Das Wollschaf fragt heute:

Beim Stricken von rechten Maschen tippe ich mit dem rechten Zeigefinger auf die linke Nadel, um die Nadel zurückzuschieben und die gestrickte Masche auf die rechte Nadel zu transportieren. Dies ist so meine Strickangewohnheit, da hat wohl jede so ihre Spezialitäten.

Manchmal, wenn ein Strickstück besonders sperrig ist und nicht rutschen will, stricke ich mir ein kleines Loch in den Zeigefinger- eine kleine Lücke zwischen den Rillen im Finger (die für Fingerabdrücke gebraucht werden).

Das tut fies weh, wenn man beim Stricken erneut mit der Nadel dort hineingerät und lässt sich nur durch eine Strickpause, Stricken mit Fingerhut oder undurchdringliches weisses Heftpflaster vermeiden.

Nun meine Frage:

Kennt Ihr diese Strickverletzung oder habt Ihr schon Beeinträchtigungen körperlicher oder anderer Art durch das Stricken erlitten?

Vielen Dank an chatts für die heutige Frage!

Zumindest diese spezielle Strickverletzung ist mir noch nicht passiert. Ich habe die Frage aber zum Anlass genommen, um mir meine Stricktechnik mal genauer anzusehen. Dazu muss ich sagen, dass ich das Stricken zwar auf die deutsche Art – mit der Wolle über dem linken Zeigefinger – gelernt habe, seit einem Jahr aber auf die englische Art – mit der Wolle über dem linken Zeigefinger – gewechselt habe.

Der Anlass dafür war eine „Strickverletzung“. Wenn ich viel gestrickt hatte, tat mir oft das linke Handgelenk weh. Dann habe ich gelesen, dass die englische Methode schonender für die Handgelenke sei und dachte mir „probier’s doch einfach mal aus“. Mit Hilfe eines Videos bei uTube habe ich es mir beigebracht. Bei den ersten Reihen hatte ich das Gefühl, dass ich mir gleich die Finger breche, doch ich habe es fix gelernt. Linke Maschen finde ich so auch einfacher als vorher. Und für meine Handgelenke ist es so deutlich angenehmer.

Zusätzlich habe ich das Gefühl, dass ich mit 15 cm Nadelspielen nicht so gut zurecht komme. 20 cm sind deutlich angenehmer, bei den kürzeren verkrampfe ich leicht.

Doch eigentlich wollte ich ja schauen, wie ich die Maschen verschiebe. Mal sehen. Dadurch, dass ich den Faden über dem rechten Zeigefinger halte, habe ich den linken für andere Aufgaben zur Verfügung. Daumen und Zeigefinger der linken Hand liegen bei mir an den vorderen Maschen der linken Nadel. Die Spitze des Zeigefingers liegt ungefähr an der zweiten, die des Daumens ungefähr an der fünften Masche. Mit den beiden Fingern schiebe ich die Maschen beim Stricken in Richtung Nadelspitze. Das ist wenig verletzungsanfällig.

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