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Das Wollschaf fragt heute:

Viele meiner lieben Freundinnen sind gerade schwanger. Was liegt für einen Strick- und Häkelfan also näher, als die Babys mit einem wollig weichen Geschenk zu begrüßen? Allerdings finde ich es auf Dauer nicht so spannend, Massen an Söckchen oder Schüchen zu stricken. Deshalb bin ich auf der Suche nach frischen Anregungen. Egal ob Kleidung, Spielzeug oder Decken, was sind Eure liebsten Strick- oder Häkelmodelle für Babys?

Vielen Dank an “Tee & Kekse” für die heutige Frage!

Bis jetzt habe ich für Babys vor allem Socken und einmal diesen Pullover gestrickt. Da gibt es auch eine passende Mütze und Strumpfhose zu. Allerdings habe ich die Farben angepasst.

Babypullover

Auf den Seiten von Drops Design findet man noch viele weitere nette Anleitungen für Kinder. Über Anziehsachen, Decken bis hin zu Kuscheltieren ist alles dabei. Diese Katze hier finde ich beispielsweise ziemlich klasse -allerdings ist sie gehäkelt und nicht gestrickt.

In meiner Queue bei Ravelry ist der February Baby Sweater von Elisabeth Zimmermann. Den möchte ich für ein Baby, das im Herbst erwartet wird, machen. Da habe ich also noch etwas Zeit, bis ich damit anfangen sollte.

Bei Ravelry habe ich auch noch eine kostenlose Anleitung für ein Schnuffeltuch gefunden – Knubbelchen. Das sieht bestimmt als lustiger Clown genauso gut aus wie als Knubbelinchen-Hexe.

Wenn die Eltern Star-Wars-Fans sind und man sich auch an englische Anleitungen herantraut wäre dieser Flaschenüberzug eine witzige Idee.

Und wer sich so richtig austoben möchte, kann sich ja mal an diesem Kostüm probieren. Das geht im Zweifelsfall auch noch als Mini-Robin Hood durch.

Owls ist immer noch nicht fertig. Inzwischen bin ich beim dritten Versuch bei der Schulterpartie. Zur Erinnerung, so sah der erste Versuch aus:

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Danach habe ich wieder aufgetrennt, die Schultern glatt gestrickt, die Füße der Eulen an den Schultern aber gelassen. Das sollte einen Übergang vom Vorderteil zu den Schultern schaffen und damit sah der zweite Versuch so aus:

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Schon besser, aber richtig zufrieden war ich immer noch nicht. Also habe ich beschlossen, die Schultern komplett glatt zu lassen und auf die Vorder- und Rückseite nicht fünf sondern nur die drei mittleren Eulen zu machen, damit sie nicht so gedrängt aussehen. Mal sehen, ob mir das dann besser gefällt.

Das viele Auftrennen und neu Anfangen übt übrigens ungemein. Beim ersten Versuch musste ich bei den Eulen noch genau hinsehen, um zu wissen, ob ich die Zopfnadel vor oder hinter die Arbeit legen muss, inzwischen habe ich das verstanden. Da kann das nächste Projekt mit Zöpfen ja kommen (wenn ich Owls fertig habe und Meret und und und …).

Doch nicht nur Zöpfe habe ich geübt, auch das Wickeln von Wollknäueln, die man aus der Mitte abstricken kann – kein Wunder, so oft wie ich bei dem Projekt schon ribbeln musste. Früher habe ich die Knäuel so gewickelt, dass man sie nur von außen abstricken konnte und mich dann geärgert, wenn sie durch die Gegend gekullert sind. Bis mir mal jemand gezeigt hat, wie es geht. Da ich mir denke, dass ich nicht die Einzige bin, die das nicht auf Anhieb konnte, habe ich heute meinen Lieblingsmann gezwungen gebeten, Fotos zu machen, während ich aus einem großen Haufen Wolle

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ein ordentliches Knäuel

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gewickelt habe.

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Zuerst legt man den Faden über die linke Hand – das Ende, mit dem man nachher stricken möchte, liegt links, mit der rechten Hand hält man den Faden, der zum „Wollhaufen“ führt.

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Dann wickelt man den Faden mehrfach um die linke Hand.

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Greift dann mit beiden Händen in das aufgewickelte Garn,

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formt es zu einer acht

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und dreht es zu einem kleinen Ball zusammen. Der Daumen liegt dabei auf dem Anfangsfaden.

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Anschließend wickelt man mit der rechten Hand um das Anfangsknäuel herum und

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achtet dabei darauf, dass der Daumen mit dem Anfangsfaden im Knäuel bleibt. Außerdem bei jeder Runde den Faden so wickeln, dass die neue Runde am vorderen Teil links neben der alten Runde und am hinteren Teil rechts neben der alten Runde liegt. Nicht verzweifeln, wenn es am Anfang nicht ganz ordentlich wird. Die Anfangsacht ist nachher sowieso der Teil, der zum Beginn des Strickens herausgezogen wird.

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Zum Schluss noch das Loch, aus dem der Anfangsfaden kommt, etwas aufweiten und tadaaa – ein Wollknäuel, dass man aus der Mitte abstricken kann. Ich besitze zwar inzwischen eine Haspel und einen Wollwickler, aber die nutze ich eigentlich nur für Sockenwolle, die im Strang verkauft wurde. Sonst wickle ich lieber von Hand. Das hat fast etwas meditatives. Manchmal wickle ich auch gekaufte Knäuel neu, wenn sie sich von innen nicht sauber abstricken lassen. Das ist es mir dann wert, dass ich mich beim Stricken nicht darüber ärgere, dass sich die Wolle nicht leicht aus dem Knäuel ziehen lässt.

Als ich das letzte Mal von Owls berichtet habe, hatte ich mit den Eulen gerade erst angefangen. Heute nun habe ich den Abend mit der Fertigstellung der Eulen und dem Stricken des Pullovers bis zum Halsbündchen verbracht. Eulen, verkürzte Reihen am Rücken, alles kein Problem. Habe mich strikt an die Anleitung gehalten – was mir immer schwer fällt – und es hat funktioniert. Auf halber Höhe des Bündchens habe ich den Pullover das erste Mal seit Eulenbeginn anprobiert. Da nach den Eulen sehr stark abgenommen wird hatte ich mir gedacht, dass vorher anprobieren nicht sinnvoll sei. Tja, der Pullover passt. Aber seht selbst …

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richtig glücklich bin ich damit nicht. Meine Schultern sehen dadurch, dass sie durch die Eulen betont werden, riiieeesig aus. Viel viel breiter als meine Hüften. Fast so, als ob ich Schulterpolster tragen würde. So richtig sicher, was ich mir dabei gedacht habe, einen Pullover zu stricken, der die Schultern breiter wirken lässt, bin ich mir nicht. An sich weiß ich ja, dass ich das vermeiden sollte, weil mein Oberkörper dann aussieht, als ob ich nur aus Schultern bestehen würde. Aber die Eulen hatten es mir so angetan … schnüff.

Was nun? Wenn ich den Pullover so fertig stricke, werde ich ihn wahrscheinlich kaum anziehen. Das wäre schade um die schöne Wolle und die viele Zeit, die ich damit verbracht habe. Ich möchte einen Pullover, der mir richtig gut gefällt und den ich nicht jemandem mit schmaleren Schulterns schenken muss, damit er gut aussieht. Die Eulen müssen aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Ich glaube ich probiere mal aus, wie der Pullover aussieht, wenn ich die vier Eulen pro Schulter weglasse. Dann müssten die Schultern eigentlich schmaler wirken und trotzdem sind noch jede Menge Eulen da. Drückt mir die Daumen, dass es klappt, damit ich den neuen Pullover noch in diesem Jahr fertig kriege.

Das Wollschaf fragt heute:

Irgendwann haben alle einmal das Stricken freiwillig oder durch einen Bildungsplan verordnet gelernt.

Erinnert ihr euch noch, wie das war?

Was machte euch die meisten Probleme?

Wann fing es an, euch richtig zu packen?

Vielen Dank an Michaela für die heutige Frage

Meine Mutter hat früher sehr viel gestrickt und als Kind hatte ich tolle selbstgemachte Pullover. Mein Lieblingspullover war beispielsweise einer, auf den sie auf der Vorderseite Tabaluga auf dem Mond sitzend gestickt hatte. Klar, das ich dann auch irgendwann lernen wollte, wie man das macht. Die genaue Reihenfolge weiß ich nicht mehr, aber Sticken, Nähen, Häkeln und Stricken hat sie mir alles – zumindest rudimentär – beigebracht. So habe ich beispielsweise Topflappen für die Großeltern zu Weihnachten gehäkelt. Beim Stricken kann ich mich an einen rosafarbenen Schal in kraus rechts erinnern, den ich angefangen aber nie beendet habe. Pulswärmer und Stirnband im Rippenmuster habe ich fertiggestellt und stolz getragen. So richtig gepackt hat mich die Leidenschaft für Handarbeiten damals aber nicht.

Das nächste Mal kam ich dann mit Anfang zwanzig auf die Idee, mir einen Pullover aus der Brigitte nachzustricken. Garn und passende Nadel habe ich natürlich sofort geholt, dazu noch dieses Strickbuch.

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Nach den ersten paar Reihen – es war auch noch Bändchengarn – habe ich mir gedacht, dass es vielleicht eine gute Idee wäre, mit einem Probestück anzufangen. Ein Kinderpullover wäre doch ein guter Anfang, um zu lernen, wie man einen Pullover macht.

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Die Anleitung fand sich auch in dem Strickbuch (die Seepferdchen sind aufgestickt), aber da es gerade kein Kind zu bestricken gab, dachte ich mir – wieso nicht alles etwas kleiner in Puppengröße machen? Also habe ich einfach für alle Teile die halbe Maschenzahl oder Höhe genommen. Fertig geworden sind die Pullover nie. Weder der Puppenpullover noch der aus dem Bändchengarn, und das Strickzeug wanderte wieder in die Ecke.

Im Sommer 2011 habe ich dann das Bändchengarn wieder vorgeholt, weil ich mir daraus einen Schal machen wollte. Ungefähr 30 Zentimeter Länge habe ich geschafft, aber als Anfänger war das mit diesem Garn kein Spaß. Etwas später ist ein Arbeitskollege Vater geworden und ich kam auf die Idee, Babysocken für den Kleinen zu stricken. Damit ich nicht etwas ganz vermurkstes verschenke, habe ich zuerst mit Socken für meinen Lieblingsmann angefangen. Auf die Idee, dass Socken schwierig sein könnten, bin ich gar nicht gekommen. Ein kurzes Probestück mit einfachen Mustern aus rechten und linken Maschen müsste doch locker reichen, oder? Gestrickt habe ich die Socken nach der Anleitung aus dem Strickbuch.

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Die ist wirklich sehr anschaulich erklärt. In der Beispielsocke sind die verschiedenen Teile bunt eingefärbt, damit man immer sehen kann, welche Anleitung zu welchem Teil gehört. Bis zur Ferse ging es auch problemlos. Beim ersten Mal habe ich mich aber bei der Ferse total verhauen, weil ich die Anleitung nicht verstanden habe, und etwas produziert, was nicht an einen menschlichen Fuß passte. Der zweite Versuch hat dann aber geklappt. Abnehmen und Maschen aufnehmen habe ich bei den Socken auch gelernt. Die Socken passen sogar und werden noch getragen.

Kaum dass ich die Socken fertiggestellt hatte, habe ich auch schon die Babysöckchen angeschlagen, die auch ein Erfolg wurden. Seitdem hat mich das Strickfieber gepackt. Es gibt nur wenige Tage, an denen ich kein Strickzeug in der Hand habe, und wenn es nur ein paar Reihen abends vor dem Fernseher sind.

Dieses Wochenende war ich zu Besuch in Bonn. Zur Zeit befinde ich mich gerade im Zug gen Norden. Schade, das Wochenende hätte ruhig noch länger sein können.

Da der Owls-Pullover für den Zug etwas sperrig wäre, habe ich mir ein anderes Projekt mitgenommen. Und natürlich keins von denen, die ich schon angefangen habe. Es soll eine Mütze werden – Meret. Diesmal war zuerst die Wolle da und dann die Anleitung. Die Wolle ist Nuvola von Lana Grossa in blau. Das ist ein sehr sehr weiches Dochtgarn mit einem kleinen Polyzeugs-Anteil, das ich mal in einer Resteecke entdeckt hatte. Es fühlt sich beim Stricken fast an wie Watte und die Mütze wird sehr kuschelig. Ich hoffe nur, dass es nicht zu schnell Knötchen bildet, aber eine Mütze ist ja nicht so großen Belastungen ausgesetzt.

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So weit bin ich bis jetzt gekommen. Natürlich wäre ich noch viel weiter, wenn ich ausnahmsweise mal in der Lage gewesen wäre, mich an eine Anleitung zu halten. In dieser gibt es drei Größen – für 46, 51 und 56 cm Kopfumfang. Mein Kopfumfang ist 56 cm. Und jetzt ratet mal, welche Größe ich angeschlagen habe. Na? Richtig, 51 cm. Kann ja nicht sein, dass ich die größte Größe machen muss. Und vielleicht wird es ja lockerer als geplant … Das Bündchen hab ich somit zweimal hintereinander gestrickt, denn natürlich war es viel zu klein.

Die Anleitung ist wirklich sehr gut geschrieben und das Lochmuster ist recht eingängig. Da muss man kaum in die Anleitung sehen. Hier noch ein Foto aus der Nähe.

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Nun muss ich mich nur noch entschieden, wie viele Wiederholungen des Musters ich mache – je nachdem für „regular slouch“, „extra slouch“ oder „even more slouch“. Das klingt fast wie Inspector Very Long und Even Longer, was aber die Entscheidung auch nicht einfacher macht.

In den letzten Tagen habe ich zwar die Lösung für mein Eulenproblem gefunden, bin aber in der Praxis nur bis zu den Eulenfüßchen gekommen. Damit es nicht zu langweilig wird, zeige ich Euch heute ein Paar gefilzte Pantoffeln, die ich für meinen Vater zu Weihnachten gemacht habe.

Die Wolle ist aus einer Strickpackung von Aldi, in der graue Filzwolle, ein Nadelspiel aus Bambus und eine Anleitung für eine gefilzte Tasche oder Pantoffeln waren. Das Stricken der Pantoffeln ging auf Nadelstärke 8 sehr fix. Faszinierend am Filzen finde ich, das man zunächst etwas strickt von dem man denkt, dass es vieeeel zu groß werden wird und das dann nach einem Rundkurs in der Waschmaschine plötzlich die richtige Form bekommt. In die Waschmaschine habe ich zusätzlich noch zwei Paar Jeans gegeben, damit es besser filzt. Anschließend habe ich die Pantoffeln zuerst grob in Form gezogen und dann meinen Lieblingsmann, der passenderweise die gleiche Schuhgröße hat, anziehen lassen. Dann habe ich sie mit Zeitungspapier ausgestopft und trocknen lassen.

Als sie trocken waren, hatte ich graue Filzpantoffeln in der passenden Größe, die aussahen wie nun ja, einfarbig graue große Filzpantoffeln. Totaal langweilig. Nach den ersten Verzweiflungsanfällen „Oh nein, so kann ich die nicht verschenken, die sind ja total langweilig, die wird er nur anziehen, wenn ich zu Besuch bin, um mir eine Freude zu machen. Ich muss sofort ein neues Geschenk holen“ – natürlich zwei Tage vor Weihnachten – kam mir die rettende Idee. Einfarbig, daran kann man doch was ändern. Wieso nicht einfach besticken? Genommen habe ich dafür Sockenwollreste. Die Öffnung habe ich im Langettenstich umsäumt (das der so heißt musste ich gerade in meinem Nähbuch nachlesen) und die Schneeflocken in kleinen Stichen aufgestickt.Latschen 1

Auf die Schneeflocke bin ich besonders stolz, daher zeige ich sie Euch noch einmal von nahem. Dafür, dass es meine erste Stickarbeit seit der Grundschule ist, gar nicht mal so schlecht, oder? Die Rückseite zeige ich Euch lieber nicht ….

IPhone 075

Damit er auf den Dielenböden mit den Pantoffeln nicht ausrutscht, habe ich die Rückseite noch mit Latex aus der Tube verziert. Ich hatte den Eindruck, dass er sich über die Pantoffeln wirklich gefreut hat.

IPhone 074

Das Wollschaf fragt heute:

Wie entscheidet ihr was ihr als nächstes strickt??

Geht ihr nach einem bestimmten Farbschema oder nach Hersteller oder einfach nur danach, was euch gerade „anhüpft“??

Ich habe immer das Problem, dass ich mir ein Knäuel Wolle aussuche und sobald ich es verstricken will, gefällt es mir nicht mehr und ich muss ein anderes nehmen. Und das „Erstgewählte“ verschwindet dann tief unten in der Versenkung!

Ich bin gespannt, was ihr so Interessantes dazu beitragen könnt.

Vielen Dank an Angela für die heutige Frage!

Das Problem, das mir einmal gekaufte Wolle nicht mehr gefällt, habe ich – bis auf zwei Ausrutscher vom Anfang meiner Strickzeit aus 100% Polyester, in der ich noch nicht auf das Material geachtet habe – nicht. Inzwischen ist mein Wollvorrat schon stark gewachsen, so dass ich eine gewisse Auswahl für meine Projekte habe. Allerdings ist der Anteil an Sockenwolle und Kleinmengen relativ hoch.

Die Frage, wonach ich die Modelle aussuche, kann ich nur mit „kommt drauf an“ beantworten. Bisher habe ich meist zuerst das Modell ausgesucht und dann die passende Wolle dazu geholt. Das war auch meist unabhängig von dem, was ich schon im Stash hatte. Wozu das geführt hat – siehe oben.

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, möglichst viel aus dem Vorrat zu stricken. Den gestrigen Abend habe ich damit verbracht, meinen Stash mit Fotos bei Ravelry einzutragen und anschließend Projekte in meiner Queue mit der entsprechenden Wolle zu verlinken. Damit möchte ich vermeiden, dass ich vergesse, welche Wolle ich noch zur Verfügung habe. Den ganzen Vorrat einmal durchzugehen, die Wolle zu befühlen und darüber nachzudenken, was daraus werden kann, hat richtig Spaß gemacht.

Da ich noch nicht so lange stricke, versuche ich auch, mir Modelle auszusuchen, bei denen ich etwas neues lerne. Aktuell arbeite ich zum Beispiel an meinem ersten Pullover für einen Erwachsenen. Für den nächsten Pullover habe ich mir vorgenommen, dass er mit einer neuen Technik gearbeitet sein soll. Der jetzige – Owls – wird „bottom up seamless“ gestrickt. Für den Folgenden habe ich mir eine Strickjacke, die „top down“ gestrickt wird, ausgesucht.

Die Frage „was stricke ich als nächstes“ wird oft durch „wie viel fange ich parallel an“ ersetzt. Normalerweise habe ich immer ein paar Socken in Arbeit, an denen ich mal mehr und mal weniger weiterstricke. Derzeit habe ich mehrere Projekte auf den Nadeln, die ich tatsächlich als „in Arbeit“ bezeichnen würde (halte mich aber tapfer daran, zuerst den Pullover fertig zu stricken).

Dabei handelt es sich um:

1. Diese Socken

2. Diese Handschuhe – meine ersten Handschuhe

3. Den Owls-Pullover über dessen Reifeprozess ich hier auf dem Blog schon ausführlich berichtet habe

Zusätzlich habe ich noch Projekte, die derzeit schlafen:

1. Dieses Tuch

2. Diese Socken

Wenn ich mir das so ansehe, sollte ich jetzt besser wieder stricken gehen, damit auch mal was fertig wird. Vielleicht sollte ich mir vornehmen, erstmal was von den obigen Projekten fertigzustellen, bevor ich den neuen Pullover anfange. Doch zwei Knäuel Wolle für diese Mütze liegen schon auf der Fensterbank und warten auf den Einsatz. Der Tag sollte mehr Stunden zum Stricken haben …

Das Wochenende neigt sich langsam dem Ende zu und noch immer sind keine Eulen in Sicht. Sie verstecken sich kurz hinter dem Horizont und warten. Ihre Füßchen kann ich schon fast sehen – aber leider nur fast.

Mein Lieblingsmann hat dieses Wochenende viell Zeit damit verbracht, aus unseren Fotos der letzten Jahre ein Fotobuch zu erstellen und ich musste nur gelegentlich sagen, ob ein bestimmtes Bild mit ins Buch solle oder nicht. Dadurch hatte ich reichlich Zeit zum Stricken. Doch auch das hilft nicht, wenn man so oft auftrennen muss wie ich. Diesmal hat mich der Fehlerteufel beim zweiten Ärmel erwischt. Auf Höhe des Ellenbogens fiel mir auf, dass ich eine Masche zu viel hatte. Den Fehler habe ich gesucht und gesucht aber ums Verrecken nicht gefunden. Bis zum Bündchen habe ich wieder aufgetrennt. Doch auch der längste Ärmel neigt sich irgendwann seinem Ende zu. Heute habe ich das Oberteil bis zu den Unterarmen weitergestrickt und wiederholt mit den Ärmeln anprobiert. Ich hoffe, dass ich die richtige Länge gefunden habe.

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Das Zusammenfügen von Ärmeln und Körper auf zwei Rundstricknadeln habe ich unfallfrei hinbekommen. So weit ist der Pullover jetzt.

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Sieht doch an sich ganz gut aus, oder? In der nächsten Runde kommen sie, die Eulen. Doch sie wagen sich noch nicht hinter dem Horizont hervor. So wie ich die Anleitung lese, ist der Rundenanfang am Rücken am Beginn des linken Ärmels. Insgesamt soll ich 180 Maschen haben. Habe ich. Eine Eule inklusive Randmaschen benötigt 10 Maschen. So weit so gut, also 18 Eulen. Doch ist die Maschenzahl des Ärmels nicht glatt durch 10 teilbar. Wenn ich nun am Rundenanfang (oder dem was ich dafür halte) mit den Eulen anfange, dann sind sie auf dem Vorderteil nicht symmetrisch verteilt. Auf Ravelry gibt es aktuell 6278 Projekte für diesen Pullover. Gefühlt habe ich die alle angesehen. Für mich sieht es so aus, als ob die Eulen bei fast allen auf der Vorderseite symmetrisch verteilt sind. Und nicht einen habe ich gefunden, der „Oh, die Verteilung der Eulen ist komisch, ich habe die mal geändert“ schreibt. Nun kommen mir Zweifel. Schaue ich vielleicht schief und auf den anderen Pullovern ist die Eulenverteilung auch nicht symmetrisch? Oder haben fast alle den Beginn der Eulen geändert und nichts darüber geschrieben? Oder – und das ist die Möglichkeit die leider leider am wahrscheinlichsten ist – ist der Rundenanfang vielleicht an einer anderen Stelle und ich habe das nur überlesen?

Eins ist auf jeden Fall klar – heute komme ich damit nicht weiter. Dafür habe ich Zeit, schon mal darüber zu träumen, welchen Pullover ich als nächstes mache. Dieser hier gefällt mir sehr gut. Passende Wolle habe ich auch. Doch anfangen darf ich ihn erst, wenn die Eulen fertig sind.

Nach dem Rückenbeulen-Desaster beim Owls-Pullover habe ich versucht, ganz tapfer zu sein, und ihn bis kurz vor dem Bündchen wieder aufgetrennt. Inzwischen bin ich kurz unter den Unterarmen angekommen und der Pullover passt jetzt deutlich besser. Dolly führt es Euch vor:

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Diesmal habe ich die Ab- und Zunahmen am Rücken genau nach Anleitung gemacht und dann auf die Zunahmen an den Seiten verzichtet. Dadurch habe ich praktisch den unteren Teil in der größeren Größe und den oberen Teil mit der Maschenzahl der eins kleineren Größe gestrickt. Bei den Ärmeln stand ich jetzt natürlich vor der Frage, in welcher Größe ich diese machen sollte. Einerseits mag ich es nicht, wenn Ärmel zu eng sind, aber andererseits benötige ich für die Eulen eine Maschenzahl, die durch zehn teilbar ist. Was also tun? Ich habe  die Ärmel kurzentschlossen in der größeren Größe angefangen, aber auf Höhe des Ellenbogens gemerkt, dass es deutlich zu weit wird. Und damit meine ich nicht „ein bißchen zu weit“ sondern „wenn ich möchte kriege ich hier beide Arme gleichzeitig rein“  zu weit. Seufz.

Also alles aufgeribbelt und neu angefangen. Anscheinend war ich an diesem Abend schon seeehhr müde, denn als ich nach dem Bündchen auf eine stärkere Nadel wechseln wollte, fiel mir auf, dass ich das Bündchen schon die ganze Zeit mit dieser Nadelstärke gestrickt hatte! Aaaarghhhh! Ich habe ja ernsthaft darüber nachgedacht, den Fehler einfach zu ignorieren und weiterzumachen aber dann hat doch die Vernunft gesiegt. Ich kenne mich doch. Wenn ich das gelassen hätte, dann hätte es mich bei jedem Anblick des Pullovers gestört. Also alles wieder aufgeribbelt …. da bin ich doch gespannt, wie oft ich das bei diesem Pullover noch machen muss … hoffentlich nicht zu oft … mit den Eulen habe ich ja noch nicht mal angefangen …

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So sieht der Ärmel heute aus. Viel fehlt nicht mehr bis zum Unterarm. Dann noch fix der zweite Ärmel … dann kann ich endlich mit den Eulen anfangen. Damit das nicht zu lange dauert, gehe ich jetzt schnell weiter stricken. Am Sonntag abend werde ich Euch dann wieder berichten, wie weit ich gekommen bin.

Das Wollschaf fragt heute:

Angeregt von den aktuellen Beiträgen auf Tichiros Blog über explodierende Preise  von vergriffenen Strickbüchern oder alten Rowan-Heften würde mich mal interessieren:

Wieviel seid Ihr bereit, für ein vergriffenes Heft oder Buch zu bezahlen – wo liegt eure Schmerzgrenze?

Meine teuerste Anschaffung in diesem Bereich war vor einigen Jahren Tudor Roses von  Alice Starmore mit 130 Euro, die Schmerzgrenze wäre 150 Euro gewesen.

Vielen Dank an Anyana für die heutige Frage!

???????????????????????????????Strickbücher und Hefte kaufe ich sehr gerne. Ich muss mich immer zurückhalten, nicht zu viel zu holen. Auf dem Bild seht ihr meine Sammlung. Wenn man bedenkt, dass ich erst seit Ende 2011 wieder stricke, finde ich die Sammlung schon recht umfänglich. Am meisten benutze ich die Technikbücher, von denen ich einige besitze. So habe ich mir beispielsweise zusätzlich zum Buch von Stephanie van der Linden noch die Bücher von Debbie Stoller geholt, damit ich englische Anleitungen leichter verstehen kann. Außerdem finde ich es gut, bei manchen Technikfragen in mehrere Bücher schauen zu können, damit ich wirklich verstehe, was ich machen soll. Aus den Büchern mit Modellen habe noch so gut wie keine Modelle nachgearbeitet. Aber ich blättere sie gerne durch und träume davon, was ich zukünftig noch alles stricken kann. In der Praxis hole ich viele Anleitungen von Ravelry – gerne kostenlos aber für eine  schöne Anleitung bezahle ich auch gerne – oder von Drops Design.

Vergriffene Bücher oder alte Strickhefte haben es mir bis jetzt noch nicht angetan – zum Glück. 150 Euro klingt schon sehr viel. Ich denke, dass ich so viel Geld nicht für ein einzelnes Buch ausgeben würde. Ganz sicher bin ich aber nicht, ob ich nicht doch bei einem Buch, dass es mir so richtig angetan hat, schwach werden würde. Meine teuersten Strickbücher sind aus der Reihe „Treasury of Knitting Patterns“ von Barbary Walker. Die habe ich bei Amazon USA bestellt, und nicht daran gedacht, dass ich zusätzlich noch Zoll bezahlen muss. Insgesamt waren es für die drei Bücher fast 100 Euro. Inzwischen bestelle ich eher bei Amazon UK, wenn ich ein englischsprachiges Buch, dass ich in Deutschland nicht finden kann, dringend haben möchte.

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