Derzeit stricke ich hauptsächlich am Cypress Cardigan von Amy Herzog aus dem Buch „Knit to flatter“. Das ist der erste Pullover, den ich ein Einzelteilen und nicht in Runden stricke.

Cypress Cardigan

Wenn ich mir meine Projektseite auf Ravelry ansehe, dann fällt auf, dass es nicht wirklich schneller geht. Aber es fühlt sich zumindest so an. Vielleicht liegt es daran, dass die einzelnen Teile kleiner sind, als ein ganzer Pullover in Runden.

Außerdem … mal sehen, was ich dazu sage, wenn es daran geht, die Teile zusammen zu nähen. Ich bin schon etwas aufgeregt. Hoffentlich passt nachher alles. Zwischendurch mal anprobieren funktioniert hier nicht so einfach …

Einer meiner Lieblingsdesigner ist Glenna C.  Wer Zopfmuster mag, kommt an ihren Modellen nicht vorbei. Vor allem die Pullover und Strickjacken sind wunderschön. Bisher habe ich mich an ihre gemusterten Modelle noch nicht herangetraut. Diesen Winter soll das anders werden.

Wie praktisch, dass ich heute früh gesehen habe, dass sie bis einschließlich morgen einen Birthday Sale (25% Rabatt) auf alle selbst veröffentlichten Modelle hat. Da sind doch glatt drei Anleitungen in meinen Einkaufskorb gewandert. Der Jackson Creek Cardigan, der Locke St. Cardigan und die Viper Pilot Socks.

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Mal sehen, ob ich die bis zum Frühling alle schaffe …

P.S.: Da ich derzeit nicht an meinen Computer komme, blogge ich vom iPad. Da geht das Einfügen von Links so bescheiden, dass ich Euch nur die Überblick-Seite verlinkt habe.

Das Wollschaf fragt heute:

Aus dem Archiv vom 16.08.2005:

Welche Wolle liegt schon am allerlängsten in deinem Vorrat? Warum ist sie noch nicht verarbeitet (oder verkauft oder verschenkt…)? Was soll(te) aus ihr einmal werden?

Am längsten in meinem Vorrat liegen diverse Knäuel Sockenwolle. Die zählen aber nicht richtig, da ich davon ausgehe, dass sie früher oder später zu Socken, Handschuhen, Handstulpen oder ähnlichem verarbeitet werden. Als ich Ende 2011 wieder mit dem Stricken angefangen habe, habe ich mir diese Schachenmayer Extra Merino Big für ein ganz bestimmtes Projekt gekauft.

SMC Merino Extra Big

Es sollte eine Mütze mit Hebemaschenmuster und Schal aus der „Fantastische Strickideen“ werden. 400g des Originalgarns der Anleitung habe ich gekauft. Das war ganz schön teuer. Damals hab ich mir noch nicht zugetraut, eine andere Wolle als die in der Anleitung angegebene zu nehmen. Socken und Schals hatte ich schon gestickt, aber an die Mütze habe ich mich recht lange nicht ran getraut.

Inzwischen ist das nicht mehr der begrenzende Faktor, aber jetzt gefällt mir die Anleitung nicht mehr. Ich weiß nicht, was ich mit 400g von diesem Garn anfangen soll. Für einen Pullover ist es zu wenig. Für eine Mütze zu viel. Für passende Handschuhe bestimmt zu empfindlich. Schals sind mir zu langweilig. Also liegt es – normalerweise in eine Plastiktüte verpackt – in meinem Stash und wartet darauf, dass mir irgendwann das passende Projekt einfällt. Bestimmt wird dieser Tag irgendwann kommen. In den nächsten paar Wochen aber bestimmt nicht.

Diese Dienstagsfrage habe ich zum Anlass genommen, um meine Wollvorräte im Wohnzimmer auszubreiten und Inventur zu machen.

Stash

Die drei Kisten hinten links sind Sockenwolle. Die linke Kiste habe ich nach und nach zusammengetragen. Sie enthält vor allem Regia. Die beiden Kisten rechts davon sind Lana Grossa Meilenweit, die ich mal bei eBay ersteigert habe. Auch die beiden Kisten ganz rechts sind von eBay. In der gelben Tonne bewahre ich die Reste auf.

Der grüne Berg auf der linken Seite ist Drops Eskimo, dahinter liegt in pink und blau Drops Merino Extra Fine (war reduziert, ich konnte nicht anders). Der rote Haufen rechts davon ist Drops Baby Alpaca Silk. Das habe ich mal erstanden, als es 30% reduziert war. Dahinter liegt Filzwolle für Pantoffeln von Aldi. Rechts davon Schachenmayer Universa. Daraus wollte ich mal einen gestreiften Pullover machen. Das rote und schwarze Knäuel waren für eine Piratenmütze gedacht. Die dunkelblauen Knäuel vor der gelben Tonne sind die Reste der Lana Grossa Nuvola von meinem Muschelsucher. Davor liegt Schachenmayer Egypto Cotton Color. Links davon Drops Cotton light, die mal für ein Sommertop gedacht war. Die hellblauen und das rosafarbene Knäuel links davon habe ich aus dem Dänemark-Urlaub mitgebracht. Die Einzelknäuel bzw. Stränge davor sind von Araucania und warten auf das passende Tuch.

Wenn ich mir das so ansehe, schwanke ich zwischen „Oh mein Gott, so viel, Du solltest dieses Jahr nur noch aus dem Vorrat stricken“ und „Hey, wenn man die Sockenwolle abzieht, ist das gar nicht so viel, , da kann ich ja doch neue Wolle kaufen“.

Wen genauere Angaben zu den einzelnen Garnen interessieren, der findet sie – mit Ausnahme der Sockenwolle – in meinen Stash auf Ravelry.

Wie sieht das perfekte Bündchen aus? Da kann man sicher geteilter Meinung sein. Seit gestern habe ich persönlich aber einen neuen Favoriten.

Verschränktes Rippenbündchen

Was ihr hier seht, ist der Anfang des Rückenteils des Cypress Cardigans von Amy Herzog. Es wird mit einem Tubular Cast on (auf deutsch heißt das glaube ich Tunnelanschlag) und anschließend einem verschränkten Rippenbündchen gearbeitet. Das war zwar beides etwas fummlig, vor allem beim ersten Versuch, doch ich finde, dass das Ergebnis die Mühe wert ist. Es sieht viel ordentlicher aus, als ein normales Bündchen.

Der Tubular Cast on beginnt damit, dass zunächst die Hälfte der Maschen in einer Kontrastfarbe angeschlagen werden. Die Kontrastfarbe ist wichtig, damit man nachher sieht, was man macht. Dann werden vier Reihen beginnend mit einer Reihe linker Maschen im eigentlichen Garn gearbeitet.

Tubular Cast On 1

Dann kommt der spannende Teil. Diese vier Reihen werden jetzt zu einem Tunnel geschlossen und die Anzahl der Maschen dabei verdoppelt. Dafür hebt man den ersten „Knubbel“ von der ersten Reihe linker Maschen auf die Nadel und strickt ihn als rechte Masche ab. Da das hier ein verschränktes Bündchen werden soll rechts verschränkt, geht aber natürlich auch ohne das Verschränken. Dann wird die nächste Masche auf der linken Nadel links gestrickt. Das wiederholt man so lange, bis man am Ende der Reihe angekommen ist und voila – man hat die doppelte Maschenzahl.

Tubular Cast On 2

Dann arbeitet man ganz normal das Bündchen. Für das verschränkte Rippenbündchen werden in den Hinreihen die rechten Maschen und in den Rückreihen die linken Maschen verschränkt gestrickt.Nach ein paar Reihen fummelt man den Kontrastfaden wieder raus.

Tubular Cast On 3

Eine Anleitung in Bildern auf Englisch findet sich beispielsweise hier in der Knitty – Tubular Cast on.

Ich habe dafür meine neueste Technikbuch-Errungenschaft Cast on, Bind Off von Leslie Ann Bestor genutzt. Das Buch finde ich richtig klasse. Die Anleitungen sind verständlich und mit vielen Bildern beschrieben. Es gibt zwar noch ein anderes Buch des gleichen Titels mit 211 Anschlags- und Abkettarten, doch zur Zeit denke ich, dass mir 54 Möglichkeiten reichen werden.

Das Bündchen ganz oben ist übrigens mein vierter Versuch. Die ersten drei ergaben sich dadurch, dass ich am Ende der Reihe, in der die Maschenanzahl verdoppelt wird, plötzlich ein paar einzelne Maschen auf der linken Nadel übrig hatte. Mein Tipp: zwischendurch anschauen, was man vorher gemacht hat. Man kann recht gut sehen, ob man da einen Fehler drin hat. Ich neige anscheinend dazu, spätestens auf der Hälfte der Strecke zweimal eine Masche von unten hoch zu heben.

Der vierte Versuch ergab sich dadurch, dass der untere Rand für meinen Geschmack zu fest war. In der Anleitung steht zwar, man solle mit der gleichen Nadelstärke, ggf. sogar mit einer kleineren, arbeiten, doch mir hat das Ergebnis nicht gefallen. Bis ich zu der Erkenntnis kam, hatte ich natürlich das Bündchen schon fertig … Ich habe trotzdem nochmal angefangen. Für die ersten vier Reihen habe ich eine größere Nadel (4 mm statt 3,5 mm) genommen und für die Reihe, in der die Maschenzahl verdoppelt wird, auf die kleinere gewechselt. Jetzt gefällt der Anfang mir richtig gut. Ich glaube, dass das daran liegt, dass ich nicht mit Wolle sondern einer Bambus-Polyzeugs-Mischung stricke, die nicht wirklich dehnbar ist.

Kaum war der grüne Kinderpullover fertig, musste natürlich das nächste Projekt her. Klar, ich habe noch Socken und eine Mütze auf den Nadeln, aber die zählen doch kaum, oder? Zur Zeit bin ich ganz begeistert von der Idee, mir total viele gut passende Pullover zu stricken.

Den passenden Pulli hatte ich mir schon länger ausgesucht – Parcel von Carol Feller. Passende Wolle in pink oder türkis hatte ich auch noch da. Worauf also warten. Doch ich war unschlüssig. Zu gerne hätte ich eine Pullover mit richtig vielen Zöpfen gemacht. Von glatt rechts hatte ich erst mal die Nase voll. Aber ich habe nicht das richtige gefunden. Entweder kein passendes Modell und die, die mir richtig gut gefallen hatten, waren für Wolle mit einer anderen Lauflänge gedacht. Neue Wolle kaufen wollte ich nicht, habe ich doch Wolle in Pullovermenge für sechs Pullover hier. Umrechnen bei vielen Zöpfen – das habe ich mir dann doch nicht zugetraut. Als ich schon fast dabei war, einen Pulli, der mir gar nicht so gut gefallen hat, anzufangen nur weil er viele Zöpfe hat, bin ich wieder zu mir gekommen.

Parcel sollte es sein. Ganz brav habe ich zwei Maschenproben in 3,5 und 3 mm Nadelstärke gemacht und vor und nach dem Waschen gemessen. Gestern abend habe ich dann den Pullover auf meine Maße umgerechnet und mich schon darauf gefreut, heute nach der Arbeit die ersten Maschen anzuschlagen. Zuhause angekommen bin ich noch einmal zur Besinnung gekommen. Ein Pullover. In Runden von unten gestrickt. Die Ärmel von oben angestrickt. Aus reiner Merinowolle. Im Hochsommer. Ich glaube, ich war nicht ganz bei Trost. Das verschiebe ich lieber auf den Herbst.

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Ich habe hier noch blaues Garn aus Bambus und Polyzeugs. Daraus will ich jetzt – klar – einen Pullover machen. Aber einen, der in Einzelteilen gestrickt wird. Ich hoffe, dass das besser geht, wenn ich nicht einen ganzen Wollpulli auf dem Schoß habe. Einen Vorteil hat das aber. Die Strickjacke, die ich mir ausgesucht habe, ist aus dem Buch „knit to flatter“ von Amy Herzog. Da kann ich doch den Craftsy Kurs von Amy Herzog weitermachen. Und dann stricke ich die Strickjacke aus ihrem Buch mit den Hilfen aus dem Kurs. Die Maschenprobe kann ich ja machen, während ich die Kursvideos ansehe. Zur Not kann ich dann immer noch parallel am Socken weiterstricken, der geht auch ohne Hinsehen.

Das klingt nach einem Plan.

P.S.: Ich habe gerade gesehen, dass heute der Kurs von Amy Herzog und noch viele andere Strickkurse auf Craftsy reduziert sind. Da findet Ihr bestimmt etwas, was Euch interessiert. Wer skeptisch ist, kann ja zunächst einen der kurzen kostenlosen Kurse machen. Gut Englisch sollte man allerdings können dafür (Ich bekomme auch keine Provision von denen …)

Ich gehe jetzt  kurz stöbern, ob ich noch einen Kurs finde, den ich gerne machen möchte.

Pünktlich zum Urlaubsende ist mein grüner Kinderpullover fertig geworden. Gestrickt habe ich ihn nach einer ganz einfachen Anleitung für einen Raglan von oben – dem Incredible Custom-Fit Raglan von Pamela Costello. Das ist keine ausführliche Anleitung, sondern eine Methode, um für jede mögliche Größe und jede Garnstärke auf Basis der Maschenprobe und einiger Maße des Empfängers einen schlichten Raglan von oben zu stricken. Man benötigt dafür nicht den Brustumfang, sondern vor allem die gewünschte Länge der Raglannaht und den Umfang des gewünschten Kragens. Damit man mit den Maßen nicht völlig danebenliegt, sind die Standardmaße für verschiedene Größen inklusive Kindergrößen mit angegeben.  Ich habe sowohl den Empfänger als auch einen passenden Pullover vermessen und bin damit bei den Maßen für Kindergröße „8 Jahre“ gelandet.

Gewünscht war „ein normaler Pullover mit normalem Ausschnitt“. Damit es nicht so langweilig wird, habe ich an den Seiten noch einen kleinen Zopf hinzugefügt, der zum Glück dezent genug ist, dass der Pullover beim Empfänger noch als „normal“ durchgeht. Für das Bündchen habe ich recht drastisch abgenommen (2 Maschen rechts, dann zwei zusammengestrickt), da der Körper recht weit geworden ist.

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Gestrickt habe ich ihn mit Zitron Ecco (100% Merino, Lauflänge 110 m auf 50g) mit Nadelstärke 3,5 und 20 Maschen auf 10 cm.

Wenn ich den Pullover noch mal stricken würde, würde ich wahrscheinlich die Zöpfe schon auf der Raglannaht mitführen. Das ist mir aber erst eingefallen, als ich schon ein paar cm unter den Achseln war und so sehr, dass ich dafür alles wieder aufgeribbelt hätte, hat es mich dann auch nicht gestört. Der Pullover ist ihm jetzt noch ein bisschen zu groß, daher hoffe ich, dass er ihm im Herbst und Winter gut passen wird.

Die Anleitung halte ich für gut geeignet, wenn man ein ganz einfaches Rezept für einen Pullover haben möchte, bei dem man seine eigenen Ideen – sei es Farbe und / oder Struktur – umsetzen kann. Die Projektfotos auf Ravelry zeigen seeehr unterschiedliche Pullover, die auf der Basis dieser Anleitung entstanden sind. Für den allerersten Pullover würde ich sie nicht empfehlen, aber wenn man schon mal einen oder zwei gestrickt hat, sollte sie kein Problem sein.

Das Kinderzimmer brauchte dringend neue Vorhänge. Daher haben wir kurzerhand einen Ausflug zu einem bekannten schwedischen Möbelhaus gemacht. Die Fertigvorhänge haben uns dort aber nicht gefallen. Entweder der Kleine fand sie hässlich, sie verdunkelten nicht gut oder waren recht teuer. Außerdem widerstrebte es mir, für drei benötigte Vorhangschals vier kaufen zu müssen. Da kam mir die Idee – Vorhänge nähen, dass müsste ich doch eigentlich hinkriegen. Und fix gehen müsste das doch auch …

In der Stoffabteilung waren wir uns schnell einig und haben dreimal zwei laufende Meter Stoff erstanden. Die Vorrichtung zum Zuschneiden ist dort praktischerweise so, dass man auch als Ungeübter sauber und gerade abschneiden kann. Am Freitag habe ich erst mal mit einem Vorhang angefangen. Seiten umbügeln und absteppen – ging zwar langsam aber recht gut. Obere Kante umbügeln und absteppen – auch kein Problem. Die untere Kante habe ich erstmal unbearbeitet gelassen, da ich sichergehen wollte, dass alle Vorhänge gleich lang werden.

Bevor ich den nächsten Vorhang angefangen habe, habe ich zum Glück ein Probeaufhängen gemacht. Im Kinderzimmer ist noch vom Vormieter ein Schienensystem an der Decke angebracht. Die alten Vorhänge waren mit Gardinenaufhängern befestigt, die die Gardine mit Klemmen halten. Diese wollte ich auch für die neuen Vorhänge nutzen. Dabei hatte ich leider nicht bedacht, dass der neue Stoff viel schwerer ist als der alte. Gehalten hat das höchstens zwanzig Sekunden.

Praktischerweise hielt sich mein Lieblingsmann gerade im Baumarkt auf, so dass er problemlos Gardinenbindeband mitbringen konnte. Das habe ich dann oben an den Vorhang angenäht – hält. Kräuseln kann man damit zwar nicht mehr, da ich es geschafft habe, das Zugband ein paar mal mit festzusteppen. Das stört mich aber nicht, da ich sie sowieso nicht kräuseln möchte.

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Bei der dritten Gardine – inzwischen schon nachmittags – fing ich langsam an zu fluchen. Das dauerte schon viel länger als gedacht. Zugegebenermaßen habe ich zwischendurch noch das Mittagessen gekocht , aber ich hatte – wie üblich – die benötigte Zeit völlig falsch eingeschätzt. Endlich waren alle drei Schals so weit fortgeschritten, dass nur noch die untere Kante auf die richtige Länge gebracht werden musste. Dafür habe ich die Schals aufgehängt, zwei aneinanderstoßende Ecken auf eine passende Länge gesteckt, von der Decke aus die Länge gemessen und dann mit Hilfe meines Lieblingsmanns jeweils von der Decke aus gemessen die Länge ca. alle 30 cm mit Stecknadeln markiert. Umbügeln und Nähen ging dann tatsächlich schnell und das Kind hatte abends neue Vorhänge.  Meine Nähmaschine konnte ich danach erstmal nicht mehr sehen.

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Lange hält diese Gefühl bei mir aber nicht an. Gestern habe ich Stoff für eine Tischdecke gekauft. Den habe ich probeweise über den Tisch gelegt, um zu sehen, ob sie mir auch Zuhause noch gefällt und das Zimmer verlassen. Als ich zurückkam, war die Decke schon eingeweiht. Mein Lieblingsmann saß am Tisch und hatte schon die Wassergläser aufgestellt. Dass die Seitenkanten noch nicht umgenäht sind, war ihm gar nicht aufgefallen.

Heute habe ich in alten Fotos gestöbert und dabei einige Beweise dafür gefunden, dass meine Mutter schon früh versucht hat, mich mit ihrer Leidenschaft für selbstgestrickte Sachen anzustecken.

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Sieht so aus, als ob es funktioniert hat.

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Jetzt sind es schon ein paar Wochen, seit ich meinen Firelight-Pullunder endlich fertiggestellt habe. Deshalb gibt es heute Fotos vom fertigen Objekt sowie ein kurzes Résumé.

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Muster: Firelight von Ágnes Kutas-Keresztes aus der Knitty Winter 2011

Wolle: Zitron Lifestyle, 100% Merino, Lauflänge 155m/50g, bei Ravelry gelistet als „Sport weight“ in rot

Nadelstärke: 3,5mm (Bündchen und Blenden 3 mm)

Der Pullunder gefällt mir richtig gut und er sitzt toll. Schade nur, dass ich so lange (2 Monate) gebraucht habe, um ihn zu stricken, denn seitdem er fertig ist, ist das Wetter so toll, dass ich keinen Pullunder brauche. Ich wittere da einen Zusammenhang. Wer weiß, wenn ich schneller gewesen wäre, hätte der Sommer vielleicht schon früher Einzug gehalten. 😉

Firelight wird von unten in Runden in glatt links gestrickt. An den Armausschnitten wird dann geteilt und in Hin- und Rückreihen gearbeitet. Die einzige Nacht ist an den Schultern. Ich habe sie im Maschenstich Matratzenstich (das kommt davon, wenn man sich beim Schreiben unterhält) gemacht, damit sie stabiler ist. Am Ausschnitt und den Armausschnittkanten werden neue Maschen aufgenommen und eine Blende angestrickt. Für die Aufnahme der Maschen habe ich zunächst eine Reihe Kettmaschen auf den Pullunder gehäkelt und dann jeweils unter dem Maschenschenkel eingestochen, der näher am Rand liegt. Verändert habe ich nur die Position der Taille, die habe ich auf meine Körpermaße angepasst.

Durch das verhältnismäßig dünne Garn, die vielen linken Maschen und eine Phase, in der ich abends oft zu müde war, um viel zu stricken, hat Firelight recht lange gedauert. Glatt links hatte ich mir absichtlich ausgesucht, weil ich linke Maschen üben wollte. Ich stricke sonst sehr viel in Runden glatt rechts, daher fehlte mir Übung.

Nun, Übung hatte ich jetzt mehr als genug, danke schön. Wenn ich den Pullunder noch einmal machen würde, würde ich ihn nicht in Runden sondern in Teilen stricken. Die Zöpfe bewegen sich in jeder zweiten Runde, daher wäre es kein Problem, in Hin- und Rückreihen zu arbeiten und schneller wäre es auch noch. Einzig in dem Teil mit den Flammen ganz unten passiert auch mal was in jeder Runde, allerdings nur ungefähr zwei Mal. Das sollte also zu schaffen sein.

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Die Flammen finde ich richtig klasse. Außerdem bauschen sich die Zöpfe einmal zur einen und einmal zur anderen Seite aus, so dass sie lebendiger wirken. Ich freue mich schon sehr auf eine Gelegenheit Firelight auszuführen.

Faszinierend, wie sehr ich meine Strickgeschwindigkeit überschätze. Für etwas mehr als eine Woche, die wir unterwegs sind, habe ich drei Projekte eingepackt. Eine rote Mütze, Socken und genug Wolle für einen Kinderpullover. Bisher habe ich fast nur am Kinderpullover gestrickt und werde den wohl in dieser Woche nicht mehr fertig bekommen.

Der Kinderpullover ist klein genug, dass man ihn gut mitnehmen kann und zusätzlich ist es durchaus praktisch, wenn das dazugehörige Kind mehrere Wochen in meiner Nähe ist, um ihn anprobieren zu können.
Er hat sich grüne Wolle ausgesucht – Werdergrün. Eine Anleitung hatte ich schon gefunden und voller Begeisterung auch gleich gekauft. Das war ein Fehler. „Nicht so einen. Ein ganz normaler Pulli mit normalem Kragen.“ Wurde bestellt. Normaler Kragen heißt Rundhalsausschnitt.

Dumm nur, dass ich das Anleitungsbuch mit Tabellen für alle Größen und alle Garnstärken nicht mitgenommen habe. Auf Ravelry habe ich eine ganz lustige Methode für einen Raglan von oben gefunden, bei dem man seine Maschenprobe vermessen muss und vom Empfänger den Halsumfang, die Raglanlänge entlang der Abnahmen, Körper- und Armlänge sowie den Handgelenkumfang benötigt. Ich bin mal gespannt, wie der Pulli wird. Ich arbeite dran.

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