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Das Kinderzimmer brauchte dringend neue Vorhänge. Daher haben wir kurzerhand einen Ausflug zu einem bekannten schwedischen Möbelhaus gemacht. Die Fertigvorhänge haben uns dort aber nicht gefallen. Entweder der Kleine fand sie hässlich, sie verdunkelten nicht gut oder waren recht teuer. Außerdem widerstrebte es mir, für drei benötigte Vorhangschals vier kaufen zu müssen. Da kam mir die Idee – Vorhänge nähen, dass müsste ich doch eigentlich hinkriegen. Und fix gehen müsste das doch auch …

In der Stoffabteilung waren wir uns schnell einig und haben dreimal zwei laufende Meter Stoff erstanden. Die Vorrichtung zum Zuschneiden ist dort praktischerweise so, dass man auch als Ungeübter sauber und gerade abschneiden kann. Am Freitag habe ich erst mal mit einem Vorhang angefangen. Seiten umbügeln und absteppen – ging zwar langsam aber recht gut. Obere Kante umbügeln und absteppen – auch kein Problem. Die untere Kante habe ich erstmal unbearbeitet gelassen, da ich sichergehen wollte, dass alle Vorhänge gleich lang werden.

Bevor ich den nächsten Vorhang angefangen habe, habe ich zum Glück ein Probeaufhängen gemacht. Im Kinderzimmer ist noch vom Vormieter ein Schienensystem an der Decke angebracht. Die alten Vorhänge waren mit Gardinenaufhängern befestigt, die die Gardine mit Klemmen halten. Diese wollte ich auch für die neuen Vorhänge nutzen. Dabei hatte ich leider nicht bedacht, dass der neue Stoff viel schwerer ist als der alte. Gehalten hat das höchstens zwanzig Sekunden.

Praktischerweise hielt sich mein Lieblingsmann gerade im Baumarkt auf, so dass er problemlos Gardinenbindeband mitbringen konnte. Das habe ich dann oben an den Vorhang angenäht – hält. Kräuseln kann man damit zwar nicht mehr, da ich es geschafft habe, das Zugband ein paar mal mit festzusteppen. Das stört mich aber nicht, da ich sie sowieso nicht kräuseln möchte.

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Bei der dritten Gardine – inzwischen schon nachmittags – fing ich langsam an zu fluchen. Das dauerte schon viel länger als gedacht. Zugegebenermaßen habe ich zwischendurch noch das Mittagessen gekocht , aber ich hatte – wie üblich – die benötigte Zeit völlig falsch eingeschätzt. Endlich waren alle drei Schals so weit fortgeschritten, dass nur noch die untere Kante auf die richtige Länge gebracht werden musste. Dafür habe ich die Schals aufgehängt, zwei aneinanderstoßende Ecken auf eine passende Länge gesteckt, von der Decke aus die Länge gemessen und dann mit Hilfe meines Lieblingsmanns jeweils von der Decke aus gemessen die Länge ca. alle 30 cm mit Stecknadeln markiert. Umbügeln und Nähen ging dann tatsächlich schnell und das Kind hatte abends neue Vorhänge.  Meine Nähmaschine konnte ich danach erstmal nicht mehr sehen.

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Lange hält diese Gefühl bei mir aber nicht an. Gestern habe ich Stoff für eine Tischdecke gekauft. Den habe ich probeweise über den Tisch gelegt, um zu sehen, ob sie mir auch Zuhause noch gefällt und das Zimmer verlassen. Als ich zurückkam, war die Decke schon eingeweiht. Mein Lieblingsmann saß am Tisch und hatte schon die Wassergläser aufgestellt. Dass die Seitenkanten noch nicht umgenäht sind, war ihm gar nicht aufgefallen.

Heute habe ich in alten Fotos gestöbert und dabei einige Beweise dafür gefunden, dass meine Mutter schon früh versucht hat, mich mit ihrer Leidenschaft für selbstgestrickte Sachen anzustecken.

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Sieht so aus, als ob es funktioniert hat.

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Jetzt sind es schon ein paar Wochen, seit ich meinen Firelight-Pullunder endlich fertiggestellt habe. Deshalb gibt es heute Fotos vom fertigen Objekt sowie ein kurzes Résumé.

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Muster: Firelight von Ágnes Kutas-Keresztes aus der Knitty Winter 2011

Wolle: Zitron Lifestyle, 100% Merino, Lauflänge 155m/50g, bei Ravelry gelistet als „Sport weight“ in rot

Nadelstärke: 3,5mm (Bündchen und Blenden 3 mm)

Der Pullunder gefällt mir richtig gut und er sitzt toll. Schade nur, dass ich so lange (2 Monate) gebraucht habe, um ihn zu stricken, denn seitdem er fertig ist, ist das Wetter so toll, dass ich keinen Pullunder brauche. Ich wittere da einen Zusammenhang. Wer weiß, wenn ich schneller gewesen wäre, hätte der Sommer vielleicht schon früher Einzug gehalten. 😉

Firelight wird von unten in Runden in glatt links gestrickt. An den Armausschnitten wird dann geteilt und in Hin- und Rückreihen gearbeitet. Die einzige Nacht ist an den Schultern. Ich habe sie im Maschenstich Matratzenstich (das kommt davon, wenn man sich beim Schreiben unterhält) gemacht, damit sie stabiler ist. Am Ausschnitt und den Armausschnittkanten werden neue Maschen aufgenommen und eine Blende angestrickt. Für die Aufnahme der Maschen habe ich zunächst eine Reihe Kettmaschen auf den Pullunder gehäkelt und dann jeweils unter dem Maschenschenkel eingestochen, der näher am Rand liegt. Verändert habe ich nur die Position der Taille, die habe ich auf meine Körpermaße angepasst.

Durch das verhältnismäßig dünne Garn, die vielen linken Maschen und eine Phase, in der ich abends oft zu müde war, um viel zu stricken, hat Firelight recht lange gedauert. Glatt links hatte ich mir absichtlich ausgesucht, weil ich linke Maschen üben wollte. Ich stricke sonst sehr viel in Runden glatt rechts, daher fehlte mir Übung.

Nun, Übung hatte ich jetzt mehr als genug, danke schön. Wenn ich den Pullunder noch einmal machen würde, würde ich ihn nicht in Runden sondern in Teilen stricken. Die Zöpfe bewegen sich in jeder zweiten Runde, daher wäre es kein Problem, in Hin- und Rückreihen zu arbeiten und schneller wäre es auch noch. Einzig in dem Teil mit den Flammen ganz unten passiert auch mal was in jeder Runde, allerdings nur ungefähr zwei Mal. Das sollte also zu schaffen sein.

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Die Flammen finde ich richtig klasse. Außerdem bauschen sich die Zöpfe einmal zur einen und einmal zur anderen Seite aus, so dass sie lebendiger wirken. Ich freue mich schon sehr auf eine Gelegenheit Firelight auszuführen.

Faszinierend, wie sehr ich meine Strickgeschwindigkeit überschätze. Für etwas mehr als eine Woche, die wir unterwegs sind, habe ich drei Projekte eingepackt. Eine rote Mütze, Socken und genug Wolle für einen Kinderpullover. Bisher habe ich fast nur am Kinderpullover gestrickt und werde den wohl in dieser Woche nicht mehr fertig bekommen.

Der Kinderpullover ist klein genug, dass man ihn gut mitnehmen kann und zusätzlich ist es durchaus praktisch, wenn das dazugehörige Kind mehrere Wochen in meiner Nähe ist, um ihn anprobieren zu können.
Er hat sich grüne Wolle ausgesucht – Werdergrün. Eine Anleitung hatte ich schon gefunden und voller Begeisterung auch gleich gekauft. Das war ein Fehler. „Nicht so einen. Ein ganz normaler Pulli mit normalem Kragen.“ Wurde bestellt. Normaler Kragen heißt Rundhalsausschnitt.

Dumm nur, dass ich das Anleitungsbuch mit Tabellen für alle Größen und alle Garnstärken nicht mitgenommen habe. Auf Ravelry habe ich eine ganz lustige Methode für einen Raglan von oben gefunden, bei dem man seine Maschenprobe vermessen muss und vom Empfänger den Halsumfang, die Raglanlänge entlang der Abnahmen, Körper- und Armlänge sowie den Handgelenkumfang benötigt. Ich bin mal gespannt, wie der Pulli wird. Ich arbeite dran.

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„Am Sonntag in Ruhe den Ausschnitt und die Blenden an den Ärmeln fertigstellen“ – das war mein Plan. Doch der Weg zu einer Lösung, die mir wirklich gefällt, ist lang und steinig …

„Pick up and knit … stitches“ beginnt die Anleitung für die Ausschnittblende. Damit es nachher auch wirklich sauber aussieht, habe ich mein Technikbuch gewälzt. Dabei bin ich auf den Hinweis gestoßen, dass es für einen sauberen Übergang sinnvoll sei, zunächst eine Reihe Kettmaschen zu häkeln und diese dann aufzunehmen und abzustricken. Voller Elan habe ich angefangen, doch es wurden viel zu viele Maschen. Ein weiterer Blick ins Technikbuch schaffte Abhilfe. An den senkrechten Stellen soll man nicht in die Masche jeder Reihe einstechen sondern in vier Reihen nur drei Maschen arbeiten. Das liegt daran, dass die Maschenprobe mehr Reihen als Maschen auf 10 cm hat. Also habe ich noch einmal angefangen und habe auch tatsächlich eine mehr oder wenige passende Maschenzahl geschafft.

Als es dann ans Abketten ging hatte ich die Idee, es mit italienischem Abnähen (noch etwas, was ich noch nicht gemacht hatte) zu versuchen. Das ging zwar langsam, sah aber gut aus. Doch bei der Anprobe kam die Ernüchterung. Der Ausschnitt spannt viel zu sehr. Also habe ich ein Stück wieder aufgetrennt und normal abgekettet. Das war schon besser, aber trotzdem war die Blende noch zu fest. Ein Blick in die Anleitung brachte die nächste Erleuchtung – falsche Nadelstärke genommen. 2,5 statt 3 mm, da ich die amerikanische Angabe 2,5 für das deutsche Maß gehalten hatte. Beim Bündchen hatte ich die richtige Stärke genommen, aber das anscheinend seit damals wieder vergessen …

Aufgetrennt habe ich den Ausschnitt erstmal nicht, sondern als nächstes mit den Armausschnitten angefangen. Ein Armausschnitt fertig, anprobiert und … spannt. Der Übergang zwischen Körper und Blende ist viel zu fest geraten. Also noch mal ins Technikbuch geschaut und in einem anderen Abschnitt etwas darüber gefunden, wie man beim Aufnehmen von Maschen aus Kettmaschen die Festigkeit der Naht verändern kann.

Ich hatte, wie unten im Bild gezeigt, mit der Nadel unter beiden Maschenschenkeln durchgestochen und abgestrickt. Dadurch wird die Naht sehr fest und außerdem gibt es eine recht große Wulst auf der Rückseite.

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Es gibt aber noch die Möglichkeit, entweder nur unter dem vorderen oder nur unter dem hinteren Maschenschenkel einzustechen. Ich habe dann einfach beide Möglichkeiten ausprobiert, eine an jedem Arm und dann ausprobiert, was sich angezogen besser anfühlt und besser aussieht.

Auf dem linken Bild habe ich unter dem hinteren und auf dem rechten Bild unter dem vorderen Maschenschenkel eingestochen.

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Für diesen Pullunder gefällt mir die rechte Möglichkeit am besten. Die Naht ist dehnbar und nicht zu dick.

So, entschieden habe ich mich. Dann also die andere Seite wieder auftrennen und auch den Halsausschnitt nochmal machen … Fäden vernähen …

Ob ich mit diesem Pullunder jemals fertig werde?

Es hat geklappt. Durch die Strickbeutel-Nähaktion am Samstag habe ich schon am Sonntag meine Stricklaune wiedergefunden. Zum Beweis hier eine Momentaufnahme von meinem Sonntag Nachmittag.

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Auch wenn es auf dem Foto nicht so aussieht, habe ich tatsächlich gestrickt und nicht nur Kaffee getrunken. Der Pullunder ist „Firelight“ aus Knitty. Er gefällt mir immer noch richtig gut, aber der Strickprozess ist für mich quälend langsam. Der Pullunder wird von unten in Runden gestrickt und die Zöpfe sind auf einem glatt linken Hintergrund. Da ich bisher viele Projekte in Runden glatt rechts gestrickt hatte, dachte ich, dass das eine gute Übung sei, um bei linken Maschen schneller zu werden.

Ja, es ist eine gute Übung. Doch bin ich mir nicht mehr ganz sicher, warum ich mir dafür ein Projekt ausgesucht habe, das auch noch mit Nadelstärke 3,5 und recht dünner Wolle gestrickt wird. Seit ich an dem Armausschnitten angekommen bin und in Hin- und Rückreihen arbeite, geht es auf jeden Fall schneller. Der Ergebnis ist die Mühe jedoch auf jeden Fall wert. Es fehlen zwar noch die Blenden an Ausschnitt und Armausschnitten, doch bereits jetzt bin ich mit dem Ergebnis richtig zufrieden. Schaut mal.

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Die Flammen am unteren Rand hier noch einmal in Nahaufnahme.

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Die nächsten Tage werde ich leider nicht zum Stricken kommen, doch für Sonntag habe ich mir die Blenden vorgenommen. Drückt mir die Daumen, dass ich das sauber hinbekomme.

Erinnert Ihr Euch noch an Dolly das Körperdouble? Die Schneiderpuppe, die ich aus einem T-Shirt, einer Rolle Klebeband und Füllwatte gebastelt hatte? Sie hatte mir für meinen ersten Pullover gute Dienste geleistet. Leider kam heute der Tag, an dem sie den Dienst quittieren musste.

Woran lag das denn? Ich hatte damals ein zu kurzes T-Shirt genommen, dadurch war das Bündchen meiner Lieblings-Pulloverlänge nicht auf der Puppe sondern ein Stück darunter. Schon mal unpraktisch.

Außerdem hat sie etwas – nun wie soll ich sagen? Zugenommen? Nein, das ist es nicht. Die Maße stimmen schon noch. Sie hat mehr – die Form verloren. Seht selbst.

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Tja und dann. Dann habe ich – einfach mal so – in eine Suchmaschine „verstellbare Schneiderpuppe“ eingegeben. Und eine bezahlbare gefunden. Sie ist zwar schon vor dem Wochenende eingezogen, doch bin ich erst heute dazu gekommen, sie auf meine Maße einzustellen.

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Brustumfang, Taillenweite, Hüftumfang, Halsweite, Taillenhöhe und Körpergröße kann man einstellen. Da sie aus mehreren vorgeformten Segmenten besteht, kann man natürlich nicht alles haargenau einstellen. Damit Unterbrustweite und Umfang unter den Armen hinkommen, habe ich ihr einen BH angezogen und mit Bastelwatte ausgestopft.

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Meist versuche ich, nicht zu viele Projekte gleichzeitig auf den Nadeln zu haben. Trotzdem sammeln sie sich immer wieder an. Zu groß ist die Versuchung, etwas Neues anzuschlagen. Etwa weil ich eine tolle Anleitung gefunden habe, die ich unbedingt ausprobieren möchte oder weil ein spontaner Wollkauf nach Verarbeitung drängt.

Wie sieht es in meiner Projektliste derzeit aus? Noch in den letzten Zügen der Fertigstellung eines Pullovers in dunkel-dunkel-dunkelblau in Verbindung mit dem trüben Wetter habe ich Socken in fröhlichen Farben angeschlagen.

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Als nächstes großes Projekt habe ich mir eine Weste rausgesucht. Die Beschaffung des passenden Garns erwies sich als langwieriger als angenommen. Währenddessen war ein buntes Knäuel Sockenwolle in meine Einkaufstüte gehüpft, das natürlich auch nach Verarbeitung drängte. Ein Schultertuch wurde angeschlagen.

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Dann kam die bestellte Wolle für die Weste endlich an und damit begannen meine Sorgen. Was tun? Zuerst die Socken fertigstellen? Zuerst das Schultertuch fertigstellen? Oder doch gleich mit der Weste anfangen. Bei einem so schönen rot kann man nur schwerlich widerstehen.

Socken – die sind das Mitnahmeprojekt. Wenn ich die fertigstelle, dann muss ich zwangsläufig neue Socken anschlagen. Dann habe ich zwar fertige Socken aber immer noch mehrere Projekte gleichzeitig. Das ist also keine Lösung.

Dann also das Tuch fertigstellen. An sich klingt das logisch. Wenn man schön brav der Reihe nach ein Projekt nach dem anderen arbeitet, dann hat man schneller ein Ergebnis. Und schafft wahrscheinlich, weil man diszipliniert arbeitet, insgesamt in einem Jahr mehr Sachen, als wenn man immer zwischen den einzelnen hin- und herspringt und sich immer wieder neu in die Anleitung hineindenken muss. Von Projekten, die zur Seite gelegt wurden und seit Monaten auf ihre Fertigstellung harren, jetzt mal ganz zu schweigen (irgendwo habe ich doch noch die angefangenen Handschuhe … egal, die kommen im Herbst wieder dran).

Also strickte ich brav an meinem Schultertuch weiter. Die rote Wolle sah mich vorwurfsvoll an doch ich blieb standhaft. Mehrere Tage. Doch gestern dann hielt ich es nicht mehr aus. Eine kleine Maschenprobe ist doch gar kein richtiger Anfang. Das ist nur die Vorarbeit. Genauso wie das Vergleichen der Maße mit meinen Körpermaßen und Berechnen der Änderungen. Also fix die Maschenprobe angeschlagen. Während sie nach dem Waschen vor sich hin trocknete am Socken weitergestrickt.

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Heute bin ich mir sicher, dass es ein Denkfehler ist, dass man mit einem Projekt zur Zeit mehr schafft. Schließlich geht es darum, die verfügbare Zeit optimal auszunutzen. Mit mehreren Projekten gleichzeitig kann man sich immer das raussuchen, auf das man gerade am meisten Lust hat. Damit strickt man also ingesamt mehr Stunden in der Woche. Ein kleines Projekt, dass man überall hin mitnehmen kann, erhöht die zur Verfügung stehende Zeit noch einmal. So braucht man zwar für ein Teil mehr Tage als wenn man am Stück stricken würde, aber aufs Jahr gerechnet denke ich, dass man mit mehreren Projekten gleichzeitig weiter kommt.

Theoretisch müsste man jetzt einen Selbstversuch zu diesem Thema starten. Der wird aber schwierig umzusetzen, da die Vergleichbarkeit der einzelnen Wochen fehlt. Folglich muss ich einfach mit der Annahme weitermachen. Auch nicht schlimm. Hauptsache Stricken macht Spaß – ob mit einem oder mehreren Projekten.

Erinnert Ihr Euch noch an das kleine Knäuel Sockenwolle, dass neulich alles gegeben hat, um mit mir nach Hause kommen zu dürfen? Das habe ich inzwischen angeschlagen. Ich habe ein Muster gesucht, in dem die Farben gut zur Geltung kommen und das keine Socke ist. Zuerst wollte ich den Drop Stitch Scarf machen. Nach meinen letzten Erfahrungen mit Halstüchern aus normaler Sockenwolle, wie beispielsweise einem Hitchhiker den ich nicht trage, weil er mir am Hals zu kratzig ist (ich bin am Hals sehr empfindlich in dieser Hinsicht) habe ich ein ähnliches Muster gesucht, das nicht direkt am Hals getragen wird.

Manchmal sind die einfachen Lösungen die besten. Fündig geworden bin ich in einem Buch aus meiner recht umfangreichen Strickbuch-Sammlung. Sock Yarn One Skein Wonders von Judith Durant. Das Buch kann ich wärmstens empfehlen. Es enthält 101 Anleitungen für alles Erdenkliche, was man aus einem Knäuel Sockenwolle machen kann. Dabei sind sowohl Anleitungen für vierfädige als auch dickere Sockenwolle enthalten. Die meisten Anleitungen brauchen ein 100g Knäuel, es gibt aber auch ein paar für 50g oder 150g. Wenn ich „alles Erdenkliche“ sage, dann meine ich das auch so. Enthalten sind natürlich Socken, Mützen, Handschuhe, Stulpen, Tücher, Schals und Babysachen. Da hört es aber noch lange nicht auf. Man findet auch Taschen, Täschchen, Halsketten, einen French Press Cozy, Wärmflaschenüberzug, Lampenschirm und und und. Das ist ein Buch, bei dem ich bei jedem Durchblättern etwas Neues entdecke.

Diesmal habe ich mir den Calypso Shrug ausgesucht. Eine etwas breitere Version des Drop Stitch Scarf, die über die Schultern gelegt und vorne mit einem Knopf geschlossen wird. Da ich keine Perlen habe, lasse ich die einfach weg. Das Muster ist sehr eingängig, das geht auch beim Fernsehen gut. Die „Löcher“ werden mit Umschlägen gearbeitet, die man in der Folgereihe fallen lässt. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich zu der Reihe kommen, in der sich die Maschen entfalten.

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Fällt Euch was auf? Bis jetzt wiederholt sich der Farbrapport noch nicht. Ich frage mich, wie lang er wohl sein wird. Oder hat dieses Knäuel vielleicht keinen, so dass sich die Farben in willkürlicher Folge wiederholen? Ich könnte natürlich das Geheimnis jetzt schon lüften, in dem ich den Faden so lange aus dem Knäuel ziehe, bis ich den Anfang gefunden habe. Doch das wäre ein bisschen wie schummeln, oder? Da lasse ich mich lieber überraschen.

Juhu, ich habe es geschafft. Mein Muschelsucher ist gesteekt, gewaschen und trocknet gerade langsam vor sich hin.

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Die Anleitung war Shellseeker von Heidi Kirrmaier, die Wolle Nuvola von Lana Grossa. Der Pullover wird als Raglan von oben in Runden gestrickt.

Mit dem Ausschnitt aus der Anleitung war ich nicht glücklich. Zu viel Stoff am Hals, zu dunkelblau, zu langweilig.

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Deshalb habe ich den oberen Teil abgetrennt und von unten her ein neues Halsbündchen in hellblau angestrickt.

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Zum Schluss noch gesteekt, mit Ösen versehen und aus der hellblauen Wolle eine Kordel gedreht.

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Mit dem Ergebnis bin ich richtig zufrieden. 🙂

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