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Vor kurzem hatte ich beschlossen, dass ich erstmal genug Wolle in Haus habe und deshalb in der nächsten Zeit keine neue mehr kaufen darf. Keine Wolle, die außerhalb der vorhandenen Boxen gelagert werden müsste. Was verstrickt ist, darf natürlich aufgefüllt werden. Das klingt doch ganz vernünftig, oder?

Heute habe ich mich auf der Seite von Drops Design umgesehen und dabei entdeckt, dass in ein paar Tagen die Merinowolle reduziert wird. Auf der Seite eines der beiden empfohlenen online-Shops habe daraufhin gesehen, dass die Merino Mania dort schon angefangen hat.

Das führt mich in Versuchung. 25% Rabatt – da klingt kaufen doch rational. Nicht kaufen wäre fast irrational …

Nein, ich bleibe standhaft. Ganz bestimmt.

Doch da sind so schöne Farben dabei. Vielleicht doch ein paar Knäuel? Die Versandkosten sollten sich auch lohnen …

Ich kämpfe noch mit mir.

Und Ihr?

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Das Wollschaf fragt heute:

Aus dem Archiv vom 16.08.2005:

Welche Wolle liegt schon am allerlängsten in deinem Vorrat? Warum ist sie noch nicht verarbeitet (oder verkauft oder verschenkt…)? Was soll(te) aus ihr einmal werden?

Am längsten in meinem Vorrat liegen diverse Knäuel Sockenwolle. Die zählen aber nicht richtig, da ich davon ausgehe, dass sie früher oder später zu Socken, Handschuhen, Handstulpen oder ähnlichem verarbeitet werden. Als ich Ende 2011 wieder mit dem Stricken angefangen habe, habe ich mir diese Schachenmayer Extra Merino Big für ein ganz bestimmtes Projekt gekauft.

SMC Merino Extra Big

Es sollte eine Mütze mit Hebemaschenmuster und Schal aus der „Fantastische Strickideen“ werden. 400g des Originalgarns der Anleitung habe ich gekauft. Das war ganz schön teuer. Damals hab ich mir noch nicht zugetraut, eine andere Wolle als die in der Anleitung angegebene zu nehmen. Socken und Schals hatte ich schon gestickt, aber an die Mütze habe ich mich recht lange nicht ran getraut.

Inzwischen ist das nicht mehr der begrenzende Faktor, aber jetzt gefällt mir die Anleitung nicht mehr. Ich weiß nicht, was ich mit 400g von diesem Garn anfangen soll. Für einen Pullover ist es zu wenig. Für eine Mütze zu viel. Für passende Handschuhe bestimmt zu empfindlich. Schals sind mir zu langweilig. Also liegt es – normalerweise in eine Plastiktüte verpackt – in meinem Stash und wartet darauf, dass mir irgendwann das passende Projekt einfällt. Bestimmt wird dieser Tag irgendwann kommen. In den nächsten paar Wochen aber bestimmt nicht.

Diese Dienstagsfrage habe ich zum Anlass genommen, um meine Wollvorräte im Wohnzimmer auszubreiten und Inventur zu machen.

Stash

Die drei Kisten hinten links sind Sockenwolle. Die linke Kiste habe ich nach und nach zusammengetragen. Sie enthält vor allem Regia. Die beiden Kisten rechts davon sind Lana Grossa Meilenweit, die ich mal bei eBay ersteigert habe. Auch die beiden Kisten ganz rechts sind von eBay. In der gelben Tonne bewahre ich die Reste auf.

Der grüne Berg auf der linken Seite ist Drops Eskimo, dahinter liegt in pink und blau Drops Merino Extra Fine (war reduziert, ich konnte nicht anders). Der rote Haufen rechts davon ist Drops Baby Alpaca Silk. Das habe ich mal erstanden, als es 30% reduziert war. Dahinter liegt Filzwolle für Pantoffeln von Aldi. Rechts davon Schachenmayer Universa. Daraus wollte ich mal einen gestreiften Pullover machen. Das rote und schwarze Knäuel waren für eine Piratenmütze gedacht. Die dunkelblauen Knäuel vor der gelben Tonne sind die Reste der Lana Grossa Nuvola von meinem Muschelsucher. Davor liegt Schachenmayer Egypto Cotton Color. Links davon Drops Cotton light, die mal für ein Sommertop gedacht war. Die hellblauen und das rosafarbene Knäuel links davon habe ich aus dem Dänemark-Urlaub mitgebracht. Die Einzelknäuel bzw. Stränge davor sind von Araucania und warten auf das passende Tuch.

Wenn ich mir das so ansehe, schwanke ich zwischen „Oh mein Gott, so viel, Du solltest dieses Jahr nur noch aus dem Vorrat stricken“ und „Hey, wenn man die Sockenwolle abzieht, ist das gar nicht so viel, , da kann ich ja doch neue Wolle kaufen“.

Wen genauere Angaben zu den einzelnen Garnen interessieren, der findet sie – mit Ausnahme der Sockenwolle – in meinen Stash auf Ravelry.

Gestern morgen war es soweit. Die letzte Masche von Firelight war abgekettet. Ich saß gemütlich mit einer Tasse Kaffee da und vernähte die Fäden. Die Welt war in Ordnung. Doch plötzlich machte sich eine gewisse Unruhe in mir breit. Zuerst konnte ich das Gefühl nicht einordnen. Fäden vernähen macht mir nichts aus, daran konnte es nicht liegen. Doch es ließ sich nicht verdrängen. Etwas stimmte nicht. Es war die Frage „Was stricke ich jetzt?“

Normalerweise kein Problem. Zwei WIPs – Socken und ein Tuch – habe ich noch. Zudem einen Wollvorrat, der auch spontane Strickaktionen durchaus zulässt, enthält er doch genug Wolle für ca 10 Pullover, diverse Knäuel für Kleinteile und zwei große Plastikboxen mit Sockenwolle. Auch mit Werkzeug und Anleitungsbüchern bin ich gut ausgestattet und meine Queue auf Ravelry auch.

Doch gestern morgen gab es einen Haken – ich war gar nicht Zuhause. Seit Samstag habe ich Urlaub, drei ganze Wochen. Derzeit besuche ich meine Lieblingsmann, der aber noch bis Mittwoch arbeiten muss, Mittwoch Abend geht’s nach Hause und dann fahren wir zusammen weg. In der Pendlerwohnung von meinem Lieblingsmann lagert natürlich keine Wolle.

Jetzt denkt ihr bestimmt „Wie, da fährt sie für fünf Tage weg und hat nicht genug zum Stricken dabei? Das würde mir nie passieren!“

Mir normalerweise auch nicht. Meine Strickgeschwindigkeit überschätze ich total. Normalerweise habe ich im Vergleich zu dem, was ich realistisch geschätzt schaffen könnte, locker das dreifache dabei.

Doch diesmal habe ich mich schlicht und einfach verplant. Das ich für Firelight nicht mehr lange brauchen würde, war mir schon klar. Das Schultertuch aus Sockenwolle habe ich mitgenommen. Damit ich es fertig bekomme und nicht immer wieder beiseite lege.

Was mir gestern morgen so eine Unruhe bescherte, war die zunehmende Gewissheit, dass ich das Tuch aus einem guten Grund immer wieder beiseite gelegt hatte. Daraufhin habe ich es mir noch einmal genau angesehen. Die Farben – toll. Das Muster – bringt die Farben richtig gut zur Geltung. Daraufhin habe ich es mir so um die Schultern (bzw. eine Schulter und 2/3 Rücken) gelegt, wie es später getragen werden soll.

Da wurde mir klar, was nicht stimmt. Die Wolle liegt auch bei dieser Trageweise auf einem Stück nackter Haut am Hals – dafür ist sie mir zu kratzig. Am Hals bin ich sehr kratzempfindlich. Außerdem betont ein Schultertuch naturgemäß die Schultern. Da ich breite Schultern habe, steht mir das einfach nicht. Ich könnte das Tuch zwar fertigstellen, doch dann würde ich es wahrscheinlich nur sehr selten anziehen.

Dafür ist die Wolle zu schön, das hat sie nicht verdient. Eine Alternative für die Wolle hatte ich schnell gefunden. Bunte Handschuhe, das würde super passen. Doch die passende Nadelstärke hatte ich nicht dabei und Sonntags sind keine Strickläden geöffnet.

Was also tun? Da fiel mein Blick auf die Garnreste von Firelight. Klar, daraus könnte ich noch was machen. Für eine Mütze müsste das reichen und Zuhause habe ich mehr davon – da sind auch noch passende Handstulpen drin. Da saß ich also Sonntag morgens und suchte hektisch nach einer passenden Anleitung. Mein Lieblingsmann war übrigens sehr verständnisvoll, konnte sich aber ein kleines Grinsen nicht verkneifen.

Als ich eine Anleitung gefunden hatte, ging es mir schlagartig viel besser. Damit würde ich erstmal über die Runden kommen. Zur Not könnte ich ab Montag immer noch ein Nadelspiel für die Handschuhe kaufen.

Schon wieder ist neue Wolle bei mir eingezogen. Zuerst hat mir mein Lieblingsmann zum Geburtstag etwas ganz Feines geschenkt. Die Wolle ist kuschelweich, hat einen Seidenanteil und einen traumhaften Farbverlauf. Die hat er selber ausgesucht. Seht selbst.

DSC01313

Sie ist in dünner Sockenwollenstärke und die Menge reicht für ein schönes Tuch. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, welches ich damit mache.

Tja, an sich habe ich mehr als genug Garn in meinem Stash. Ich hab das mal durchgezählt. Es wäre genug für acht Pullover oder Westen. Alles was nicht für einen Pullover reicht ist dabei noch gar nicht mitgezählt. Da kommt noch mal so einiges zusammen. Ganz zu schweigen von den zwei Boxen mit Sockenwolle. Nein nein, ich meine keine kleinen Boxen sondern diese großen Plastik-Stapelboxen.

Doch dann habe ich gesehen, dass bei Drops im Mai auf viele Artikel 35% Rabatt gegeben wird. Da bin ich schwach geworden. Die Wolle wird doch schließlich nicht schlecht und früher oder später werde ich sie bestimmt verstricken …

Gestern ist dann das Paket angekommen. Genug Wolle für zwei weitere Pullover. Und da der überwiegende Teil der Wolle in meinem Stash in eher gedeckten Farben gehalten ist, war das schon eher ein Vernunftkauf.

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So, jetzt mache ich mich daran, erstmal das zu verstricken, was ich schon auf den Nadeln habe. Schließlich habe ich noch den ganzen Feiertag dafür Zeit. Ich wünsche Euch einen angenehmen Feiertag.

Feierabend, zaghafter Sonnenschein, Zuhause ein blauer Pullover und der Beginn einer bunten Socke – da kann es nur ein Ziel geben. Neue Wolle muss her! Für eine Weste. Wieso eine Weste? Ganz einfach. Westen haben kein Ärmel. Eine Weste ist schon ausgesucht. Firelight von Ágnes Kutas-Keresztes. Passende Wolle ist im Stash vorhanden, doch sie hat einen Fehler. Sie ist dunkelrot. Und ich brauche Farbe. Hellrot. Da hilft nur eins – ab zum nächsten Wollladen.

Doch dann die Enttäuschung. Passende Wolle ist da. In dem Rotton, den ich schon zuhause habe. Lange stehe ich vor dem Wollregal und schaue mir die Auswahl an.

„Nimm doch mich“ sagt die gelbe Wolle „Firelight kann doch auch gelb sein.“

„Nein,“ sage ich „gelb steht mir nicht.“

„Nimm doch mich“ sagt die dunkelrote Wolle „ich habe zwar die gleiche Farbe wie die, die Du zuhause hast, aber ich bin viel viel weicher.“

„Das ist egal“ sage ich „unter die Weste will ich eh eine Bluse ziehen.“

„Nimm doch mich“ sagt die hellblaue Wolle „ich lösche das Firelight.“

„Nein“ sage ich „das Feuer soll nicht gelöscht werden.“

„Dann nimm doch mich“ sagt es leise von der Seite. „Du willst doch Farbe. Das kann ich bieten.“

Langsam schaue im mich um. Wer hat gesprochen? „Du?“ sage ich „Du bist doch Sockenwolle.“

„Das macht doch nichts“ sagt die Sockenwolle „dafür bin ich wunderschön.“

„Ich habe aber schon jede Menge Wolle zuhause“ sage ich „und allein zwei Kisten voll mit Sockenwolle.“

„Aber keine, die so bunt ist wie ich“ sagt die Sockenwolle. „Und außerdem  – Sockenwolle zählt zum Stash nicht dazu.“

„Du hast mich überzeugt“ sage ich. „Du darfst mitkommen.“

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Jetzt liegt sie vor mir und schaut mich an. Was sie wohl werden will?

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