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Ich konnte es einfach nicht lassen. Nach zwei paar Babyschühchen habe ich jetzt noch eine Strickjacke in Neugeborenengröße gemacht. Die Anleitung Newborn Vertebrae von Kelly Brooker fand ich einfach zu witzig. Das ist eine Jacke, die nur die Arme und den Rücken bedeckt. Jetzt habe ich zwar kein Baby, um es auszuprobieren, aber ich denke, dass das in der wärmeren Jahreszeit ganz praktisch sein kann. Die Anleitung gibt es übrigens auch in größeren Größen und für Erwachsene, dann ist sie aber nicht mehr kostenlos. Da es aber ein einfacher Raglan von oben ist, bei dem die Vorderseite bis auf ein paar Maschen fehlt und an die dann noch rundum eine Blende angestrickt wird, denke ich, dass man sich die Anleitung recht einfach aus einer Raglananleitung selber basteln könnte.

Newborn Vertebrae 1

Newborn Vertebrae 2

Gestrickt habe ich mit Sockenwolle und Nadelstärke 3,0 mm (2,5 mm für Bündchen und Blende). Die Wolle ist Lana Grossa Meilenweit, einmal Meilenweit Jaquard und einmal ganz normale in Bordeaux. Da ich die Wolle mal bei einer Auktion erstanden habe weiß ich gar nicht, ob man die Jaquard noch bekommt.

Newborn Vertebrae 3

Die Packung Taschentücher dient dem Größenvergleich. Wobei „Kleinenvergleich“ hier das bessere Wort wäre.

Ach ja, natürlich hatte ich die Bündchen erst in Jaquard gestrickt und bin erst bei der Blende auf die Idee gekommen, dass Querstreifen vielleicht zu unruhig aussehen würden. Mit der jetzigen Farbwahl gefällt es mir gut. Jetzt muss die Jacke nur noch gewaschen werden (mehrfach, erst dann wird diese Wolle weich genug für meinen Geschmack) und dann kommt sie zu dem einen paar Babyschühchen, das hier immer noch liegt. Wenn das so weitergeht, bin ich für die nächsten Babys im Familien- und Freundeskreis gut gerüstet.

Gestern abend habe ich die Knöpfe an meinen Cypress Cardigan angenäht und heute war das Wetter gut genug, um ein paar Tragefotos im Freien zu machen.

Cypress Cardigan DCypress Cardigan C

Muster: Cypress Cardigan von Amy Herzog aus dem Buch „Knit to Flatter“

Garn: Wolle Rödel Bamboo Plus, 60% Bambus 40 % Nylon, Lauflänge 100g 208 m

Maschenprobe: 20 M x 29 R nach dem Waschen (21 M x 29 R vor dem Waschen)

Nadelstärke: 3,5 mm, Blenden mit 3,0 mm

Der Cardigan wird von unten in Einzelteilen mit eingenähten Ärmeln gestrickt. Für die Knopfblende und die Ausschnittblende werden nach dem Zusammennähen Maschen aufgenommen und dann die Blende angestrickt.  Die Anleitung ist klar geschrieben und gut verständlich, erhält aber einen kleinen Fehler. In der Anleitung steht, dass man die Einzelteile mit der kleineren Nadelstärke strickt. Die kleinere Nadelstärke wird aber nur für die Blenden genommen.

Bevor ich mit dem Stricken angefangen habe, habe ich nicht nur das Buch von Amy Herzog gelesen, sondern auch noch ihren Kurs auf Craftsy belegt. Dadurch wird einiges, was sie im Buch erklärt, noch deutlicher. Ich habe allerdings auf die Aktion mit den Fotos verzichtet, da ich mir ziemlich sicher bin, dass ich der „Proportional“-Typ bin. (Dass das nicht auf allen Fotos so aussieht, liegt daran, dass ich meine Lieblingsmann erstmal daran erinnern musste, nicht zu sehr von oben zu fotografieren. Ich habe auch ein paar Bilder, auf denen er dann extra von unten geknipst hat. Darauf sehe ich wie der „Bottom Heavy“-Typ aus. Die zeige ich Euch aber nicht.)

Das Buch und den Kurs kann ich sehr empfehlen. Besonders hilfreich fand ich die Tipps, an welcher Körperstelle man wieviel cm zu den eigenen Maßen zugeben oder davon abziehen muss, um einen gut sitzenden Pullover zu erhalten, in dem man trotzdem nicht wie eine Presswurst aussieht.

Außerdem nimmt man nach ihrer Methode nicht den Brustumfang, sondern misst den Umfang kurz unter den Armen, um an den Schultern einen möglichst guten Sitz zu erhalten. Ich habe die Größe für 96,5 cm als Grundlage genommen. Da mein Hüftumfang an der Stelle, an der ich das Bündchen haben wollte,  im Vergleich zur Standardfrau aber geringer ist, habe ich für die Hüften etwas mehr Maschen als für die eins kleinere Größe genommen. Die Taillenweite ist bei mir dann etwas kleiner als die Ausgangsgröße und mit den anschließenden Zunahmen erreiche ich dann die Ausgangsgröße für die Schultern.

Geändert habe ich außerdem die Ärmellänge und die Lace Panels. Die sind in der Anleitung auf beiden Seiten gleich gearbeitet. Ich habe sie gespiegelt, weil ich das schöner fand. Am Rücken kann man das besonders gut sehen.

Cypress Cardigan B

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Auch wenn ich den Cardigan aufgrund der dreiviertel-Ärmel wahrscheinlich dieses Jahr nicht mehr lange tragen kann, war es zumindest heute noch warm genug, auch ohne zusätzliche Jacke durch den Kutterhafen zu laufen. Zugegebenermaßen war es heute mittag verhältnismäßig windstill hier an der Nordsee.

Der Cypress Cardigan ist der erste Pullover, den ich in Einzelteilen stricke. Das stricken ging auch super und gefühlt schneller als in Runden. Doch vor dem Einsetzen der Armkugeln hatte ich richtig Bammel. Den schönen Cardigan durch schlampige Nähte verhunzen, das wollte ich nicht. Tagelang – nein, wochenlang habe ich das vor mir hergeschoben. Letzte Woche habe ich mir dann endlich einen Ruck gegeben und habe tatsächlich inzwischen beide Armkugeln drin und alle Nähte geschlossen. Pro Armkugel habe ich einen Abend gebraucht. Ich denke aber, dass das beim nächsten Mal etwas schneller gehen sollte.

Jetzt ist der Cardigan gewaschen und schon fast trocken. Morgen oder übermorgen kann ich hoffentlich die Knöpfe annähen. Das hatte ich vorher noch nicht gemacht, da ich mich so schwer entscheiden konnte, welche es werden sollen. Ich habe mich jetzt für die blauen Knöpfe entschieden.

Cypress Cardigan 1

Für das Einnähen der Armkugeln habe ich mich an diese Anleitung von Amy Herzog gehalten. Sie benutzt Maschenmarkierer, um Armausschnitt und Armkugel provisorisch zu fixieren, bevor sie die Naht schließt. Das hat bei mir gut geklappt. Ich finde, dass das Ergebnis recht sauber aussieht. Ich bin schon ganz gespannt, ob der Cardigan nachher auch gut passt. Vor dem Waschen (auf das Waschen und Spannen der Einzelteile hatte ich verzichtet, da ich fürchtete, dass mir das Bambusgarn ohne Nähte völlig aus der Form geraten würde) war er etwas zu eng. Da die Maschenprobe nach dem Waschen auch gewachsen ist, mache ich mir erstmal keine Sorgen.

Vor kurzem hatte ich beschlossen, dass ich erstmal genug Wolle in Haus habe und deshalb in der nächsten Zeit keine neue mehr kaufen darf. Keine Wolle, die außerhalb der vorhandenen Boxen gelagert werden müsste. Was verstrickt ist, darf natürlich aufgefüllt werden. Das klingt doch ganz vernünftig, oder?

Heute habe ich mich auf der Seite von Drops Design umgesehen und dabei entdeckt, dass in ein paar Tagen die Merinowolle reduziert wird. Auf der Seite eines der beiden empfohlenen online-Shops habe daraufhin gesehen, dass die Merino Mania dort schon angefangen hat.

Das führt mich in Versuchung. 25% Rabatt – da klingt kaufen doch rational. Nicht kaufen wäre fast irrational …

Nein, ich bleibe standhaft. Ganz bestimmt.

Doch da sind so schöne Farben dabei. Vielleicht doch ein paar Knäuel? Die Versandkosten sollten sich auch lohnen …

Ich kämpfe noch mit mir.

Und Ihr?

Der aufmerksame Betrachter dieses Bildes wird sich fragen: „Wieso zum Geier macht sie drei Handschuhe? Der Mensch hat doch nur zwei Hände!“

Podster Gloves 1

Nun habe ich zwar schon öfter den Tipp gesehen, man solle möglichst drei Handschuhe machen, damit man gleich einen Ersatz hat, wenn einer verloren geht. Doch so organisiert bin ich normalerweise nicht. Außerdem finde ich den Gedanken, der dahinter steht, etwas traurig. Ich möchte doch nicht schon bei der Herstellung davon ausgehen, dass ein Teil früher oder später nicht wieder auffindbar sein wird.

Für Kinderhandschuhe sehe ich das ein. Für die ganz Kleinen verbindet man die Handschuhe noch mit einer Schnur. Früher oder später geht das aber nicht mehr, weil so was natürlich nur Babys tragen. Trotzdem ist das Kind aber noch zu klein, um auf seine Sachen zu achten.

Hier ist die Lage jedoch ganz anders. Am nächsten Foto kann man es erkennen.

Podster Gloves 2

Zwischen dem linken und dem rechten Handschuh liegt ein dreiviertel Jahr. Anscheinend stricke ich inzwischen lockerer als früher. (Ja, es ist ganz sicher die gleiche Nadelstärke und sogar dasselbe Nadelspiel.) Jetzt wird mir auch klar, wieso ich früher die größte angegebene Nadelstärke nehmen musste, um die empfohlene Maschenprobe zu erreichen und inzwischen die kleinste. Da die Wolle von unterschiedlichen Herstellern war, hatte ich das bisher auf Unterschiede zwischen den Garnfirmen geschoben.

Nachdem ich bei Tichiro den Riesenberg Knöpfe gesehen habe, hat es mir auch in den Fingern gekribbelt. 1500 Knöpfe habe ich erworben. Jetzt habe ich – hoffentlich – für jede Gelegenheit etwas Passendes. Natürlich sind bei so einem Restposten nicht alle Knöpfe toll, aber der Großteil gefällt mir gut. Außerdem macht es einfach Spaß, in großen Schachteln voller Knöpfe zu wühlen. Natürlich habe ich die ersten Knöpfe gleich angenäht.

Fractured Light 2

Diese Mütze – Fractured Light von Kirsten Kapur – hatte ich im Juni in einer Art Verzweiflung angefangen, weil ich unterwegs war und nichts mehr zum Stricken hatte. Den Sommer über lag sie lange fast vergessen an der Seite. Letzte Woche habe ich sie wieder hervorgeholt und fertig gestrickt. Was man alles so macht, wenn man sich davor drücken möchte, eine Armkugel einzunähen …

Sie strickt sich recht einfach, da das Muster sehr eingängig ist. Das geht sogar vor dem Fernseher. Gestrickt habe ich mit den Resten der Zitron Lifestyle, die von meinem Firelight übriggeblieben sind und Nadelstärke 3,5. Ich habe auch noch genug Wolle übrig, dass ich noch die passenden Handstulpen „Fractured Light Mittens“ machen kann.

Fractured Light 3

Nur eins gibt mir zu denken. Gestern Abend habe ich die Mütze fertiggestellt. Heute sind es 16 Grad und es regnet und windet. Das fühlt sich richtig herbstlich an. Hoffentlich kann die arme Mütze nichts dafür.

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