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„Am Sonntag in Ruhe den Ausschnitt und die Blenden an den Ärmeln fertigstellen“ – das war mein Plan. Doch der Weg zu einer Lösung, die mir wirklich gefällt, ist lang und steinig …

„Pick up and knit … stitches“ beginnt die Anleitung für die Ausschnittblende. Damit es nachher auch wirklich sauber aussieht, habe ich mein Technikbuch gewälzt. Dabei bin ich auf den Hinweis gestoßen, dass es für einen sauberen Übergang sinnvoll sei, zunächst eine Reihe Kettmaschen zu häkeln und diese dann aufzunehmen und abzustricken. Voller Elan habe ich angefangen, doch es wurden viel zu viele Maschen. Ein weiterer Blick ins Technikbuch schaffte Abhilfe. An den senkrechten Stellen soll man nicht in die Masche jeder Reihe einstechen sondern in vier Reihen nur drei Maschen arbeiten. Das liegt daran, dass die Maschenprobe mehr Reihen als Maschen auf 10 cm hat. Also habe ich noch einmal angefangen und habe auch tatsächlich eine mehr oder wenige passende Maschenzahl geschafft.

Als es dann ans Abketten ging hatte ich die Idee, es mit italienischem Abnähen (noch etwas, was ich noch nicht gemacht hatte) zu versuchen. Das ging zwar langsam, sah aber gut aus. Doch bei der Anprobe kam die Ernüchterung. Der Ausschnitt spannt viel zu sehr. Also habe ich ein Stück wieder aufgetrennt und normal abgekettet. Das war schon besser, aber trotzdem war die Blende noch zu fest. Ein Blick in die Anleitung brachte die nächste Erleuchtung – falsche Nadelstärke genommen. 2,5 statt 3 mm, da ich die amerikanische Angabe 2,5 für das deutsche Maß gehalten hatte. Beim Bündchen hatte ich die richtige Stärke genommen, aber das anscheinend seit damals wieder vergessen …

Aufgetrennt habe ich den Ausschnitt erstmal nicht, sondern als nächstes mit den Armausschnitten angefangen. Ein Armausschnitt fertig, anprobiert und … spannt. Der Übergang zwischen Körper und Blende ist viel zu fest geraten. Also noch mal ins Technikbuch geschaut und in einem anderen Abschnitt etwas darüber gefunden, wie man beim Aufnehmen von Maschen aus Kettmaschen die Festigkeit der Naht verändern kann.

Ich hatte, wie unten im Bild gezeigt, mit der Nadel unter beiden Maschenschenkeln durchgestochen und abgestrickt. Dadurch wird die Naht sehr fest und außerdem gibt es eine recht große Wulst auf der Rückseite.

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Es gibt aber noch die Möglichkeit, entweder nur unter dem vorderen oder nur unter dem hinteren Maschenschenkel einzustechen. Ich habe dann einfach beide Möglichkeiten ausprobiert, eine an jedem Arm und dann ausprobiert, was sich angezogen besser anfühlt und besser aussieht.

Auf dem linken Bild habe ich unter dem hinteren und auf dem rechten Bild unter dem vorderen Maschenschenkel eingestochen.

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Für diesen Pullunder gefällt mir die rechte Möglichkeit am besten. Die Naht ist dehnbar und nicht zu dick.

So, entschieden habe ich mich. Dann also die andere Seite wieder auftrennen und auch den Halsausschnitt nochmal machen … Fäden vernähen …

Ob ich mit diesem Pullunder jemals fertig werde?

Der Halsausschnitt meines Shellseekers ist immer noch verbesserungswürdig. Nach dem Hinweis auf die Nähmaschine hat sich die eine oder andere bestimmt schon denken können, was ich mit dem Ausschnitt vorhabe. Im meiner ständig wachsenden Strickbuchsammlung findet sich unter anderem das Buch „Custom Knits“ von Wendy Bernard. Bei der Suche nach meinem Anschlusspullover (zur Umgehung des SAS vielleicht einer ohne Ärmel …) bin ich dort auf den Pullover Updated Old Classic gestoßen. So ein Ausschnitt soll es werden. Nein, nicht so tief wie auf dem oberen Foto, eher wie auf dem unteren, keine Sorge. Dieser Ausschnitt erschien mir wie die Lösung all meiner Probleme, denn so konnte ich:

1. Den Ausschnitt noch im nachhinein ändern, da er gesteekt wird.

2. Ein vertikales Element hinzufügen, um nicht so eine große ununterbrochene Fläche unter dem Hals zu haben.

3. Mit einer Kordel in hellblau noch einen Farbtupfer hinzufügen.

4. Die Nietzange bei Tschibo kaufen, für die mir vorher noch eine Begründung gefehlt hatte und die ich wenige Tage zuvor unter dem vorwurfsvollem Blick meines Lieblingsmanns ins Regal zurückgelegt hatte.

Ein Problem war dadurch allerdings noch nicht gelöst. Steeken hatte ich noch nie ausprobiert und beim Gedanken, einfach in so viel Arbeit mit einer Schere zu schneiden, wurde mir seeehr mulmig. Daher habe ich das Ganze erstmal an einem Probestück ausprobiert.

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Die Nähte habe ich zur besseren Sichtbarkeit in hellgrau gemacht.

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Aufgeschnitten erinnert es schon vage an das, was es mal werden soll.

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Auf der Rückseite erstmal festgesteckt.

DSC01233

Dann vernäht.

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Jetzt mit Ösen.

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Und zuletzt zum Testen ein kurzes Kordelstück gedreht und eingefädelt. Sieht doch wie ein Ausschnitt aus, oder? Ich habe es schon an den Pulli angehalten. Gefällt mir.

Dann also sofort auf zum Steeken des Shellseekers? Halt halt, nicht so voreilig. Meine Erfahrungen der Probeaktion:

1. Faden in Kontrastgarn ist unpraktisch, weil man ihn am unteren Rand noch sieht.

2. Die Ösen lassen sich seeehr schwer anbringen. Entweder ich hab den Dreh einfach noch nicht raus, oder ich brauche Hilfe von jemandem mit mehr Kraft.

3. Heute bin ich zu ungeduldig, um richtig sauber zu arbeiten.

Das heißt somit, dass der Shellseeker noch ein bisschen auf die Weiterverarbeitung warten muss, bis ich wieder geduldiger bin und außerdem der Lieblingsmann wieder da ist, um die Nietenzange zu bedienen. Der wird sich freuen, wenn er Freitag Abend nach Hause kommt und erstmal mit einem Pullover und einer Nietenzange überfallen wird 🙂

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