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Der aufmerksame Betrachter dieses Bildes wird sich fragen: „Wieso zum Geier macht sie drei Handschuhe? Der Mensch hat doch nur zwei Hände!“

Podster Gloves 1

Nun habe ich zwar schon öfter den Tipp gesehen, man solle möglichst drei Handschuhe machen, damit man gleich einen Ersatz hat, wenn einer verloren geht. Doch so organisiert bin ich normalerweise nicht. Außerdem finde ich den Gedanken, der dahinter steht, etwas traurig. Ich möchte doch nicht schon bei der Herstellung davon ausgehen, dass ein Teil früher oder später nicht wieder auffindbar sein wird.

Für Kinderhandschuhe sehe ich das ein. Für die ganz Kleinen verbindet man die Handschuhe noch mit einer Schnur. Früher oder später geht das aber nicht mehr, weil so was natürlich nur Babys tragen. Trotzdem ist das Kind aber noch zu klein, um auf seine Sachen zu achten.

Hier ist die Lage jedoch ganz anders. Am nächsten Foto kann man es erkennen.

Podster Gloves 2

Zwischen dem linken und dem rechten Handschuh liegt ein dreiviertel Jahr. Anscheinend stricke ich inzwischen lockerer als früher. (Ja, es ist ganz sicher die gleiche Nadelstärke und sogar dasselbe Nadelspiel.) Jetzt wird mir auch klar, wieso ich früher die größte angegebene Nadelstärke nehmen musste, um die empfohlene Maschenprobe zu erreichen und inzwischen die kleinste. Da die Wolle von unterschiedlichen Herstellern war, hatte ich das bisher auf Unterschiede zwischen den Garnfirmen geschoben.

Meist versuche ich, nicht zu viele Projekte gleichzeitig auf den Nadeln zu haben. Trotzdem sammeln sie sich immer wieder an. Zu groß ist die Versuchung, etwas Neues anzuschlagen. Etwa weil ich eine tolle Anleitung gefunden habe, die ich unbedingt ausprobieren möchte oder weil ein spontaner Wollkauf nach Verarbeitung drängt.

Wie sieht es in meiner Projektliste derzeit aus? Noch in den letzten Zügen der Fertigstellung eines Pullovers in dunkel-dunkel-dunkelblau in Verbindung mit dem trüben Wetter habe ich Socken in fröhlichen Farben angeschlagen.

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Als nächstes großes Projekt habe ich mir eine Weste rausgesucht. Die Beschaffung des passenden Garns erwies sich als langwieriger als angenommen. Währenddessen war ein buntes Knäuel Sockenwolle in meine Einkaufstüte gehüpft, das natürlich auch nach Verarbeitung drängte. Ein Schultertuch wurde angeschlagen.

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Dann kam die bestellte Wolle für die Weste endlich an und damit begannen meine Sorgen. Was tun? Zuerst die Socken fertigstellen? Zuerst das Schultertuch fertigstellen? Oder doch gleich mit der Weste anfangen. Bei einem so schönen rot kann man nur schwerlich widerstehen.

Socken – die sind das Mitnahmeprojekt. Wenn ich die fertigstelle, dann muss ich zwangsläufig neue Socken anschlagen. Dann habe ich zwar fertige Socken aber immer noch mehrere Projekte gleichzeitig. Das ist also keine Lösung.

Dann also das Tuch fertigstellen. An sich klingt das logisch. Wenn man schön brav der Reihe nach ein Projekt nach dem anderen arbeitet, dann hat man schneller ein Ergebnis. Und schafft wahrscheinlich, weil man diszipliniert arbeitet, insgesamt in einem Jahr mehr Sachen, als wenn man immer zwischen den einzelnen hin- und herspringt und sich immer wieder neu in die Anleitung hineindenken muss. Von Projekten, die zur Seite gelegt wurden und seit Monaten auf ihre Fertigstellung harren, jetzt mal ganz zu schweigen (irgendwo habe ich doch noch die angefangenen Handschuhe … egal, die kommen im Herbst wieder dran).

Also strickte ich brav an meinem Schultertuch weiter. Die rote Wolle sah mich vorwurfsvoll an doch ich blieb standhaft. Mehrere Tage. Doch gestern dann hielt ich es nicht mehr aus. Eine kleine Maschenprobe ist doch gar kein richtiger Anfang. Das ist nur die Vorarbeit. Genauso wie das Vergleichen der Maße mit meinen Körpermaßen und Berechnen der Änderungen. Also fix die Maschenprobe angeschlagen. Während sie nach dem Waschen vor sich hin trocknete am Socken weitergestrickt.

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Heute bin ich mir sicher, dass es ein Denkfehler ist, dass man mit einem Projekt zur Zeit mehr schafft. Schließlich geht es darum, die verfügbare Zeit optimal auszunutzen. Mit mehreren Projekten gleichzeitig kann man sich immer das raussuchen, auf das man gerade am meisten Lust hat. Damit strickt man also ingesamt mehr Stunden in der Woche. Ein kleines Projekt, dass man überall hin mitnehmen kann, erhöht die zur Verfügung stehende Zeit noch einmal. So braucht man zwar für ein Teil mehr Tage als wenn man am Stück stricken würde, aber aufs Jahr gerechnet denke ich, dass man mit mehreren Projekten gleichzeitig weiter kommt.

Theoretisch müsste man jetzt einen Selbstversuch zu diesem Thema starten. Der wird aber schwierig umzusetzen, da die Vergleichbarkeit der einzelnen Wochen fehlt. Folglich muss ich einfach mit der Annahme weitermachen. Auch nicht schlimm. Hauptsache Stricken macht Spaß – ob mit einem oder mehreren Projekten.

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