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Mein aktuelles Großprojekt ist der Pullover Shellseeker von Heidi Kirrmaier. Die Designerin schreibt dazu, dass sie vom Gedanken an Spaziergänge am Strand in Kalifornien zu diesem Pulli inspiriert wurde. Gegen kalifornische Strände hätte ich jetzt auch nichts einzuwenden. Hier hat es heute nach ein paar schönen Tagen wieder angefangen zu schneien. Wenn das so weitergeht, werden wir am Sonntag die Ostereier im Schnee suchen können …

Den Shellseeker – oder auch Muschelsucher – habe ich aus zwei Überlegungen rausgesucht. Erstens hatte mir die Lana Grossa Nuvola, aus der ich die Mütze Meret gestrickt hatte, wahnsinnig gut gefallen. Die Wolle ist super flauschig und verstrickt sich sehr angenehm. Da sie leider von Lana Grossa nicht mehr produziert wird, hatte ich kurzerhand online eine größere Bestellung – praktischerweise zu reduziertem Preis – aufgegeben. Allerdings ist die Wolle nach dem Waschen bei Meret etwas labbrig geworden. Nicht so sehr, dass es mich stört, aber doch so sehr, dass ich mir dachte, dass ein Kuschelpullover, der auch etwas schlabbrig werden kann, dafür die beste Idee ist. Zweitens ist der Muschelsucher von oben in Runden gestrickt und wird damit meinem Vorsatz gerecht, bei jedem Projekt etwas Neues zu lernen. Ausnahmen sind natürlich möglich, wenn ich ein Teil dringend haben will oder ich ein Geschenk brauche oder oder oder 🙂

Leider gab es nicht mehr genug von dem hellblau, dass ich bei Meret verwendet hatte, so dass ich keine Streifen machen konnte. Doch ein Knäuel in hellblau habe ich noch übrig, um damit hellblaue Akzente an die Bündchen zu machen. Die Anleitung für den Muschelsucher ist sehr ausführlich und klar geschrieben. Weil ich sofort loslegen wollte, habe ich auf eine Maschenprobe verzichtet. Wenn man es genau betrachtet, ist der Anfang eines von oben in Runden gestrickten Pullovers doch eine Maschenprobe, oder? Ich hatte Glück – die „Maschenprobe“ passt. Natürlich habe ich – trotz guter Vorsätze – nicht alle Maße in der Anleitung mit meinen Maßen verglichen. Zu heiß war ich darauf, endlich anfangen zu können. Vom Brustumfang her brauche ich Größe M, aber im Laufe des Werkprozesses musste ich feststellen, dass ich zwischen den Größen hin- und herschwanke (leider meist in Richtung L und nicht in Richtung S, aber man kann nicht alles haben).

Zuerst habe ich die Raglanzunahmen bis zur Maschenzahl für Größe M gemacht, kurz angehalten, dann die Ärmelmaschen stillgelegt und mit dem Körper angefangen. Ich hatte schon ein ungutes Gefühl dabei. Sah etwas klein aus. Nach wenigen Zentimetern habe ich es dann doch anprobiert – zum Glück. Der Pulli spannte unter den Armen. Also nochmal ein Stück aufgeribbelt, GEMESSEN, mit der Anleitung verglichen (ich weiß, ich weiß, wenn ich das am Anfang gemacht hätte, hätte ich Arbeit gespart) und die Raglanzunahmen bis zur Maschenzahl für Größe L gemacht. Dann habe ich ein schlechtes Meß-Gewissen bekommen und nicht nur noch einmal meinen Brustumfang gemessen, sondern auch einen Pulli aus dem Schrank gesucht, der ungefähr so sitzt, wie ich mir das für den oberen Teil des Shellseekers vorstelle und den auch vermessen. Siehe da, ein winziges bisschen kleiner, als die Maschenzahl für Größe M. Also habe ich kurzerhand in den ersten Runden seitlich abgenommen, bis ich bei der gewünschten Maschenzahl war. Das passt und sieht unter den Ärmeln auch nicht komisch aus. Man könnte fast meinen, dass diese Dreiecksform so sein soll.

Ein bisschen langweilig ist so ein großes dunkelblaues Strickstück in glatt rechts schon, aber es fühlt sich einfach toll an! Beim Muschelsucher wird ab Busenhöhe am Vorderteil seitlich abgenommen und in der Mitte zugenommen, die Maschenzahl bleibt aber gleich. Zuerst habe ich mich gefragt, was das wohl soll, aber dadurch ändert sich die Form. Der Pulli liegt am Rücken schöner an und beult sich vorne etwas aus, was durch den Übergang zur Tasche sehr stimmig aussieht. Auch diesen Teil musste ich zweimal machen. Vor dem Beginn der Zunahmen musste ich noch einige Runden mehr stricken, weil sonst die Linien der Zunahmen bei mir über dem Busen angefangen hätten. Das hätte bestimmt doof ausgesehen. Dadurch ist natürlich die Tasche weiter nach unten gerutscht – sah auch wieder doof aus. Also habe ich kurzerhand – klar erstmal wieder aufgeribbelt – und dann weniger Reihen zwischen den Zu- und Abnahmen gelassen als vorgesehen und nur bis zur Maschenzahl für die Tasche für Größe M gestrickt. Der Rest bis zum Bündchen ging dann glatt. Ich habe zwar ein bißchen gebraucht, bis ich die Anleitung für die Tasche verstanden habe, aber wenn man genau macht, was da steht, funktioniert es auch.

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Das Bündchen hat mir nach der Anleitung nicht gefallen. Es setzt direkt unter dem Innenteil der Tasche an und wölbt sich dadurch – zumindest bei mir – etwas nach vorne. Auch der längere Zipfel hinten, der auf den Fotos im Netz so toll aussieht, sieht bei mir irgendwie doof aus. Also wieder aufgeribbelt, ein paar cm glatt rechts und dann ein paar cm normales Bündchen mit einem hellblauen Streifen in der Mitte gestrickt. Ich bin richtig stolz auf mich, dass ich daran gedacht habe, wie man bei einem Bündchen aus rechten und linken Maschen saubere Farbübergänge hinbekommt. Man strickt einfach die jeweils erste Reihe der neuen Farbe in glatt rechts und danach im Bündchenmuster weiter. Das fällt kaum auf. Zwar wird das Bündchen etwas weniger elastisch aber das finde ich nicht so schlimm wie unsaubere Farbübergänge.

Gestern abend habe ich mit dem ersten Ärmel angefangen. Die Maschenzahl ist natürlich etwas viel für meinen Arm, also habe ich unter dem Arm – ähnlich wie beim Körper – wieder abgenommen. Ich bin jetzt bei einer Maschenzahl, die zwischen der für L und M liegt. Mal sehen, ob ich damit hinkomme. Während ich die Ärmel weiterstricke, habe ich noch genug Zeit, mir Gedanken zu machen, was ich am Halsausschnitt ändere. Derzeit ist er mir noch zu langweilig. Meine aktuelle Idee ist, einen Teil abzunehmen und dann in die andere Richtung ein Bündchen in hellblau anzustricken. Mal sehen, was ich dann tatsächlich mache. Bis zum Abschluss der Ärmel wird es bestimmt noch ein bißchen dauern.

Das Wollschaf fragt heute:

Was ist eure persönliche „Königsdisziplin“ beim Stricken? Aran? Lochmuster? Norwegermuster? Doppelstrick? Verkürzte Reihen?

Das sind nur Stichworte; vermutlich habt ihr eure ganz eigene Vorstellung von dem, was für euch das als am höchsten zu bewertende Strickkönnen ist.

Vielen Dank an Michaela für die heutige Frage.

Mit meinem derzeitigen Strickkönnen würde ich mich selber als anfänglich fortgeschritten bezeichnen. Es gibt so vieles, was ich noch nicht ausprobiert habe. Aber genau das ist auch das Faszinierende am Stricken, dass es so viele Möglichkeiten gibt, dass ein einziges Leben gar nicht reichen wird, um alles einmal auszuprobieren. So wird es nie langweilig.

Schwierig ist an sich immer das, was man noch nicht ausprobiert hat. Aber wenn man nichts neues probiert, lernt man auch nichts dazu. Meine erste Mütze zum Beispiel habe ich mit einer anderen Garnstärke gestrickt, als in der Anleitung angegeben war. Das Garn war mehr als doppelt so dick. Dabei habe ich viel über Umrechnen auf unterschiedliche Maschenproben gelernt – und dass es nicht nur auf die Anzahl der Maschen sondern auch auf die der Reihen ankommt.

Mein erstes Tuch war ein simples Dreieckstuch – ein Baktus. Dabei habe ich Abnehmen und Zunehmen ohne Löcher gelernt. Dann habe ich den Hitchhiker ausprobiert, und mich dabei über jeden einzelnen Zacken gefreut. Was mir diese beiden Tücher vor allem beigebracht haben ist, das normale Sockenwolle für mich am Hals zu kratzig ist.

Also habe ich das nächste Tuch – Magrathea – aus Baumwolle gestrickt. Ich hatte mir extra ein Tuch mit einem großen Teil in glatt rechts und einem schmalen Rand mit Lochmuster ausgesucht, damit ich einerseits gut voran komme und andererseits Lochmuster und Strickschriften lerne. Das Anfangsdreieck für dieses Tuch musste ich bestimmt fünf Mal anfangen, weil ich mit ständig vertan habe und beim Auftrennen ratz fatz viel zu viele Maschen verloren habe. Erst mit regelmäßigen Lifelines ging es dann – gegen Ende des Tuchs konnte ich das Muster auswendig und auch heruntergefallene Maschen im Muster wieder retten. Herrlich weich ist das Tuch durch die weiche Baumwolle (Schachenmayer Egypto Cotton Color), die so gar keine Ähnlichkeit mit Topflappengarn hat, dann auch noch geworden.

Mein erster Pullover – Owls – über den ich hier im Blog ausführlich geschrieben habe, hat mir gleich mehrere Dinge beigebracht. Zum Einen , dass es seeehhr wichtig ist, die eigenen Körpermaße mit der Anleitung zu vergleichen und auch die Maße, die nicht angegeben sind, einfach kurz auszurechen, um zu häufiges Auftrennen zu vermeiden. Das Wichtigste ist aber, ein Modell auszusuchen, dass zur eigenen Körperform passt. Bei Owls war mir das nicht gelungen. Da hatten mich die entzückenden Eulen so abgelenkt, dass ich darauf gar nicht geachtet habe. Doch auch bei dem Pullover, an dem ich derzeitig arbeite, musste ich mich regelmäßig dazu zwingen, tatsächlich zu rechnen und zu messen und nicht einfach im Überschwang wild drauflos zu stricken.

Lochmuster schrecken mich in kleinen Dosen nicht mehr, aber ein ganzes Tuch in einem komplizierten Lochmuster, vielleicht sogar in einem, in dem in den Rückreihen nicht einfach nur linke Maschen gestrickt werden, stelle ich mir schwierig vor.

Farbwechsel finde ich immer noch schwierig. Bisher habe ich mich an Norwegermuster noch nicht herangetraut. Die einzigen Farbwechsel waren Streifen. Da fällt es mir noch nicht leicht, den Faden auf der Rückseite locker genug zu lassen.

Wenn ich nun also darüber nachdenke, was für mich aktuell die Königsdisziplin ist, komme ich zu mehr als einer Antwort.

1. Königsdisziplin – Pullover stricken, der passt und zu meiner Körperform passt

Status: Bis jetzt noch nicht gelungen, aber ich arbeite dran.

2. Königsdisziplin – Lacetuch mit nicht eingängigem Muster

Status: Da traue ich mich noch nicht ran

3. Königsdisziplin – Zopfmuster

Status: Bisher nur bei Owls, aber dieses Jahr möchte ich noch einen Pullover mit mehr Zöpfen schaffen. Ein richtiger Aran wird wohl noch etwas dauern.

4. Königsdisziplin – Norwegermuster

Status: Vielleicht erst mal ein paar Fausthandschuhe oder eine Mütze, ein Pullover schreckt mich noch ab

Was ich aber am spannendsten finde ist die Frage, was meine Antwort auf die Frage nach der Königsdisziplin im nächsten Jahr um diese Zeit sein wird. Wie viel habe ich wohl bis dahin schon gelernt, was ich jetzt noch schwierig finde. Doch ich bin mir sicher, dass es immer noch Neues zum Ausprobieren geben wird.

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Meine Ausbeute von der Färbeaktion konnte ich natürlich nicht lange liegen lassen. An sich arbeite ich gerade an einem Pullover, von dem ich hier auch noch berichten werde, aber diese Herrlichkeit an Farben ist einfach zu verlockend. Das schreit doch geradezu danach, angeschlagen zu werden. Was liegt da näher, als auf die Idee zu kommen, aus einem der Stränge ein Geburtstagsgeschenk zu stricken. Da kann der Pullover doch gar nichts dagegen haben.

Natürlich kommt mir diese Idee am Sonntag für einen Geburtstag am nächsten Samstag. 50g Wolle in einer Woche – das sollte doch ein Klacks sein. Am besten nix kompliziertes, nur rechte und linke Maschen. Wie wäre es denn mit dem Horizontal Rib Hat, am Mittwoch ist der doch bestimmt schon fertig! Die Wolle hat zwar eine andere Stärke, aber umrechnen sollte hier doch kein Problem sein … nach 5 cm und der ersten Anprobe muss ich nochmal von vorne anfangen. Das würde auf einen sehr sehr gr0ßen Männerkopf passen. Am Montag Abend wird fleißig weiter gestrickt – das schaffe ich mit links!

Am Dienstag Abend flott weiter, einmal kurz anprobieren und dann … so was Blödes, die Wolle kratzt auf der Stirn! Was mache ich jetzt nur? Erst mal stabile Seitenlage und nachdenken. Hm, an der Stirn kratzt es, an den Händen aber nicht.  Für Handschuhe ist es zu wenig, aber Handstulpen sollten drin sein. Eine kurze Suche auf Ravelry mit der Garnstärke bringt mich schnell auf die Foxgloves von Clara Parkes. „Brave New Knits“, das Buch, in dem die Anleitung erschienen ist, habe ich sogar in meinem Regal. Dienstag und Mittwoch Abend wird fleißig weiter gestrickt, Donnerstag habe ich leider was anderes vor, der erste Handstulpen ist immer noch nicht fertig.

Zum Glück ist die Arbeitsteilung beim Autofahren bei uns einfach – er fährt, ich stricke. In drei Stunden Autofahrt schafft man schon was. Erster Handstulpen fertig, zweiter angeschlagen. Das wird wohl nicht mehr rechtzeitig fertig. Immerhin hat das einen Vorteil. Wenn ich die Handstulpen nach dem Abendbrot raushole und weitermache, sehe ich gleich eine Reaktion. Die Familie ist schon so sehr daran gewöhnt, dass ich mein Strickzeug raushole, dass das Geburtstagskind gar nicht auf die Idee kommen wird, dass die Stulpen für sie sein könnten.

Zum Glück ist die Reaktion positiv und die erste Stulpe passt. Das Muster ist wirklich sehr schön, nur sind die Stulpen am Handgelenk sehr kurz. Also wird kurzerhand an den Anschlagrand ein Bündchen angestrickt. Damit es sauberer aussieht, stricke ich die aufgenommenen Maschen rechts verschränkt ab, eine Runde links, eine Runde rechts und dann im Bündchenmuster weiter. Beim Abendessen am nächsten Tag sind die Stulpen dann fertig. Für Weihnachten habe ich gleich eine Sockenbestellung bekommen. Daraus schließe ich mal, dass die Stulpen dem Geburtstagskind gefallen. 🙂

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Ich hab’s getan. Zum allersten Mal. Wolle gefärbt. Mit Ostereierfarben. Auf die Idee gebracht hatte mich ein Blogeintrag von Tee und Kekse über selbst gefärbte Filzwolle. Die Jahreszeit ist für Ostereierfarben natürlich günstig. Also habe ich die ein oder andere Packung Farben (gleich fünf davon), Essigessenz und Einweghandschuhe gekauft. Gefärbt habe ich nach der Anleitung von Ewas Sockenwolle – natürlich etwas abgewandelt. Ich kann mich einfach nicht an Anleitungen halten. Das ist beim Kochen ganz genau so … geschmeckt hat es bis jetzt aber immer.

Eigentlich soll man zum Färben ja ungefärbte Wolle nehmen. Hatte ich nicht. Aber einige 50g-Knäuel von einer weißem Schurwolle, die ich mal als Teil eines großen Wollpaketes bei eBay erstanden hatte, fanden sich noch in meinem Stash.

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Für den Anfang habe ich erstmal ein Knäuel vorbereitet – zum Strang gewickelt und mehrfach – ganz locker – abgebunden, damit die Wolle sich nicht verheddert und trotzdem die Farbe überall hinkommen kann.

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Dann eine Stunde in warmem Wasser eingeweicht. Nein, das sind keine Spaghetti, das ist Wolle :-). Als Gefäß habe ich eine leere Haribo-Box genommen.

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In der IRIS-Eierfarben-Packung sind fünf Farben enthalten. Gelb – Orange – Rot – Blau – Grün. Da ich mir dachte, dass eine Farbe alleine etwas langweilig wäre, habe ich eine rote und eine blaue Tablette in 80 ml Essigessenz und 220 ml heißem Wasser aufgelöst und umgerührt. Dann habe ich die Wolle in die Schüssel gegeben und nach kurzer Zeit umgedreht, damit die Farbe sich verteilt. Ich war richtig erstaunt, wie schnell das Wasser klar war und die Farbe in der Wolle. Anschließend habe ich den Strang ausgedrückt, das Wasser abgegossen, etwas Klarsichtfolie über den Strang gelegt, ihn zwei Mal für drei Minuten in die Mikrowelle gegeben und wie in der Anleitung angegeben ausgespült. Faszinierend, wieviel Farbe dabei austritt. Und das ist das Ergebnis, mein erster selbstgefärbter Strang.

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Ich war begeistert, habe sofort die Haspel wieder hervor geholt und die nächsten vier Stränge vorbereitet.

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Da beim ersten Strang so viele weiße Stellen geblieben sind, habe ich mir etwas anderes überlegt. Zuerst habe ich zwei Farbtabletten (orange) in 120 ml Essigessenz und 330 ml Wasser aufgelöst.

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Diesmal habe ich den Strang sofort in der Flüssigkeit bewegt und rasch umgedreht. Das Wasser war auch jetzt schnell wieder klar, aber mein Strang fast gleichmäßig durchgefärbt. Dann habe ich ihn aus dem Wasser genommen, ausgedrückt und auf Küchenpapier gelegt.

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Anschließend habe ich eine rote Farbtablette in der restlichen Flüssigkeit aufgelöst, den Strang lang hingelegt, und immer nur Abschnitte davon in die rote Flüssigkeit getaucht – dabei muss man die Wolle in der Flüssigkeit mit den Händen bewegen, sonst kommt die Farbe nicht bis nach innen.

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Wasser abgeschüttet, Strang gründlich ausgedrückt, Folie drüber und dann für zwei mal drei Minuten in die Mikrowelle – dazwischen wenden. Als ich die Mikrowelle öffnete, kam mir ein deutlich verbrannter Geruch entgegen.

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Ich hätte heulen können. Nicht mehr zu retten. Aber die Farben fand ich richtig klasse. Danach habe ich darauf geachtet, die Wolle nicht zu sehr auszudrücken, bevor ich sie in die Mikrowelle getan habe. Nervös war ich bei jedem Strang. Hier seht Ihr meine Färbeausbeute zum Trocknen aufgehängt.

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Und hier nach dem Trocknen.

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Ach ja, ein kleiner Tip zum Schluss. Beim Färben solltet Ihr auf jeden Fall das Fenster öffnen oder direkt unter dem Dunstabzug arbeiten – da habe ich im Eifer des Gefechts zu spät dran gedacht. Heißes Wasser und Essig ergibt seehhhr starke Essigschwaden. Ich musste danach meine Klamotten und mich selbst – einschließlich der Haare – erstmal waschen. Und die Küche riecht nach langem Lüften und zwei Tagen erst jetzt wieder normal.

Doch es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich bin total begeistert. Das werde ich auf jeden Fall noch mal machen. Das erste Knäuel habe ich schon angestrickt. Da es ein Geschenk werden soll, kann ich Euch die Fotos leider erst nächste Woche zeigen.

Fast habe ich nicht mehr daran geglaubt. Diese Woche ist Owls fertig geworden. Perfekt ist der Pullover nicht geworden, aber ich habe überhaupt keine Lust, ihn noch einmal zu überarbeiten. Als ich – endlich – abgekettet hatte, war ich überhaupt nicht zufrieden. Dadurch, dass ich die Anzahl der Eulen aber nicht die Anzahl der Maschen an der Schulterpasse verändert habe, ist er jetzt an den Schultern etwas zu weit. Natürlich könnte ich auftrennen und das korrigieren. Dreimal hatte ich das insgesamt getan. Aber – mir reicht es. Der bleibt jetzt so. Hier mal ein Foto für Euch:

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Gespannt habe ich ihn noch nicht. Vielleicht lässt sich da noch ein bißchen was verbessern. Doch insgesamt muss ich sagen, auch wenn ich nicht richtig glücklich damit bin, ist er für meinen ersten Pullover ganz gut geworden. Vielleicht bin ich auch einfach etwas kritisch … auf jeden Fall gefällt er mir heute deutlich besser, als an dem Tag, an dem ich abgekettet habe.

Anleitung: Owls von Kate Davies

Garn: Drops Andes (65% Wolle, 35% Alpaka)

Heute war hier herrliches Wetter. Da fällt einem plötzlich auf, wie staubig die Wohnung ist. Bei dem ganzen grau in grau vorher hat man das doch kaum bemerkt. Also haben wir den heutigen Vormittag dazu genutzt, das zu beheben. Dann war ich noch so im Aufräum-Schwung, dass ich meine Nähsachen sortiert habe. Neulich hatte ich im Discounter kleine Stapelboxen erstanden und jetzt haben Knöpfe, Nähgarn, Zwirn und Gummibänder je ihre eigene Box. Mir war gar nicht bewusst, wie viele weiße Knöpfe für Oberhemden ich habe … so viele Knöpfe kann mein Lieblingsmann gar nicht verlieren, dass ich die alle verbrauchen kann. Meine Rundstricknadeln und die Nadelspiele wohnen jetzt auch in ihrer eigenen Box. Nach so viel Aufräumen habe ich mir natürlich eine Pause verdient. Zum Abschluss hier noch eine Impression von meinem restlichen Sonntag:

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Das Maßband habe ich übrigens neulich erst bei knittybitty erstanden. Es hat nicht nur ein putziges Schaf auf der Vorderseite, sondern zusätzlich noch auf der einen Seite eine Einteilung in cm und auf der anderen Seite eine in inch. Sehr praktisch, wenn man wie ich viel mit englischen Anleitungen arbeitet. Da entfällt das lästige Umrechnen.

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