper angefangen. Ich hatte schon ein ungutes Gefühl dabei. Sah etwas klein aus. Nach wenigen Zentimetern habe ich es dann doch anprobiert – zum Glück. Der Pulli spannte unter den Armen. Also nochmal ein Stück aufgeribbelt, GEMESSEN, mit der Anleitung verglichen (ich weiß, ich weiß, wenn ich das am Anfang gemacht hätte, hätte ich Arbeit gespart) und die Raglanzunahmen bis zur Maschenzahl für Größe L gemacht. Dann habe ich ein schlechtes Meß-Gewissen bekommen und nicht nur noch einmal meinen Brustumfang gemessen, sondern auch einen Pulli aus dem Schrank gesucht, der ungefähr so sitzt, wie ich mir das für den oberen Teil des Shellseekers vorstelle und den auch vermessen. Siehe da, ein winziges bisschen kleiner, als die Maschenzahl für Größe M. Also habe ich kurzerhand in den ersten Runden seitlich abgenommen, bis ich bei der gewünschten Maschenzahl war. Das passt und sieht unter den Ärmeln auch nicht komisch aus. Man könnte fast meinen, dass diese Dreiecksform so sein soll.

Ein bisschen langweilig ist so ein großes dunkelblaues Strickstück in glatt rechts schon, aber es fühlt sich einfach toll an! Beim Muschelsucher wird ab Busenhöhe am Vorderteil seitlich abgenommen und in der Mitte zugenommen, die Maschenzahl bleibt aber gleich. Zuerst habe ich mich gefragt, was das wohl soll, aber dadurch ändert sich die Form. Der Pulli liegt am Rücken schöner an und beult sich vorne etwas aus, was durch den Übergang zur Tasche sehr stimmig aussieht. Auch diesen Teil musste ich zweimal machen. Vor dem Beginn der Zunahmen musste ich noch einige Runden mehr stricken, weil sonst die Linien der Zunahmen bei mir über dem Busen angefangen hätten. Das hätte bestimmt doof ausgesehen. Dadurch ist natürlich die Tasche weiter nach unten gerutscht – sah auch wieder doof aus. Also habe ich kurzerhand – klar erstmal wieder aufgeribbelt – und dann weniger Reihen zwischen den Zu- und Abnahmen gelassen als vorgesehen und nur bis zur Maschenzahl für die Tasche für Größe M gestrickt. Der Rest bis zum Bündchen ging dann glatt. Ich habe zwar ein bißchen gebraucht, bis ich die Anleitung für die Tasche verstanden habe, aber wenn man genau macht, was da steht, funktioniert es auch.

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Das Bündchen hat mir nach der Anleitung nicht gefallen. Es setzt direkt unter dem Innenteil der Tasche an und wölbt sich dadurch – zumindest bei mir – etwas nach vorne. Auch der längere Zipfel hinten, der auf den Fotos im Netz so toll aussieht, sieht bei mir irgendwie doof aus. Also wieder aufgeribbelt, ein paar cm glatt rechts und dann ein paar cm normales Bündchen mit einem hellblauen Streifen in der Mitte gestrickt. Ich bin richtig stolz auf mich, dass ich daran gedacht habe, wie man bei einem Bündchen aus rechten und linken Maschen saubere Farbübergänge hinbekommt. Man strickt einfach die jeweils erste Reihe der neuen Farbe in glatt rechts und danach im Bündchenmuster weiter. Das fällt kaum auf. Zwar wird das Bündchen etwas weniger elastisch aber das finde ich nicht so schlimm wie unsaubere Farbübergänge.

Gestern abend habe ich mit dem ersten Ärmel angefangen. Die Maschenzahl ist natürlich etwas viel für meinen Arm, also habe ich unter dem Arm – ähnlich wie beim Körper – wieder abgenommen. Ich bin jetzt bei einer Maschenzahl, die zwischen der für L und M liegt. Mal sehen, ob ich damit hinkomme. Während ich die Ärmel weiterstricke, habe ich noch genug Zeit, mir Gedanken zu machen, was ich am Halsausschnitt ändere. Derzeit ist er mir noch zu langweilig. Meine aktuelle Idee ist, einen Teil abzunehmen und dann in die andere Richtung ein Bündchen in hellblau anzustricken. Mal sehen, was ich dann tatsächlich mache. Bis zum Abschluss der Ärmel wird es bestimmt noch ein bißchen dauern.

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