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DSC00897_editedDarf ich vorstellen – das ist Dolly mein Körperdouble. Dolly soll mir dabei helfen, Pullover zu stricken, die mir wirklich passen. Auf einigen Blogs habe ich Schneiderpuppen gesehen, die man auf die eigenen Maße einstellen kann. Traumhaft. Wenn ich mal groß bin, hätte ich auch gerne eine. Sind aber leider sehr teuer. Dann habe ich eine Anleitung gefunden, wie man sich ganz einfach eine Puppe mit den eigenen Maßen herstellten kann. Man braucht dafür nur ein altes T-Shirt, Klebeband (ich habe Paketklebeband genommen), Füllmaterial (Bastelwatte), einen Kleiderbügel, Pappe, eine Schere, einen Helfer und etwas Zeit. Die Dekoration mit Hut und Halstuch ist optional.

Das T-Shirt zieht man über die normale Unterwäsche an. Dann muss man nur noch stehen bleiben und der Helfer erledigt die eigentliche Arbeit. Am besten aber vorher noch mal auf die Toilette gehen, nur zur Sicherheit ;-). Er wickelt einen von den Hüften beginnend rundherum mit dem Klebeband ein. Das ist ein bißchen wie früher auf dem Kindergeburtstag beim Mumienwickeln. Nur der Kopf wird hier natürlich nicht mit eingewickelt. Am Bauch zunächst nicht ganz eng anliegend wickeln, damit man noch atmen kann. Rundherum wickeln funktioniert bis zu den Unterarmen, danach muss man mit Streifen arbeiten. Wenn man einmal komplett eingewickelt ist, macht man das Ganze noch einmal mit senkrechten Streifen. Und dann noch einmal quer wickeln. Diesmal am Bauch eng anliegend. Insgesamt also drei Lagen Klebeband. Dafür war bei mir etwas mehr als eine Rolle nötig.

Als nächstes schneidet der Helfer Klebeband und T-Shirt (klebt sowieso aneinander) senkrecht am Rücken auf, damit man das Double ausziehen kann. Dann mit Klebeband sauber wieder zusammenkleben, den Bügel rein und Hals- und Armöffnungen zukleben und mit der Bastelwatte füllen. Noch eine Pappscheibe in Größe der Hüftöffnung einkleben und an der fertigen Puppe erfreuen. Bei meiner habe ich die Pappscheibe nicht ganz waagerecht eingeklebt, so dass sich Dolly etwas zur Seite neigt. Ich finde aber, dass das ganz apart aussieht. Es ist schon komisch, den eigenen Körper von allen Seiten ansehen zu können. Ich dachte immer, dass mein Bauch flacher sei. Aber das liegt bestimmt daran, dass ich am Anfang am Bauch nicht so fest gewickelt hatte …

Hoffentlich hilft Dolly mir dabei, gut passende Pullover zu stricken. Erfahrung mit Pullovern habe ich – bis auf einen Babypullover – noch keine. Bis jetzt habe ich mich an Pullover noch nicht herangetraut. Genug Wolle für drei Pullover habe ich aber schon. Sicher ist sicher.

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Über Weihnachten habe ich das ein oder andere Strickprojekt fertiggestellt – unter anderem auch diese Mütze hier für meinen kleinen Werder-Bremen Fan. Werder-Socken aus Regia Stadion Color hatte er schon. Aber eine Mütze fehlte noch. Nun ja, ein Schal fehlt immer noch – aber der gesellt sich zu der inzwischen endlos langen Liste der Dinge, die ich auf jeden Fall noch stricken möchte dazu.

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Aber zurück zur Mütze. Eine passende Wolle zu finden, war gar nicht so einfach. Sie sollte maschinenwaschbar, mit möglichst hohem Wollanteil damit sie schön warm hält, schön dick und – natürlich – werdergrün sein. Alle Wollgeschäfte der näheren Umgebung hatte ich schon ohne Erfolg abgeklappert und auch eine Suche im Internet blieb erfolglos. Mal war mir das Garn nicht dick genug, mal das grün nicht werdergrün genug, mal 100% Polyzeugs. Ich hatte schon fast aufgegeben, als mir plötzlich der rettende Einfall kam. Na klar, Sockenwolle doppelt genommen sollte doch warm genug für eine Mütze sein, oder? Also flugs in Wollgeschäft um die Ecke geeilt (hier auf dem Land eine halbe Stunde Fahrtzeit aber was tut man nicht alles für Wolle) und Regia vierfädig in grün und weiß erstanden.

Dann saß ich da erstmal mit meiner Wolle und dachte nach – welche Nadelstärke, wieviel Maschen? So lange stricke ich noch nicht, dass ich das sofort sehe, ich muss immer erst nachdenken, vergleichen und rechnen. Die Angaben auf der Banderole halfen nicht weiter, ich wollte die Wolle ja doppelt nehmen. Da kam mir die rettende Idee. Ich hatte doch erst kürzlich diese Socken aus Regia Alaska Color für mich gestrickt. (Die Anleitung ist übrigens kostenlos. Ergibt sehr kuschelige Haussocken.) Aus achtfädigem Sockengarn. Und für die Mütze hatte ich vierfädiges Sockengarn, dass ich doppelt nehmen wollte … Für die Socken hatte ich Nadelstärke 4,5 genommen, die Mütze sollte etwas fester sein, damit sie den Wind schön abhält, also Nadelstärke 4.

Kopfumfang des kleinen Fans 52 cm, also 104 Maschen (mit ein bißchen Zuwachs, soll ja noch ein paar Tage passen und so ein Bündchen ist ja dehnbar). Fürs Bündchen hab ich Nadelstärke 3,5 genommen und mit 2 rechts, 2 links losgelegt. 10 cm Bündchen, damit man es über den Ohren umschlagen kann. Ein bißchen fest wirkte es schon, aber nur ein bißchen … . Dann in der ersten Runde glatt rechts gleichmäßig verteilt 16 Maschen zugenommen und weiter für ein paar Reihen in grün. Für die Maschenzahl am Anfang und die Zunahmen habe ich darauf geachtet, dass die Zahl glatt durch eine Zahl zwischen 8 und 12 teilbar ist – das wird nachher für die Abnahmen wichtig.

Vor dem ersten Farbwechsel hab ich auf Youtube nachgesehen, ob ich eine Anleitung finde, wie man die Stufe beim Farbwechsel vermeiden kann. Bei einem anderen Projekt hatte ich das schon mal mit der „beim Farbwechsel mit beiden Fäden gleichzeitig stricken und dann später die Maschenschenkel verteilen“-Methode versucht, war aber nicht so glücklich mit dem Ergebnis gewesen. Aber auf YouTube findet man ja fast für jede Strickfrage ein Video. Ich habe es dann mit dieser Methode versucht – und bin begeistert. Die ist einfach und gibt gute Ergebnisse. Man muss nur aufpassen, die Fäden auf der Rückseite schön locker zu lassen (da hab ich noch ein bißchen Schwierigkeiten mit). Das Video müsste man auch ohne Englisch-Kenntnisse verstehen, da sie die Technik sehr langsam vorführt.

Doch so gut mir auch die Streifen gefallen hatten, musste ich mir doch langsam eingestehen, dass die Mütze inzwischen alleine stehen konnte, ohne auch nur im geringsten einzusacken. Die Nadelstärke war einfach zu klein. Also schweren Herzens alles nochmal aufgeribbelt und mit Nadelstärke 4 von vorne angefangen.

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Nach dem Bündchen und den Zunahmen habe ich dann 10 cm glatt rechts hoch gestrickt und mich an den Streifen gefreut. Für die Abnahmen habe ich die Maschenzahl durch 10 geteilt – macht 12 Maschen. Also 10 Maschen gestrickt und dann die 11. und 12. zusammengestrickt und das insgesamt 10 mal in dieser Runde. Dann zwei Runden glatt rechts und dann wieder 10 x die letzten beiden Maschen jeder Gruppe (diesmal also 10. und 11.) rechts zusammengestrickt. Insgesamt habe ich dreimal in jeder dritten Runde, dreimal in jeder 2. Runde und danach in jeder Runde abgenommen. Die letzten Maschen dann mit dem Faden zusammengezogen. Dann noch Fäden vernäht. Gewaschen. Mit Liebe getrocknet und die Farbwechsel beim Trocknen immer mal wieder glatt gezogen.

Dem kleinen Fan gefällt die Mütze. Ich wollte noch eine Bommel machen, aber dafür ist man als Schulkind anscheinend schon zu erwachsen. Wenn ich eine Bommelmütze möchte, muss ich sie wohl für mich selber machen …

Nun habe ich auch eine Blog – endlich. Bisher habe ich mich meist als stiller Zuschauer in den anderen Strickblogs herumgetrieben.

Was habe ich hier vor? Ich möchte meine Leidenschaft für Wolle und alles, was man damit machen kann – vor allem aber Stricken mit Euch teilen. Ich bin noch lange kein Profi – das Stricken habe ich erst vor etwas mehr als einem Jahr wiederentdeckt und mich langsam über Schals, Socken und Mützen vorangearbeitet.

Damit es auch gleich etwas zu sehen gibt, zeige ich ein Paar Socken (ja, es ist tatsächlich ein Paar, auch wenn auf dem Foto nur einer zu sehen ist). Diese habe ich im Sommer angefangen und nach einer längeren Pause, in der sie zugunsten diverser anderer wolliger Projekte beiseite gelegt wurden, in den Weihnachtsferien fertiggestellt.

Socken_editedDie Farbe kommt auf dem Bild nicht gut raus. Es ist ein sehr intensives Türkis. Das Garn ist Drops Fabel print in der schönen Farbe „blue sea“. Die Wolle fühlte sich beim Stricken etwas kratzig auf der Haut an. Nach dem Waschen sind die Socken aber wunderbar weich geworden.

Die Socken habe ich nach der Anleitung von Stephanie Pearl-McPhee aka Yarnharlot aus ihrem Buch „Knitting rules“ gestrickt. Eine sehr einfach verständliche Anleitung, mit der man schon bald Socken stricken kann, ohne in eine Anleitung zu sehen. Vor allem die Ferse – verstärkte Herzchenferse – gefällt mir sehr gut. Socken mit Bumerang-Ferse passen bei meinem hohen Spann nicht gut, da sind Fersen mit Fersenwand einfach besser.

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