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Meist versuche ich, nicht zu viele Projekte gleichzeitig auf den Nadeln zu haben. Trotzdem sammeln sie sich immer wieder an. Zu groß ist die Versuchung, etwas Neues anzuschlagen. Etwa weil ich eine tolle Anleitung gefunden habe, die ich unbedingt ausprobieren möchte oder weil ein spontaner Wollkauf nach Verarbeitung drängt.

Wie sieht es in meiner Projektliste derzeit aus? Noch in den letzten Zügen der Fertigstellung eines Pullovers in dunkel-dunkel-dunkelblau in Verbindung mit dem trüben Wetter habe ich Socken in fröhlichen Farben angeschlagen.

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Als nächstes großes Projekt habe ich mir eine Weste rausgesucht. Die Beschaffung des passenden Garns erwies sich als langwieriger als angenommen. Währenddessen war ein buntes Knäuel Sockenwolle in meine Einkaufstüte gehüpft, das natürlich auch nach Verarbeitung drängte. Ein Schultertuch wurde angeschlagen.

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Dann kam die bestellte Wolle für die Weste endlich an und damit begannen meine Sorgen. Was tun? Zuerst die Socken fertigstellen? Zuerst das Schultertuch fertigstellen? Oder doch gleich mit der Weste anfangen. Bei einem so schönen rot kann man nur schwerlich widerstehen.

Socken – die sind das Mitnahmeprojekt. Wenn ich die fertigstelle, dann muss ich zwangsläufig neue Socken anschlagen. Dann habe ich zwar fertige Socken aber immer noch mehrere Projekte gleichzeitig. Das ist also keine Lösung.

Dann also das Tuch fertigstellen. An sich klingt das logisch. Wenn man schön brav der Reihe nach ein Projekt nach dem anderen arbeitet, dann hat man schneller ein Ergebnis. Und schafft wahrscheinlich, weil man diszipliniert arbeitet, insgesamt in einem Jahr mehr Sachen, als wenn man immer zwischen den einzelnen hin- und herspringt und sich immer wieder neu in die Anleitung hineindenken muss. Von Projekten, die zur Seite gelegt wurden und seit Monaten auf ihre Fertigstellung harren, jetzt mal ganz zu schweigen (irgendwo habe ich doch noch die angefangenen Handschuhe … egal, die kommen im Herbst wieder dran).

Also strickte ich brav an meinem Schultertuch weiter. Die rote Wolle sah mich vorwurfsvoll an doch ich blieb standhaft. Mehrere Tage. Doch gestern dann hielt ich es nicht mehr aus. Eine kleine Maschenprobe ist doch gar kein richtiger Anfang. Das ist nur die Vorarbeit. Genauso wie das Vergleichen der Maße mit meinen Körpermaßen und Berechnen der Änderungen. Also fix die Maschenprobe angeschlagen. Während sie nach dem Waschen vor sich hin trocknete am Socken weitergestrickt.

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Heute bin ich mir sicher, dass es ein Denkfehler ist, dass man mit einem Projekt zur Zeit mehr schafft. Schließlich geht es darum, die verfügbare Zeit optimal auszunutzen. Mit mehreren Projekten gleichzeitig kann man sich immer das raussuchen, auf das man gerade am meisten Lust hat. Damit strickt man also ingesamt mehr Stunden in der Woche. Ein kleines Projekt, dass man überall hin mitnehmen kann, erhöht die zur Verfügung stehende Zeit noch einmal. So braucht man zwar für ein Teil mehr Tage als wenn man am Stück stricken würde, aber aufs Jahr gerechnet denke ich, dass man mit mehreren Projekten gleichzeitig weiter kommt.

Theoretisch müsste man jetzt einen Selbstversuch zu diesem Thema starten. Der wird aber schwierig umzusetzen, da die Vergleichbarkeit der einzelnen Wochen fehlt. Folglich muss ich einfach mit der Annahme weitermachen. Auch nicht schlimm. Hauptsache Stricken macht Spaß – ob mit einem oder mehreren Projekten.

Erinnert Ihr Euch noch an das kleine Knäuel Sockenwolle, dass neulich alles gegeben hat, um mit mir nach Hause kommen zu dürfen? Das habe ich inzwischen angeschlagen. Ich habe ein Muster gesucht, in dem die Farben gut zur Geltung kommen und das keine Socke ist. Zuerst wollte ich den Drop Stitch Scarf machen. Nach meinen letzten Erfahrungen mit Halstüchern aus normaler Sockenwolle, wie beispielsweise einem Hitchhiker den ich nicht trage, weil er mir am Hals zu kratzig ist (ich bin am Hals sehr empfindlich in dieser Hinsicht) habe ich ein ähnliches Muster gesucht, das nicht direkt am Hals getragen wird.

Manchmal sind die einfachen Lösungen die besten. Fündig geworden bin ich in einem Buch aus meiner recht umfangreichen Strickbuch-Sammlung. Sock Yarn One Skein Wonders von Judith Durant. Das Buch kann ich wärmstens empfehlen. Es enthält 101 Anleitungen für alles Erdenkliche, was man aus einem Knäuel Sockenwolle machen kann. Dabei sind sowohl Anleitungen für vierfädige als auch dickere Sockenwolle enthalten. Die meisten Anleitungen brauchen ein 100g Knäuel, es gibt aber auch ein paar für 50g oder 150g. Wenn ich „alles Erdenkliche“ sage, dann meine ich das auch so. Enthalten sind natürlich Socken, Mützen, Handschuhe, Stulpen, Tücher, Schals und Babysachen. Da hört es aber noch lange nicht auf. Man findet auch Taschen, Täschchen, Halsketten, einen French Press Cozy, Wärmflaschenüberzug, Lampenschirm und und und. Das ist ein Buch, bei dem ich bei jedem Durchblättern etwas Neues entdecke.

Diesmal habe ich mir den Calypso Shrug ausgesucht. Eine etwas breitere Version des Drop Stitch Scarf, die über die Schultern gelegt und vorne mit einem Knopf geschlossen wird. Da ich keine Perlen habe, lasse ich die einfach weg. Das Muster ist sehr eingängig, das geht auch beim Fernsehen gut. Die „Löcher“ werden mit Umschlägen gearbeitet, die man in der Folgereihe fallen lässt. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich zu der Reihe kommen, in der sich die Maschen entfalten.

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Fällt Euch was auf? Bis jetzt wiederholt sich der Farbrapport noch nicht. Ich frage mich, wie lang er wohl sein wird. Oder hat dieses Knäuel vielleicht keinen, so dass sich die Farben in willkürlicher Folge wiederholen? Ich könnte natürlich das Geheimnis jetzt schon lüften, in dem ich den Faden so lange aus dem Knäuel ziehe, bis ich den Anfang gefunden habe. Doch das wäre ein bisschen wie schummeln, oder? Da lasse ich mich lieber überraschen.

Kürzlich habe ich mehrere Hefte „Die Schachenmayrin“ von 1960 und 1962 erstanden. Einfach aus Neugier. Beim Durchblättern ist mir aufgefallen, dass in jeder Ausgabe Werbung für Knittax-Strickapparate ist. Meist mit Hinweisen darauf, dass Stricken damit für die vielbeschäftigte moderne Hausfrau von heute viel schneller und einfacher gehe und außerdem ein gleichmäßigeres Maschenbild ergäbe. Anscheinend haben sich die Werbetexter bei dieser Anzeige gedacht, dass sie besonders deutlich machen müssen, wie einfach ihr Produkt zu bedienen ist.

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Das Wollschaf fragt heute:

Es ist zur Zeit große Mode mit superdicken Nadeln zu stricken. Für mich sind das Besenstiele. Mit welcher Nadelstärke strickt ihr am liebsten? Gefällt euch dickes oder feines Gestrick besser?

Vielen Dank an Irmgard für die heutige Frage!

Superdicke Nadeln – wo fängt das an. Im Laden habe ich schon Stricknadeln in Größe 15 oder 20 gesehen – das sind dann tatsächlich Besenstiele. Am Anfang meiner Strickkarriere habe ich mich einmal zu Nadelstärke 10 verirrt. Und dann auch noch in einem Garn aus 100% Polyzeugs. Ganz dringend wollte ich den Loopschal stricken, der auf der Banderole abgebildet war. Getragen habe ich ihn nicht einmal, da ich ihn viel zu dick und damit unbequem finde. Das Stricken hat auch nicht wirklich Spaß gemacht.

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Die nächstniedrige Nadelstärke, die ich bisher genutzt habe war Nadelstärke 8 für Filzpuschen. Da hat mir das Strickbild vorher auch ganz gut gefallen. Für eine Dochtwolle könnte ich mir das durchaus mal vorstellen. Vielleicht einen dicken Kuschelpullover für sehr sehr kalte Wintertage. Diesen hier von Drops Design – aber dann in einer fröhlichen Farbe – zum Beispiel.

Meinen Pullover Owls habe ich in Nadelstärke 6 gestrickt. Das ging noch, wird aber nicht meine Lieblingsstärke werden. Die Stellen, an denen ich die Fäden vernäht habe, sieht man deutlich. Vielleicht fehlt mir da nur die richtige Technik, aber diese Stellen stören mich.

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Der Muschelsucher in Stärke 4 gefällt mir da schon viel viel besser.

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Allgemein stricke ich am liebsten mit Nadelstärken von 3 bis 4,5 und für Socken je nach Garn 2,25 bis 2,5. Das dauert zwar länger, aber ich finde, dass die dünneren Garne einfach schöner fallen.

Ich hab mir mal den Spaß gemacht und bei Ravelry nach Anleitungen mit wirklich dicken Nadeln gesucht.

Mit Nadelstärke 25 findet man vor allen Decken und Kissen:

Giganto Blanket – die ist noch nicht mal mit Stricknadeln gestrickt

Shiver Bolster – mit 10 Fäden gleichzeitig

Mit Nadelstärke 20 kommen mehr Dinge hinzu, die man tatsächlich anziehen könnte:

Murmur – eine Jacke

Noch eine Jacke

Mit Nadelstärke 15 wird die Auswahl langsam größer:

Wilde

Best Friend Cardigan

Doch auch hier ist nichts dabei, was ich wirklich gerne anfertigen oder tragen würde. Nichts, bei dem ich „Das muss ich einfach haben!“ denke. Da bleibe ich wohl lieber bei den geringeren Stärken.

 

Juhu, ich habe es geschafft. Mein Muschelsucher ist gesteekt, gewaschen und trocknet gerade langsam vor sich hin.

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Die Anleitung war Shellseeker von Heidi Kirrmaier, die Wolle Nuvola von Lana Grossa. Der Pullover wird als Raglan von oben in Runden gestrickt.

Mit dem Ausschnitt aus der Anleitung war ich nicht glücklich. Zu viel Stoff am Hals, zu dunkelblau, zu langweilig.

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Deshalb habe ich den oberen Teil abgetrennt und von unten her ein neues Halsbündchen in hellblau angestrickt.

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Zum Schluss noch gesteekt, mit Ösen versehen und aus der hellblauen Wolle eine Kordel gedreht.

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Mit dem Ergebnis bin ich richtig zufrieden. 🙂

Feierabend, zaghafter Sonnenschein, Zuhause ein blauer Pullover und der Beginn einer bunten Socke – da kann es nur ein Ziel geben. Neue Wolle muss her! Für eine Weste. Wieso eine Weste? Ganz einfach. Westen haben kein Ärmel. Eine Weste ist schon ausgesucht. Firelight von Ágnes Kutas-Keresztes. Passende Wolle ist im Stash vorhanden, doch sie hat einen Fehler. Sie ist dunkelrot. Und ich brauche Farbe. Hellrot. Da hilft nur eins – ab zum nächsten Wollladen.

Doch dann die Enttäuschung. Passende Wolle ist da. In dem Rotton, den ich schon zuhause habe. Lange stehe ich vor dem Wollregal und schaue mir die Auswahl an.

„Nimm doch mich“ sagt die gelbe Wolle „Firelight kann doch auch gelb sein.“

„Nein,“ sage ich „gelb steht mir nicht.“

„Nimm doch mich“ sagt die dunkelrote Wolle „ich habe zwar die gleiche Farbe wie die, die Du zuhause hast, aber ich bin viel viel weicher.“

„Das ist egal“ sage ich „unter die Weste will ich eh eine Bluse ziehen.“

„Nimm doch mich“ sagt die hellblaue Wolle „ich lösche das Firelight.“

„Nein“ sage ich „das Feuer soll nicht gelöscht werden.“

„Dann nimm doch mich“ sagt es leise von der Seite. „Du willst doch Farbe. Das kann ich bieten.“

Langsam schaue im mich um. Wer hat gesprochen? „Du?“ sage ich „Du bist doch Sockenwolle.“

„Das macht doch nichts“ sagt die Sockenwolle „dafür bin ich wunderschön.“

„Ich habe aber schon jede Menge Wolle zuhause“ sage ich „und allein zwei Kisten voll mit Sockenwolle.“

„Aber keine, die so bunt ist wie ich“ sagt die Sockenwolle. „Und außerdem  – Sockenwolle zählt zum Stash nicht dazu.“

„Du hast mich überzeugt“ sage ich. „Du darfst mitkommen.“

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Jetzt liegt sie vor mir und schaut mich an. Was sie wohl werden will?

Der Halsausschnitt meines Shellseekers ist immer noch verbesserungswürdig. Nach dem Hinweis auf die Nähmaschine hat sich die eine oder andere bestimmt schon denken können, was ich mit dem Ausschnitt vorhabe. Im meiner ständig wachsenden Strickbuchsammlung findet sich unter anderem das Buch „Custom Knits“ von Wendy Bernard. Bei der Suche nach meinem Anschlusspullover (zur Umgehung des SAS vielleicht einer ohne Ärmel …) bin ich dort auf den Pullover Updated Old Classic gestoßen. So ein Ausschnitt soll es werden. Nein, nicht so tief wie auf dem oberen Foto, eher wie auf dem unteren, keine Sorge. Dieser Ausschnitt erschien mir wie die Lösung all meiner Probleme, denn so konnte ich:

1. Den Ausschnitt noch im nachhinein ändern, da er gesteekt wird.

2. Ein vertikales Element hinzufügen, um nicht so eine große ununterbrochene Fläche unter dem Hals zu haben.

3. Mit einer Kordel in hellblau noch einen Farbtupfer hinzufügen.

4. Die Nietzange bei Tschibo kaufen, für die mir vorher noch eine Begründung gefehlt hatte und die ich wenige Tage zuvor unter dem vorwurfsvollem Blick meines Lieblingsmanns ins Regal zurückgelegt hatte.

Ein Problem war dadurch allerdings noch nicht gelöst. Steeken hatte ich noch nie ausprobiert und beim Gedanken, einfach in so viel Arbeit mit einer Schere zu schneiden, wurde mir seeehr mulmig. Daher habe ich das Ganze erstmal an einem Probestück ausprobiert.

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Die Nähte habe ich zur besseren Sichtbarkeit in hellgrau gemacht.

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Aufgeschnitten erinnert es schon vage an das, was es mal werden soll.

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Auf der Rückseite erstmal festgesteckt.

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Dann vernäht.

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Jetzt mit Ösen.

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Und zuletzt zum Testen ein kurzes Kordelstück gedreht und eingefädelt. Sieht doch wie ein Ausschnitt aus, oder? Ich habe es schon an den Pulli angehalten. Gefällt mir.

Dann also sofort auf zum Steeken des Shellseekers? Halt halt, nicht so voreilig. Meine Erfahrungen der Probeaktion:

1. Faden in Kontrastgarn ist unpraktisch, weil man ihn am unteren Rand noch sieht.

2. Die Ösen lassen sich seeehr schwer anbringen. Entweder ich hab den Dreh einfach noch nicht raus, oder ich brauche Hilfe von jemandem mit mehr Kraft.

3. Heute bin ich zu ungeduldig, um richtig sauber zu arbeiten.

Das heißt somit, dass der Shellseeker noch ein bisschen auf die Weiterverarbeitung warten muss, bis ich wieder geduldiger bin und außerdem der Lieblingsmann wieder da ist, um die Nietenzange zu bedienen. Der wird sich freuen, wenn er Freitag Abend nach Hause kommt und erstmal mit einem Pullover und einer Nietenzange überfallen wird 🙂

Das SAS (Second Arm Syndrom) habe ich erfolgreich überwunden. Doch heißt es nun im Hause woolness Ärmel gut – alles gut? Weit gefehlt. Ärmel gut – doch Ausschnitt noch lange nicht gut. Genau diesen Ausschnitt hatte ich beim Kauf der Anleitung so charmant gefunden, nur leider sieht er bei mir nur unfertig aus.

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Daher habe ich kurzerhand einen Teil des Ausschnitts abgetrennt und in die andere Richtung ein hellblaues Halsbündchen angestrickt. Das gefällt mir schon viel besser.

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Damit soll aber noch nicht Schluss sein. Wer genau hinsieht, erkennt in der Mitte des Bündchens einen Teil in glatt rechts, mit dem ich noch etwas vorhabe.

Da so viel dunkelblau auf einmal nicht so recht zum endlich sonnigen Wetter passt und außerdem die Nähmaschine schlecht im Auto genutzt werden kann, habe ich kurzerhand für unseren heutigen Ausflug mein buntestes Knäuel Sockenwolle aus dem Stash geholt.???????????????????????????????

SSS oder auch Second Sock Syndrom kenne ich. Durch den ersten Socken saust man noch so durch, ist begeistert über die Farbkombination und freut sich über das Ergebnis. Juhu, ein Socken fertig! Doch dann kommt die Ernüchterung. Ein zweiter Socken muss noch dazu. Für Einzelsocken gibt es einfach zu wenig Anwendungsmöglichkeiten. Idealerweise sollte der zweite Socken auch noch genauso aussehen wie der erste. Das kann schon mal zur Ernüchterung, manchmal sogar zur Verzweiflung führen.

Gestern musste ich leider feststellen, dass es außer SSS noch ein anderes Übel gibt, dass auch die begeistertste Strickerin befallen kann: SAS – Second Arm Syndrom.

Was war passiert? Den ersten Ärmel des Muschelsuchers hatte ich noch mit Elan gestrickt. Endlich kein endloser Körper in glatt rechts mehr. Ärmel sind doch viel kleiner und bestimmt ganz fix fertig. Angefangen mit einem Nadelspiel, nach ein paar Reihen festgestellt, dass das Maschenbild viel fester wird als auf der Rundstricknadel, kein größeres Nadelspiel dabeigehabt,  kurz nach einer Anleitung für Magic loop auf Youtube geschaut und dann noch einmal mit viel Schwung losgelegt. Ein Abend vor dem Fernseher, Autofahrt zur Familie, ein gemütlicher Abend dort und schwupp, erster Ärmel fertig.

Doch dann hat es mich überfallen. Aus dem Hinterhalt. Das Second Arm Syndrom. Auf der Rückfahrt hatte ich – ganz untypisch –  zunächst überhaupt keine Lust zum Stricken. Nach dem ersten Tankstopp habe ich mich aufgerafft. Anfangen ließ mich nur der Gedanke daran, dass auch der längster Ärmel einmal zu Ende geht. Außerdem sähe ein Pulli mit einem langen und einem kurzen Ärmel leider nicht wie ein Designerstück sondern einfach nur unfertig aus.

Abends vor dem Fernseher,  während Roland Emmerich in 2012 die Welt untergehen ließ, hatte ich ähnliche Gedanken beim Stricken des Ärmels of Doom. Auf einem anderen Kanal lief „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Ich fühlte mich eher wie die „Gefangene des Ärmels“. Auch „Harry Potter und der Ärmel des Schreckens“ wäre bestimmt kein Straßenfeger. Vielleicht „Ein Käfig voller Ärmel“. Leider kommt ein Ärmel selten allein. Doch immer noch besser als „Drei Ärmel für Charlie“. Oder der neue Horrorfilm für Strickfreunde „Vier Ärmel für ein Halleluja“. Ein bisschen muss ich noch durchhalten, damit ich aus vollem Herzen sagen kann

Ärmel gut, alles gut.

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